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Wirtschaft und Umwelt
Die grüne Ecke - alle 14 Tage - Folge 21
Bodenbedeckung - es muß nicht immer Rindenmulch sein.
Von Katja Kleinert
Bei dem trockenen Frühsommer, den wir dieses Jahr hatten, hätte vielen Beeten eine dicke Mulchschicht aus Laubkompost, Grasschnitt, (samenfreien) "Un"kräutern usw. gut getan. Solange noch genügend Feuchtigkeit im Boden ist, reduziert die Mulchschicht die Verdunstung. Gleichzeitig werden neu aufkeimende Wildkräuter zumindest für eine Weile unterdrückt, und das Bodenleben wird mobilisiert. Regenwurm und Co. zerlegen die Mulchbestandteile in relativ kurzer Zeit zu nährstoffreichem Humus.
Allerdings sollte man keinen frischen Grasschnitt oder frisch gezupfte Kräuter ausbringen. In dicken Schichten könnte es sonst zu heiß werden. Besser läßt man das frische Material ein bis zwei Tage ausgebreitet liegen und antrocknen. Dann kann man es bis zu einer Dicke von maximal 5 cm auf den Beeten, bzw. unter Sträuchern und Bäumen ausbringen.
Läßt man das Fall-Laub also einfach als Mulch auf den Beeten liegen, zersetzt es sich und bildet Laubkompost. Gerade im Herbst und Winter brauchen die Pflanzen diese schützende Decke. Von der Wiese sollte man das Laub allerdings besser abräumen. Das Gras wird darunter unansehnlich.
Wer einen Schredder besitzt, kann mit Holzhäcksel (Heckenschnitt und Obstbaumschnitt) seine Gartenwege mulchen, oder den Häcksel ähnlich wie Rindenmulch in Staudenbeeten und unter Sträuchern verteilen.
Mit Kies, Schotter oder Splitt mulchen wirkt Wunder im Steingarten, bei Beeten mit mediterranen, nässe- und frostempfindlichen Pflanzen. Herbstlaub und Rindenmulch sollten hier entfernt werden.

Trockenes Beet mit Splittabdeckung
Merkwürdigerweise benutzen viele Hobbygärtner ausschließlich den gekauften Rindenmulch. Nach Meinung vieler, vor allem der Hersteller, sieht Rindenmulch einfach "ordentlicher" aus. Dabei bietet, wie oben beschrieben, fast jeder Garten jede Menge Mulchmaterial für umsonst.
Natürlich ist Rindenmulch besser als überhaupt keine Bodenbedeckung, und wer sonst kein Mulchmaterial hat, kann ihn im Staudenbeet ruhig verwenden. Im Gemüsebeet hat Rindenmulch allerdings überhaupt nichts verloren. In säureliebenden Pflanzungen wie Rhododendron oder Heidegärten dagegen kann Rindenmulch ein sinnvoller Ersatz für Torf sein.

Staudenbeet mit Rindenmulch
Fotos: Katja Kleinert
Aber Vorsicht! Rindenmulch bindet während der Kompostierung Stickstoff, der dann den Pflanzen als Nährstoff fehlt. Im Extremfall kann das sogar zu Mangelerscheinungen führen. Im Frühjahr und Sommer sollte man besser vor dem Ausbringen von Rindenmulch einen stickstoffbetonten organischen Dünger geben.
Online-Flyer Nr. 65 vom 10.10.2006
Die grüne Ecke - alle 14 Tage - Folge 21
Bodenbedeckung - es muß nicht immer Rindenmulch sein.
Von Katja Kleinert
Bei dem trockenen Frühsommer, den wir dieses Jahr hatten, hätte vielen Beeten eine dicke Mulchschicht aus Laubkompost, Grasschnitt, (samenfreien) "Un"kräutern usw. gut getan. Solange noch genügend Feuchtigkeit im Boden ist, reduziert die Mulchschicht die Verdunstung. Gleichzeitig werden neu aufkeimende Wildkräuter zumindest für eine Weile unterdrückt, und das Bodenleben wird mobilisiert. Regenwurm und Co. zerlegen die Mulchbestandteile in relativ kurzer Zeit zu nährstoffreichem Humus.
Allerdings sollte man keinen frischen Grasschnitt oder frisch gezupfte Kräuter ausbringen. In dicken Schichten könnte es sonst zu heiß werden. Besser läßt man das frische Material ein bis zwei Tage ausgebreitet liegen und antrocknen. Dann kann man es bis zu einer Dicke von maximal 5 cm auf den Beeten, bzw. unter Sträuchern und Bäumen ausbringen.
Läßt man das Fall-Laub also einfach als Mulch auf den Beeten liegen, zersetzt es sich und bildet Laubkompost. Gerade im Herbst und Winter brauchen die Pflanzen diese schützende Decke. Von der Wiese sollte man das Laub allerdings besser abräumen. Das Gras wird darunter unansehnlich.
Wer einen Schredder besitzt, kann mit Holzhäcksel (Heckenschnitt und Obstbaumschnitt) seine Gartenwege mulchen, oder den Häcksel ähnlich wie Rindenmulch in Staudenbeeten und unter Sträuchern verteilen.
Mit Kies, Schotter oder Splitt mulchen wirkt Wunder im Steingarten, bei Beeten mit mediterranen, nässe- und frostempfindlichen Pflanzen. Herbstlaub und Rindenmulch sollten hier entfernt werden.

Trockenes Beet mit Splittabdeckung
Merkwürdigerweise benutzen viele Hobbygärtner ausschließlich den gekauften Rindenmulch. Nach Meinung vieler, vor allem der Hersteller, sieht Rindenmulch einfach "ordentlicher" aus. Dabei bietet, wie oben beschrieben, fast jeder Garten jede Menge Mulchmaterial für umsonst.
Natürlich ist Rindenmulch besser als überhaupt keine Bodenbedeckung, und wer sonst kein Mulchmaterial hat, kann ihn im Staudenbeet ruhig verwenden. Im Gemüsebeet hat Rindenmulch allerdings überhaupt nichts verloren. In säureliebenden Pflanzungen wie Rhododendron oder Heidegärten dagegen kann Rindenmulch ein sinnvoller Ersatz für Torf sein.

Staudenbeet mit Rindenmulch
Fotos: Katja Kleinert
Aber Vorsicht! Rindenmulch bindet während der Kompostierung Stickstoff, der dann den Pflanzen als Nährstoff fehlt. Im Extremfall kann das sogar zu Mangelerscheinungen führen. Im Frühjahr und Sommer sollte man besser vor dem Ausbringen von Rindenmulch einen stickstoffbetonten organischen Dünger geben.
Online-Flyer Nr. 65 vom 10.10.2006














