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Aktueller Online-Flyer vom 09. Juni 2026  

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Kultur und Wissen
Galerie Burkhard Eikelmann in Düsseldorf
Modern Landscapes - moderne Landschaften
Von Elmar Klevers

Düsseldorf, Ackerstraße 13 in der Innenstadt. Zur besten Einkaufszeit drängen sich fast 200 Menschen in die Galerie Eikelmann zur Vernissage einer mehr als bemerkenswerten Ausstellung zum Thema "Modern Landscapes" mit den Werken von 31 KünstlerInnen aus Deutschland, Dänemark, Frankreich, Italien, Russland und den USA. Sie stellen ihre aktuellen Gemälde aus den Jahren 2005 und 2006 vor. Die Ausstellung dauert bis zum 31. Januar 2007

Bruch der Moderne mit früheren Epochen

Zur Vernissage hatte der Düsseldorfer Galerist Burkhard Eikelmann den Kölner Kunstkritiker Jürgen Raap gebeten, der in seinem Vortrag die Werke aller ausstellenden Künstler würdigte.
Der Titel "Modern Landscapes", so Raap, suggeriere einen Bruch der Moderne und den vorausgegangenen kunsthistorischen Epochen in der Landschaftsmalerei. Denn der kunsthistorische Topos der Landschaftsmalerei habe Jahrhunderte lang eher Idealvorstellungen von einer arkadisch-antiken Landschaft geboten - "Sehnsuchtsmodelle".

Der Ursprung der Landschaftsmalerei lasse sich an den spätgotischen Tafelbildern festmachen, als man begann, Szenen der biblischen Geschichte in die eigene europäische Lebenswelt zu verlegen. Da sah dann beispielsweise das himmlische Jerusalem aus wie eine flämische Handelsstadt. Die Landschaft war damals nur Kulisse zur Illustration des biblischen Geschehens für ein Publikum, das zum großen Teil noch analphabetisch war.

Wirklichkeit der Landschaft anstatt Romantisierung

Heutige Landschaftsbilder, und das belege diese Ausstellung in hervorragender Weise, sind mit einem großen Realismus gemalt worden. Hier bilde auch das wirkliche Leben der Menschen die Grundlage für die Malerei. Statt eines verträumten Tales mit dort lagernder Gesellschaft trete heute dem Betrachter ein Naherholungsgebiet in seiner Wirklichkeit entgegen. Statt der romantisierten Stadt irgendwo im 16. Jahrhundert werde dem Kunstfreund heute die Wirklichkeit der Draufsicht - zum Beispiel auf Berlin - gezeigt. Jeder Maler bringt sein Bewusstsein, seinen Stil, seine Religiosität - oder auch nicht - und sein Gefühl im Bild zum Ausdruck, aber die Grundlage sei die Realität.

Die BesucherInnen waren von den ausgestellten Werken sehr angetan. Wie die Bilder zeigen, hat auch die realistische Malweise ihre reizvollen Seiten. Im Gegensatz zur Art Cologne, bei der ich Herrn Eikelmann und seine Galerie kennen lernte, waren die Preise der Kunstwerke sehr moderat und auch für Kunstfreunde mit kleinerem Geldbeutel erschwinglich.

Öffnungszeiten Montag bis Freitag, 11 bis 19 Uhr,
Samstag von 11 bis 15 Uhr.

Edward Bekkermann
Edward Bekkermann

Eckart Hahn
Eckart Hahn

Goran Djurovic
Goran Djurovic

David Dalla Venezia
David Dalla Venezia

Dorothea Schüle
Dorothea Schüle
Fotos: Rita Grünewald




Online-Flyer Nr. 74  vom 12.12.2006



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