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Kultur und Wissen
Nachruf auf Alfred Jarry zum 99. Todestag am 1. November
Wer hat Angst vor König Ubu?
von Jan Henin

Henri Rousseau: Der Krieg, 1894
Henri Rousseau, der einfacher Grenzbeamter war, ist angekommen in der Hauptstadt der Moderne, Stadt der tollsten Weltausstellungen, als mittlerweile alter Herr inmitten der Bohème und wird fortan bewundert, ja fast angehimmelt als Ikone neuer Malerei: er und seine Bilder. Picasso und Gaugin kommen, ihn zu grüssen und sich mit ihm auszutauschen rund um die Jahrhundertwende. 'Guérnica', Picassos Werk gegen den Krieg entsteht, viel später, nach Grundmotiven und Komposition des 'Krieges' von Rousseau.
Und Alfred Jarry, der immerzu der Jüngste war in den künstlerischen Kreisen an der Seine, wie ergeht es ihm? - "Scheisse, scheiss und schoisse" - die Worte seiner grotesken Theaterhauptfigur, des 'Vater Ubu', der mal König, mal Dragonerhauptmann ist und mal Verbannter, sind Programm in den sieben letzten Jahren eines viel zu kurzen Daseins. Unverstanden bleibt sein aufopferndes Schaffen von dem Publikum, das die Avantgarde in ihm nicht schätzen kann, weil es diesen schamlosen Spiegel nicht begreifen will, mit dem er die so fürnehme Pariser Gesellschaft konfrontiert.
Erst nach den grossen Kriegen gilt er dann pro forma auch als 'Grosser Mann', wird als bahnbrechend eingeschätzt, Wegbereiter der Moderne, für sprachliche Experimente, und er wurde in den Kanon der französischen Literaturgeschichte aufgenommen. Noch in den 20er Jahren nahm die in Paris entstandene Gruppe von Surrealisten und Dada Bezug auf ihn, indem sie ihr 'grosses' Theater nach ihm, dem kleinen Bretonen benannten. Es hatte nur drei Jahre Bestand. Der Hauptbegründer Antonin Artaud kam 1937, als gefährlich eingeschätzt für die öffentliche Ordnung, in die Klapse, wurde dort neun Jahre lang traktiert und ist, nach seiner Entlassung, 1948 unbemerkt gestorben. Im Paris von heute ist die Spur des Jarry-Theaters verloren.
1873 in Laval geboren, wie auch Rousseau schon 1844, hat Jarry - nach der absolvierten Schulzeit in Rennes und Saint-Brieuc (Bretagne) - in Paris seine Leidensodyssee gefunden. Siebenmal hat er seinen Wohnort gewechselt, am liebsten blieb er aber an der Seine, in seinem Blockhaus, 'sa baraque', das aus einfachem Holz und selbstgezimmert war, und lachte aus und an die Welt um ihn herum, die ihn doch nach und nach zermalmte, ihn erdrückte - ihn abgefüllt hat mit Absinth auf Pump, ihn, den stolzen Stadtindianer.

Jarry -1898 am Seine-Ufer
Sein für diese Zeiten hochmodernes Fahrrad hielt er immer hoch in Ehren - auch unbezahlt, doch irgendwie erstanden durch Talent und Verve und Augenblitzen. In seinen Gedanken war immer das 'Andere' real, das nicht zu sehen ist, das 'mit den Augen unsichtbar', wie Antoine de Saint-Exupéry es später einmal durch den Fuchs im 'kleinen Prinzen' formulierte. Alfred erfand durch seine Studien und sein gedankliches Experiment sogar die 'Wissenschaft vom immer Anderen und immer noch Dazukommenden', die 'PATA-Physik':
'Stell Dir vor, das Universum wird erklärt durch die Physik der Schwerkraft und des Fliehens. Doch das andere Universum, das ich denke, das dazukommt, erklärt die PATA-Physik eben nicht, sie öffnet lediglich den andren Raum und macht sich lustig über die exakten Fachidioten.' Ein wissenschaftliches Kollegium der PATA-physik hat nach dem zweiten Weltkrieg diesen Strang neu aufgegriffen. Es ist also jener Geist des Denkens, der neben den starren Theoriegebäuden der Physik und der Meta-physik immer noch zusätzlich zu berücksichtigen ist.

Jarry-Porträt von 'König Ubu'
Verkörpert durch den 'Vater Ubu und sin fru' hat Jarry in seinen Theaterstücken die Idiotie der irdisch stereotypen Machtallüren und -gebärden auf shakespear'sche Art für alle Zeit beschrieben. Doch nur 35 Jahre später haben eben solche Typen Europa am Nasenring gezogen und die ganze Welt im Schlepptau. Und wie Kaninchen vor der Schlange haben die andern interessierten Mächte still gehalten bis zur Totalzerstörung des verbrauchten Kapitals und zum Gemetzel von Millionen Menschen auf dem Schlachtfeld, das im Grunde angedauert hat bis heute, doch gut verteilt über die lange Zeit und den weiten Raum der Kontinente.
Hätte man damals bereits aufmerksam gelesen und gehört, gesehn den 'König Ubu' als ein frühes 'Spieglein an der Wand', so wäre vielleicht die kleine Menschheit vor der pompösen "tausendjährig' Tyrannei" gefeit gewesen und viele wunderbare Menschen hätten einfach weiter leben können, hätten bis ins Heute noch gewirkt. So wie Célestin Freinet es mit Bedacht und Glück geschafft hat, trotz seiner Widersacher Kollaborateure, und dann, 1948 noch, die 'moderne Schule' mitbegründete, mit einer befreiten Pädagogik für die Freilassung der kindlichen Gedankenfluten, maßvoll moderiert.
Umso wichtiger wäre eine Renaissance des Werks von Alfred Jarry in der heutigen Zeit, um den wieder aufstrebenden Dirigismus und in vielen Teilen der Welt Totalitarismus einer ans Erdölgeschäft verkauften menschlichen Gesellschaft schonungslos, eben auch künstlerisch literarisch, aufzudecken. Symptomatisch seien hier in einer Entwicklungslinie genannt: die Hinrichtung Ken Saro Wiwas in Nigeria 1995, das Attentat auf Rabin im selben Jahr, der 'Busch-Putsch' in den USA, das Vorspiel zum 11. September und die globale Reaktion nach demselben, der 'Putsch' in Frankreich, durch Chirac lanciert, um seine Haut zu retten, die Folgen daraus für das neokoloniale Afrika, der ewige Krieg im Nahen Osten und im Irak, die atomaren Scheingeplänkel in der Gegenwart... Eben diese falsche Bühne, ad absurdum zu führen und anzufangen, alternative Welten vor- und einzuleben - dazu ist das Werk Alfred Jarrys geeignet.

Alfred Jarry - Porträt von Lucien Lantier, 1996
Der Tausendsassa Alfred Jarry: Zeit seines Lebens träumte er von einer andren Welt, vielleicht so wie sie entworfen wurde von Henri Rousseau, dem pensionierten Grenzbeamten, in den grenzenlosen Meisterwerken seiner Dschungelbilder und wie Freinet, noch längst nicht bekannt, sie später in die Schule brachte. Ein Jahr lang durfte er die Welt Rousseaus in dessen Atelier bewohnen, als er selber keine Bleibe hatte. Vielleicht war das die schönste Zeit der späten, doch noch immer jungen Jahre: Die beiden 'Lavaliers du Département Mayenne' zusammen unter einem Dach, in einer kleinen Hütte!
Doch unaufhaltsam kroch mit aller Macht der Tod aus dem Absinth: Fortschreitende Tuberkulose und dann schwer akute Meningitis waren nicht mehr zu kurieren. Jarry starb im Jahr 1907, im November, Allerheiligen. Auf dem Friedhof von Bagneux ist er begraben.

Alfred Jarry
1886, mit dreizehn frechen Jahren, hatte er die ersten Verse und auch Prosa verfasst, die er beharrlich in sein Dossier 'Ontogénie', sammelte, wie er es rückwirkend beschriftet hat. Hier entstanden auch erste Schülerskizzen für den 'Vater Ubu' nach dem Vorbild seines korpulenten Lehrers der Physik, Monsieur Hébert. Dazwischen liegen 20 intensive Jahre eines Krösens, Wühlens, Rührens in den Konventionen; 'jarrydique' oder jarrydisch könnte man seine Art des Lebens wohl bezeichnen, die nun der Nachwelt bleibt. - 'Chapeau, Poète!'
"Nein!", ist es mir, Jarry-Leser, überliefert, "habt keine Angst vor solchen Pappfiguren, die da kommen, wie mein 'Père Ubu' oder 'gekommen werden', und sie putschen, akklamieren sich zum König... Nehmt sie auf die Schippe ihrer eigenen Farce und schießt sie auf den Mond oder dergleichen, bevor sie auch nur einen Grashalm krümmen könnten!"
Frederico Garcia Lorca, zuhaus in Andalusien, war gerade einmal neun als Jarry starb, und manches hat er in sein Werk aufgenommen, das weiter trägt das 'Andere'. Sie wären sich bestimmt ganz gern einmal begegnet, Alfred und Frederico - vielleicht doch im Atelier Henri Rousseaus?: Alfred grad fünfzig, Frederico fünfundzwanzig - bringen achtzig bunte, selbstgepflückte Blumen für Henri, zum achtzigsten Geburtstag.
jan pablo neruda, eigentlich jan pablo henin, geb. 1974 in köln, der dasselstrasse, lebt in köln als moseleifeler grundschüler, kubanisch-maifelder oberschüler, mayener fussballtorwart, welt-reisender, ehrenfelder südstadt-zivi, bonn-bornheimer biogärtner, (vor-)leser, gedichter, gitarrista und gesänger, familienvater zweier kinder, geisenheimer bio-gartenbauingenieur (fh), bio-lebensmittelhändler, lenauplatz-malender, fahrtenschreibender und anderer. janhenin@iname.com
2007 ist das 'Jarry-Jahr'. Schon im November und Dezember 2006 beginnen in seinem Geburtsort Laval, Département Mayenne, die Aktionen dazu. Auf dieser Seite kann man sich über alle in Frankreich geplanten Veranstaltungen informieren: www.alfredjarry2007.fr
Online-Flyer Nr. 68 vom 31.10.2006
Nachruf auf Alfred Jarry zum 99. Todestag am 1. November
Wer hat Angst vor König Ubu?
von Jan Henin

Henri Rousseau: Der Krieg, 1894
Henri Rousseau, der einfacher Grenzbeamter war, ist angekommen in der Hauptstadt der Moderne, Stadt der tollsten Weltausstellungen, als mittlerweile alter Herr inmitten der Bohème und wird fortan bewundert, ja fast angehimmelt als Ikone neuer Malerei: er und seine Bilder. Picasso und Gaugin kommen, ihn zu grüssen und sich mit ihm auszutauschen rund um die Jahrhundertwende. 'Guérnica', Picassos Werk gegen den Krieg entsteht, viel später, nach Grundmotiven und Komposition des 'Krieges' von Rousseau.
Und Alfred Jarry, der immerzu der Jüngste war in den künstlerischen Kreisen an der Seine, wie ergeht es ihm? - "Scheisse, scheiss und schoisse" - die Worte seiner grotesken Theaterhauptfigur, des 'Vater Ubu', der mal König, mal Dragonerhauptmann ist und mal Verbannter, sind Programm in den sieben letzten Jahren eines viel zu kurzen Daseins. Unverstanden bleibt sein aufopferndes Schaffen von dem Publikum, das die Avantgarde in ihm nicht schätzen kann, weil es diesen schamlosen Spiegel nicht begreifen will, mit dem er die so fürnehme Pariser Gesellschaft konfrontiert.
Erst nach den grossen Kriegen gilt er dann pro forma auch als 'Grosser Mann', wird als bahnbrechend eingeschätzt, Wegbereiter der Moderne, für sprachliche Experimente, und er wurde in den Kanon der französischen Literaturgeschichte aufgenommen. Noch in den 20er Jahren nahm die in Paris entstandene Gruppe von Surrealisten und Dada Bezug auf ihn, indem sie ihr 'grosses' Theater nach ihm, dem kleinen Bretonen benannten. Es hatte nur drei Jahre Bestand. Der Hauptbegründer Antonin Artaud kam 1937, als gefährlich eingeschätzt für die öffentliche Ordnung, in die Klapse, wurde dort neun Jahre lang traktiert und ist, nach seiner Entlassung, 1948 unbemerkt gestorben. Im Paris von heute ist die Spur des Jarry-Theaters verloren.
1873 in Laval geboren, wie auch Rousseau schon 1844, hat Jarry - nach der absolvierten Schulzeit in Rennes und Saint-Brieuc (Bretagne) - in Paris seine Leidensodyssee gefunden. Siebenmal hat er seinen Wohnort gewechselt, am liebsten blieb er aber an der Seine, in seinem Blockhaus, 'sa baraque', das aus einfachem Holz und selbstgezimmert war, und lachte aus und an die Welt um ihn herum, die ihn doch nach und nach zermalmte, ihn erdrückte - ihn abgefüllt hat mit Absinth auf Pump, ihn, den stolzen Stadtindianer.

Jarry -1898 am Seine-Ufer
Sein für diese Zeiten hochmodernes Fahrrad hielt er immer hoch in Ehren - auch unbezahlt, doch irgendwie erstanden durch Talent und Verve und Augenblitzen. In seinen Gedanken war immer das 'Andere' real, das nicht zu sehen ist, das 'mit den Augen unsichtbar', wie Antoine de Saint-Exupéry es später einmal durch den Fuchs im 'kleinen Prinzen' formulierte. Alfred erfand durch seine Studien und sein gedankliches Experiment sogar die 'Wissenschaft vom immer Anderen und immer noch Dazukommenden', die 'PATA-Physik':
'Stell Dir vor, das Universum wird erklärt durch die Physik der Schwerkraft und des Fliehens. Doch das andere Universum, das ich denke, das dazukommt, erklärt die PATA-Physik eben nicht, sie öffnet lediglich den andren Raum und macht sich lustig über die exakten Fachidioten.' Ein wissenschaftliches Kollegium der PATA-physik hat nach dem zweiten Weltkrieg diesen Strang neu aufgegriffen. Es ist also jener Geist des Denkens, der neben den starren Theoriegebäuden der Physik und der Meta-physik immer noch zusätzlich zu berücksichtigen ist.

Jarry-Porträt von 'König Ubu'
Verkörpert durch den 'Vater Ubu und sin fru' hat Jarry in seinen Theaterstücken die Idiotie der irdisch stereotypen Machtallüren und -gebärden auf shakespear'sche Art für alle Zeit beschrieben. Doch nur 35 Jahre später haben eben solche Typen Europa am Nasenring gezogen und die ganze Welt im Schlepptau. Und wie Kaninchen vor der Schlange haben die andern interessierten Mächte still gehalten bis zur Totalzerstörung des verbrauchten Kapitals und zum Gemetzel von Millionen Menschen auf dem Schlachtfeld, das im Grunde angedauert hat bis heute, doch gut verteilt über die lange Zeit und den weiten Raum der Kontinente.
Hätte man damals bereits aufmerksam gelesen und gehört, gesehn den 'König Ubu' als ein frühes 'Spieglein an der Wand', so wäre vielleicht die kleine Menschheit vor der pompösen "tausendjährig' Tyrannei" gefeit gewesen und viele wunderbare Menschen hätten einfach weiter leben können, hätten bis ins Heute noch gewirkt. So wie Célestin Freinet es mit Bedacht und Glück geschafft hat, trotz seiner Widersacher Kollaborateure, und dann, 1948 noch, die 'moderne Schule' mitbegründete, mit einer befreiten Pädagogik für die Freilassung der kindlichen Gedankenfluten, maßvoll moderiert.
Umso wichtiger wäre eine Renaissance des Werks von Alfred Jarry in der heutigen Zeit, um den wieder aufstrebenden Dirigismus und in vielen Teilen der Welt Totalitarismus einer ans Erdölgeschäft verkauften menschlichen Gesellschaft schonungslos, eben auch künstlerisch literarisch, aufzudecken. Symptomatisch seien hier in einer Entwicklungslinie genannt: die Hinrichtung Ken Saro Wiwas in Nigeria 1995, das Attentat auf Rabin im selben Jahr, der 'Busch-Putsch' in den USA, das Vorspiel zum 11. September und die globale Reaktion nach demselben, der 'Putsch' in Frankreich, durch Chirac lanciert, um seine Haut zu retten, die Folgen daraus für das neokoloniale Afrika, der ewige Krieg im Nahen Osten und im Irak, die atomaren Scheingeplänkel in der Gegenwart... Eben diese falsche Bühne, ad absurdum zu führen und anzufangen, alternative Welten vor- und einzuleben - dazu ist das Werk Alfred Jarrys geeignet.

Alfred Jarry - Porträt von Lucien Lantier, 1996
Der Tausendsassa Alfred Jarry: Zeit seines Lebens träumte er von einer andren Welt, vielleicht so wie sie entworfen wurde von Henri Rousseau, dem pensionierten Grenzbeamten, in den grenzenlosen Meisterwerken seiner Dschungelbilder und wie Freinet, noch längst nicht bekannt, sie später in die Schule brachte. Ein Jahr lang durfte er die Welt Rousseaus in dessen Atelier bewohnen, als er selber keine Bleibe hatte. Vielleicht war das die schönste Zeit der späten, doch noch immer jungen Jahre: Die beiden 'Lavaliers du Département Mayenne' zusammen unter einem Dach, in einer kleinen Hütte!
Doch unaufhaltsam kroch mit aller Macht der Tod aus dem Absinth: Fortschreitende Tuberkulose und dann schwer akute Meningitis waren nicht mehr zu kurieren. Jarry starb im Jahr 1907, im November, Allerheiligen. Auf dem Friedhof von Bagneux ist er begraben.

Alfred Jarry
1886, mit dreizehn frechen Jahren, hatte er die ersten Verse und auch Prosa verfasst, die er beharrlich in sein Dossier 'Ontogénie', sammelte, wie er es rückwirkend beschriftet hat. Hier entstanden auch erste Schülerskizzen für den 'Vater Ubu' nach dem Vorbild seines korpulenten Lehrers der Physik, Monsieur Hébert. Dazwischen liegen 20 intensive Jahre eines Krösens, Wühlens, Rührens in den Konventionen; 'jarrydique' oder jarrydisch könnte man seine Art des Lebens wohl bezeichnen, die nun der Nachwelt bleibt. - 'Chapeau, Poète!'
"Nein!", ist es mir, Jarry-Leser, überliefert, "habt keine Angst vor solchen Pappfiguren, die da kommen, wie mein 'Père Ubu' oder 'gekommen werden', und sie putschen, akklamieren sich zum König... Nehmt sie auf die Schippe ihrer eigenen Farce und schießt sie auf den Mond oder dergleichen, bevor sie auch nur einen Grashalm krümmen könnten!"
Frederico Garcia Lorca, zuhaus in Andalusien, war gerade einmal neun als Jarry starb, und manches hat er in sein Werk aufgenommen, das weiter trägt das 'Andere'. Sie wären sich bestimmt ganz gern einmal begegnet, Alfred und Frederico - vielleicht doch im Atelier Henri Rousseaus?: Alfred grad fünfzig, Frederico fünfundzwanzig - bringen achtzig bunte, selbstgepflückte Blumen für Henri, zum achtzigsten Geburtstag.
jan pablo neruda, eigentlich jan pablo henin, geb. 1974 in köln, der dasselstrasse, lebt in köln als moseleifeler grundschüler, kubanisch-maifelder oberschüler, mayener fussballtorwart, welt-reisender, ehrenfelder südstadt-zivi, bonn-bornheimer biogärtner, (vor-)leser, gedichter, gitarrista und gesänger, familienvater zweier kinder, geisenheimer bio-gartenbauingenieur (fh), bio-lebensmittelhändler, lenauplatz-malender, fahrtenschreibender und anderer. janhenin@iname.com
2007 ist das 'Jarry-Jahr'. Schon im November und Dezember 2006 beginnen in seinem Geburtsort Laval, Département Mayenne, die Aktionen dazu. Auf dieser Seite kann man sich über alle in Frankreich geplanten Veranstaltungen informieren: www.alfredjarry2007.fr
Online-Flyer Nr. 68 vom 31.10.2006














