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Lokales
Folgen der menschenverachtenden Politik Chinas in Tibet
"Flucht über den Himalaya"
Von Emma Weiß
Christine Schmidt, eine Kollegin beim Bürgerfunk Radio Flok (Freie Lokalsender Köln, www.flok.de) hat auf diese und andere Fragen eine Antwort bekommen. Sie produzierte eine Stundensendung mit Schülerinnen und Schülern eines Gymnasiums und ihrer Lehrerin Martina Brauckmann-Kleis, die am 23. August um 20:04 Uhr über Radio Köln, 107,1, ausgestrahlt wird. Ich möchte an dieser Stelle den umfangreichen Recherchen der Schülerinnen und Schüler nicht vorweg greifen, die auch durch die beiden Dokumentarfilme von Zazi Blumencron "Flucht über den Himalaya" (aus dem Jahr 2000) und "Jenseits des Himalaya" (2005) untermauert wurden. Wer reinhört in die Sendung, wird einiges Interessante erfahren über die inneren Verhältnisse in Tibet, das vor über 50 Jahren von der Volksbefreiungsarmee besetzt - China sagt befreit - wurde.

Tamding kurz vor der Flucht
Foto: Foto aus "Flucht über den Himalaya"
Kritische Presse
Aber darf man in einer Zeitung wie der NRhZ überhaupt etwas Negatives über die Volksrepublik China schreiben? Sind die gutgläubigen jungen Menschen aus dem Gymnasium mitsamt ihrer Lehrerin und der Dokumentarfilmerin nicht alle antikommunistischer Propaganda auf den Leim gegangen? Gehört es nicht zum Mainstream der westlichen Welt, China aus weltanschaulichen Gründen schlecht zu machen? Leider nein. Im Gegenteil - in den gängigen Nachrichten und Medien erfahren wir nur noch wenig von den Gräueltaten der Volksbefreiungsarmee in Tibet und im Mutterland China. Eine Top-news ist es schon lange nicht mehr. Im Gegenteil, China wird immer wieder wegen seines Wirtschaftswachstums als Vorbild hingestellt. Auch die Kontrolle des Bevölkerungswachstums wird lobend hervorgehoben. Im Falle des kleinen Tamding, der als drittes Kind einer tibetanischen Familie geboren wurde, bedeutete sie eine untragbare steuerliche Last, die zur Verarmung der Familie führte. So musste der zehnjährige Junge seine Familie und seine Heimat verlassen und über den Himalaya fliehen. Von ihm und anderen Kindern wird in der Radiosendung die Sprache sein.
Neoliberalismus im Kommunismus
Das ist doch eine verdrehte Welt, in der eine Zeitung, die bewusst an das journalistische Erbe von Karl Marx anknüpft, als eine der wenigen die negative, weil Menschen verachtende Seite eines der letzten kommunistischen Länder anprangern muss. Leider ist es gar nicht so seltsam, sondern folgerichtig im globalen System des Neoliberalismus. In ihm ist China ein zentraler Pfeiler geworden, nicht nur wegen des riesigen Absatzmarktes. Die "Volks"-republik hat sich zu einem der neoliberalistischsten Länder gemausert. Mit ihrem seit Jahrzehnten praktizierten, rigiden Umgang mit Abweichlern - unter rigide verstehe ich hier Verfolgung, Gefängnis, Folter und Tod - und ihrer Politik, Menschen nur als Massen zu betrachten, die man nach Bedarf verschieben und nutzbringend einsetzten kann, herrschen in China wirtschaftliche Verhältnisse, von denen jeder McKinseyberater nur träumen kann. Der Neoliberalismus hat einen fruchtbaren Boden gefunden...
Doch ich will nicht zuviel verraten. Wer neugierig geworden ist, höre rein in die Sendung am Mittwochabend oder informiere sich unter www.flucht-ueber-den-himalaya.de.
Im Flyer Nr. 60 werde ich weitere Details über das besetzte Tibet berichten, über die Kinder auf und nach der Flucht, über die Volksrepublik und den Neoliberalismus.
Wer nicht im Kölner Raum lebt, kann die Sendung unter folgendem Link auch über Internet empfangen: http://213.200.64.229/freestream/download/radiokoeln/
Online-Flyer Nr. 58 vom 22.08.2006
Folgen der menschenverachtenden Politik Chinas in Tibet
"Flucht über den Himalaya"
Von Emma Weiß
Christine Schmidt, eine Kollegin beim Bürgerfunk Radio Flok (Freie Lokalsender Köln, www.flok.de) hat auf diese und andere Fragen eine Antwort bekommen. Sie produzierte eine Stundensendung mit Schülerinnen und Schülern eines Gymnasiums und ihrer Lehrerin Martina Brauckmann-Kleis, die am 23. August um 20:04 Uhr über Radio Köln, 107,1, ausgestrahlt wird. Ich möchte an dieser Stelle den umfangreichen Recherchen der Schülerinnen und Schüler nicht vorweg greifen, die auch durch die beiden Dokumentarfilme von Zazi Blumencron "Flucht über den Himalaya" (aus dem Jahr 2000) und "Jenseits des Himalaya" (2005) untermauert wurden. Wer reinhört in die Sendung, wird einiges Interessante erfahren über die inneren Verhältnisse in Tibet, das vor über 50 Jahren von der Volksbefreiungsarmee besetzt - China sagt befreit - wurde.

Tamding kurz vor der Flucht
Foto: Foto aus "Flucht über den Himalaya"
Kritische Presse
Aber darf man in einer Zeitung wie der NRhZ überhaupt etwas Negatives über die Volksrepublik China schreiben? Sind die gutgläubigen jungen Menschen aus dem Gymnasium mitsamt ihrer Lehrerin und der Dokumentarfilmerin nicht alle antikommunistischer Propaganda auf den Leim gegangen? Gehört es nicht zum Mainstream der westlichen Welt, China aus weltanschaulichen Gründen schlecht zu machen? Leider nein. Im Gegenteil - in den gängigen Nachrichten und Medien erfahren wir nur noch wenig von den Gräueltaten der Volksbefreiungsarmee in Tibet und im Mutterland China. Eine Top-news ist es schon lange nicht mehr. Im Gegenteil, China wird immer wieder wegen seines Wirtschaftswachstums als Vorbild hingestellt. Auch die Kontrolle des Bevölkerungswachstums wird lobend hervorgehoben. Im Falle des kleinen Tamding, der als drittes Kind einer tibetanischen Familie geboren wurde, bedeutete sie eine untragbare steuerliche Last, die zur Verarmung der Familie führte. So musste der zehnjährige Junge seine Familie und seine Heimat verlassen und über den Himalaya fliehen. Von ihm und anderen Kindern wird in der Radiosendung die Sprache sein.
Neoliberalismus im Kommunismus
Das ist doch eine verdrehte Welt, in der eine Zeitung, die bewusst an das journalistische Erbe von Karl Marx anknüpft, als eine der wenigen die negative, weil Menschen verachtende Seite eines der letzten kommunistischen Länder anprangern muss. Leider ist es gar nicht so seltsam, sondern folgerichtig im globalen System des Neoliberalismus. In ihm ist China ein zentraler Pfeiler geworden, nicht nur wegen des riesigen Absatzmarktes. Die "Volks"-republik hat sich zu einem der neoliberalistischsten Länder gemausert. Mit ihrem seit Jahrzehnten praktizierten, rigiden Umgang mit Abweichlern - unter rigide verstehe ich hier Verfolgung, Gefängnis, Folter und Tod - und ihrer Politik, Menschen nur als Massen zu betrachten, die man nach Bedarf verschieben und nutzbringend einsetzten kann, herrschen in China wirtschaftliche Verhältnisse, von denen jeder McKinseyberater nur träumen kann. Der Neoliberalismus hat einen fruchtbaren Boden gefunden...
Doch ich will nicht zuviel verraten. Wer neugierig geworden ist, höre rein in die Sendung am Mittwochabend oder informiere sich unter www.flucht-ueber-den-himalaya.de.
Im Flyer Nr. 60 werde ich weitere Details über das besetzte Tibet berichten, über die Kinder auf und nach der Flucht, über die Volksrepublik und den Neoliberalismus.
Wer nicht im Kölner Raum lebt, kann die Sendung unter folgendem Link auch über Internet empfangen: http://213.200.64.229/freestream/download/radiokoeln/
Online-Flyer Nr. 58 vom 22.08.2006














