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Kultur und Wissen
"Bekannte und Unbekannte aus dem Wuppertal" im Rathaus
Otto Pankok-Ausstellung
Von Hildegard Miensopust
Gezeigt werden Portraits von Wuppertalern, die Pankok für die Düsseldorfer Tageszeitung "Der Mittag" zwischen 1924 und 1933 angefertigt hat, darunter Else Lasker-Schüler, Helene Stöcker, Oskar Hoffmann, Schauspieler und Sänger, Abgeordnete im Rheinischen Provinziallandtag und viele andere Wuppertaler, die der gebürtige Mülheimer hier kennen und schätzen gelernt hatte.

Else Lasker-Schüler - 1926
Foto: Wolfgang Fenner
Zur Eröffnung am 27. November kam die 81jährige Tochter des Künstlers, Eva Pankok, nach Wuppertal. In ihrer Ansprache erzählte sie, die das Otto Pankok-Museum in Hünxe-Drevenack leitet, über die Schriftstellerin Else Lasker-Schüler, die sie noch persönlich kennen gelernt hatte. Sie sprach sich nachdrücklich dafür aus, den zur Zeit immer noch nach dem den Nazis verbundenen Bankier Eduard von der Heydt benannten Wuppertaler Kulturpreis endlich nach Else Lasker-Schüler zu benennen, die von der Nazis nach 1933 nicht nur in Wuppertal, sondern später auch in der Schweiz verfolgt worden war, so dass sie schließlich nach Palästina fliehen musste.

Ausstellungseröffnung im Rathaus
Foto: Wolfgang Fenner
Vor ihr begrüßten Elke von der Beeck, Stadtverordnete der Linkspartei, und Marlis Drevermann, Beigeordnete der Stadt Wuppertal, die zahlreichen Gäste. Dr. Wolfgang Fenner, Mitarbeiter der Linkspartei-Fraktion, erläuterte die Entstehung der ausgesstellten Bilder. Die musikalische Umrahmung der Veranstaltung übernahmen Manfred Lemm (Gitarre und Gesang) und Fred Patzelt (Klarinette), die hauptsächlich jiddische Lieder vortrugen, aber auch das Einheitsfront-Lied von Brecht und Eisler und das Lied von den Moorsoldaten, bei dem viele Gäste mitsangen.

Eva Pankok
Foto: Wolfgang Fenner
Otto Pankok, der 1936 durch die Nazis Berufsverbot bekam, und dessen Bilder als "Entartete Kunst" in den Museen beschlagnahmt wurden, war nach der Befreiung von 1947 bis 1958 Professur an der Kunstakademie Düsseldorf. Er widmete viele seiner Werke den Verarmten und Ausgestoßenen, stieß dabei Ende 1931 auf die Sinti und Roma, die ihn bis an sein Lebensende faszinierten. Eins seiner bekanntesten Werke ist der Holzschnitt "Jesus zerbricht das Gewehr", das in der Friedensbewegung aufgegriffen wurde.
Online-Flyer Nr. 73 vom 05.12.2006
"Bekannte und Unbekannte aus dem Wuppertal" im Rathaus
Otto Pankok-Ausstellung
Von Hildegard Miensopust
Gezeigt werden Portraits von Wuppertalern, die Pankok für die Düsseldorfer Tageszeitung "Der Mittag" zwischen 1924 und 1933 angefertigt hat, darunter Else Lasker-Schüler, Helene Stöcker, Oskar Hoffmann, Schauspieler und Sänger, Abgeordnete im Rheinischen Provinziallandtag und viele andere Wuppertaler, die der gebürtige Mülheimer hier kennen und schätzen gelernt hatte.

Else Lasker-Schüler - 1926
Foto: Wolfgang Fenner
Zur Eröffnung am 27. November kam die 81jährige Tochter des Künstlers, Eva Pankok, nach Wuppertal. In ihrer Ansprache erzählte sie, die das Otto Pankok-Museum in Hünxe-Drevenack leitet, über die Schriftstellerin Else Lasker-Schüler, die sie noch persönlich kennen gelernt hatte. Sie sprach sich nachdrücklich dafür aus, den zur Zeit immer noch nach dem den Nazis verbundenen Bankier Eduard von der Heydt benannten Wuppertaler Kulturpreis endlich nach Else Lasker-Schüler zu benennen, die von der Nazis nach 1933 nicht nur in Wuppertal, sondern später auch in der Schweiz verfolgt worden war, so dass sie schließlich nach Palästina fliehen musste.

Ausstellungseröffnung im Rathaus
Foto: Wolfgang Fenner
Vor ihr begrüßten Elke von der Beeck, Stadtverordnete der Linkspartei, und Marlis Drevermann, Beigeordnete der Stadt Wuppertal, die zahlreichen Gäste. Dr. Wolfgang Fenner, Mitarbeiter der Linkspartei-Fraktion, erläuterte die Entstehung der ausgesstellten Bilder. Die musikalische Umrahmung der Veranstaltung übernahmen Manfred Lemm (Gitarre und Gesang) und Fred Patzelt (Klarinette), die hauptsächlich jiddische Lieder vortrugen, aber auch das Einheitsfront-Lied von Brecht und Eisler und das Lied von den Moorsoldaten, bei dem viele Gäste mitsangen.

Eva Pankok
Foto: Wolfgang Fenner
Otto Pankok, der 1936 durch die Nazis Berufsverbot bekam, und dessen Bilder als "Entartete Kunst" in den Museen beschlagnahmt wurden, war nach der Befreiung von 1947 bis 1958 Professur an der Kunstakademie Düsseldorf. Er widmete viele seiner Werke den Verarmten und Ausgestoßenen, stieß dabei Ende 1931 auf die Sinti und Roma, die ihn bis an sein Lebensende faszinierten. Eins seiner bekanntesten Werke ist der Holzschnitt "Jesus zerbricht das Gewehr", das in der Friedensbewegung aufgegriffen wurde.
Online-Flyer Nr. 73 vom 05.12.2006














