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Aktueller Online-Flyer vom 09. Juni 2026  

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Kultur und Wissen
Ludwig Galerie Schloss Oberhausen präsentiert
Valery Koshlyakov  -  'Golden Age'
Von Elmar Klevers

Das kleine und gut erreichbar gelegene Schloss Oberhausen ist ein Geheimtipp für Kunstfreunde, nicht nur aus dem Ruhrgebiet. Es beherbergt die Galerie Ludwig Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, 46049 Oberhausen, nahe der A 42, Ausfahrt Oberhausen-Mitte in Sichtweite des Gasometers.

Die Galerie veranstaltet seit Jahren Kunstausstellungen verschiedenster Art: Malerei – Photografie – Graphik – Skulpturen, mal modern und zeitgenössisch, mal historisch oder klassisch, es sind immer mit großer Sorgfalt und der Liebe zum Detail gestaltete Ausstellungen. Mittlerweile hat sich die Zahl der Besucher gesteigert, weil man weiß, dass es immer etwas Besonderes ist, wenn zur Vernissage eingeladen wird.

„Weit vom Kolosseum und Louvre geboren“

In Zusammenarbeit mit der Galerie Walter Bischoff, Stuttgart, die Valery Koslyakov weltweit vertritt, dem Kunstverein Oberhausen und der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen wurde die Ausstellung nach langen und zähen Verhandlungen möglich. Der Künstler selbst war beim Aufbau und beim strukturierten Aufhängen der Kunstwerke dabei. Zur Eröffnung konnte er nicht kommen, weil er in Paris zu Verhandlungen über den Verkauf eines Großgemäldes anwesend sein musste. Golden Age betrachtet der Künstler selbst als Impressions from the Culture. Er sagt dazu selbst: „Die moderne Kunst ist immer wiederholende Praktik (Tendenz) der Verneinung des Alten. Die ganze Kunst von allen Zeiten war immer einmal modern. Heute, wie auch immer, ist die Tendenz da, aber das Gebiet, auf dem der Maler tätig ist, scheint nicht das Gebiet von seinen Entdeckungen zu sein, es ist auch nicht sein eigener Beitrag von etwas Neuem zur Kunst. Ich würde sagen, das ist seine eigene Art und Weise, wie er mal das entgegennimmt, was schon früher zustande gekommen ist, unabhängig von den fortschrittlichen Ideen der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Das heißt, das ist der Blick, die Einschätzung eines Menschen, der weit vom Kolosseum und Louvre geboren ist und alles durch Bücher und Reproduktionen in schwarz-weiß in sich hat“.

Ausstellung Valery Koshlyakov
Foto: Rita Grünewald


Schwierigkeiten und Glück

Valery Koshlyakov wurde 1962 in Salsk in Russland geboren. Von 1979 bis 1985 studierte er an der Kunsthochschule in Rostov. Wegen seiner Gesinnung und Malweise galt er danach als Nonkonformist, bekam keine Ausstellungen und wurde nicht akzeptiert. In seiner Not führte er in einer öffentlichen Toilette in Rostov eine Ausstellung durch, die nur ein paar Stunden hing. Die Polizei räumte sie ab und vernichtete alle Kunstwerke. Er bekam auch keine Hilfsmittel, um malen zu können. Deshalb sind seine Werke, die bis zum Ende der Sowjetunion entstanden, auf auseinander geschnittenen und zu Großflächen auf Holzlattengerüste zusammengefügten und genagelten Wellkartons gestaltet. Besonders reizvolle Werke sind auch dadurch entstanden, dass die Figuren oder Gebäude nicht voll ausgemalt wurden und die Oberfläche der Wellpappe an verschiedenen Stellen abgelöst worden ist. Auf einer seiner Reisen durch die Sowjetunion entdeckte der Galerist Walter Bischoff Valery Koshlyakov und nahm ihn unter Vertrag. Nach dem Ende der UdSSR kam Valery in den Westen und lernte hier Maler seiner Generation kennen. Zeitweise schloss er sich, wie man in der Ausstellung sehen konnte, dem westlichen Malstil an. Seit einiger Zeit aber arbeitet er wieder in einem früheren Stil und auch mit den Kartons.

Ausstellung Valery Koshlyakov
Foto: Rita Grünewald


Erfolge blieben nicht aus

In seiner Heimat Russland ist Koshlyakov mittlerweile ein anerkannter Künstler und ein Aushängschild. Er lebt in Moskau und in Paris. Seine Werke hängen in Museen in der ganzen westlichen Welt und in fast allen russischen Museen. Er hat weltweit ausgestellt. Sein Hauptthema ist die klassische Römische Architektur, die nun oft mit zeitgemäßer Architektur verbunden wird. Er gilt als ein Vertreter der alten und der neuen Ideologie.

Im Internet ist die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen zu finden unter www.ludwiggalerie.de. Kontakt: PRludwiggalerie@oberhausen.de. Die Öffnungszeiten der Ludwig Galerie sind dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr.

Die Ausstellung Valery Koshlyakov „Golden Age“ ist noch bis zum 28. Januar 2007 geöffnet.

Als nächste Ausstellung ist angekündigt: „LIVING STONES“ – Die Natur als Künstlerin. Diese Ausstellung geht vom 10. Februar 2007 bis zum 20. Mai 2007. Die Besucherzeiten sind wie vorstehend angegeben.


Online-Flyer Nr. 76  vom 26.12.2006



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