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Krieg und Frieden
Kölner Mahnmarsch gegen drohenden US-Überfall
Iran-Krieg insgeheim begonnen?
Von Max Eigenbrod
Dabei sei völlig klar, was den Verbündeten der Vereinigten Staaten blühen könne, betonte Karsten Schmitz von „Kein Blut für Öl“: Nachdem die US-Regierung die schiitische Bevölkerung Iraks im Golfkrieg von 1991 zum Aufstand gegen Saddam Hussein ermuntert hatte, habe sie nichts unternommen, als Zehntausende Schiiten genau deswegen auf Geheiß des damaligen irakischen Diktators abgeschlachtet wurden. Den Kurden werde das gleiche Schicksal bevorstehen, wenn sie ihre „Schuldigkeit“ getan hätten. Die Bush-Regierung würde ihren türkischen Bündnispartner kaum bremsen, wenn dieser wieder die militärische „Lösung der Kurdenfrage“ aufnehmen werde. Im Pulverfass des Nahen Ostens könnte der von den USA vorbereitete Irankrieg schnell zur Explosion führen und auch weitere schwelende Konflikte anfachen.

Mahnmarsch ums Amerikahaus
Foto: Arbeiterfotografie
Francis Byrne vom Netzwerk Linker Opposition wies darauf hin, dass man sich von der vorgeblichen Verhandlungsbereitschaft der US-Regierung mit dem iranischen Regime nicht täuschen lassen dürfe und führte Enthüllungen der Journalisten John Pilger und Seymour Hersh an, denen zufolge der militärische Arm der „Bush-Administration“ hinter den Kulissen bereits alles bis hin zu einem Einsatz atomarer Waffen vorbereitet habe.
Atommacht Iran?
Am Donnerstag vor der Demonstration hatten sich die fünf ständigen Mitgliedsstaaten des UN-Sicherheitsrates sowie die Bundesregierung telefonisch auf eine neue Resolution gegen Teheran geeinigt, weil der Iran seine Arbeiten an der Urananreicherung nicht komplett eingestellt habe. Man wolle noch die Sitzung des Vorstands der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) abwarten, die momentan in Wien tagt. Sie könnte den Vorwand liefern, die heiße Phase des Krieges zu eröffnen.
Unstreitig allerdings sind die USA, die das iranische Regime am schärfsten für seine Urananreicherung angreifen, das einzige Land, das die Atombombe bereits in einem Krieg eingesetzt hat. Heute decken die USA die inoffiziellen und nach internationalem Recht illegalen Kernwaffenmächte Pakistan und Israel, betreiben mit Indien gemeinsame Atomprogramme und drohen ihren Gegnern mit der nuklearen Erstschlagsoption. Ganz offensichtlich bildet die iranische Urananreicherung nur einen Vorwand, nicht aber den wirklichen Grund für den bevorstehenden Angriff.

Karikatur: Kostas Koufogiorgos
www.koufogiorgos.de
Afghanistan - Irak - Iran: Ein und derselbe Krieg
„Afghanistan und Irak befinden sich bereits unter US-Herrschaft! Der Plan dafür existierte bereits, bevor Bush sein Präsidentenamt antrat“, erklärte Karsten Schmitz von Kein Blut für Öl. Die Bush-Regierung habe mit ihrem „Project for the New American Century“ die Marschrichtung festgelegt, die die USA trotz ihrer weltweit abnehmenden wirtschaftlichen Bedeutung als die global führende Macht absichern sollte.
Neben einer beispiellosen Aufrüstung, die die Dimensionen des Kalten Krieges längst gesprengt habe, verfolge man die Strategie, die internationalen Erdölvorkommen unter Kontrolle zu bekommen, um den Rest der Welt unter Druck setzen zu können. Der Iran wie der Irak gehörten zu den erdölreichsten Ländern der Welt, und Afghanistan biete den Zugang zu den Vorkommen im kaspischen Raum. „Wir stehen in den Anfängen eines Krieges um die Vorherrschaft in der Welt. Aufgehalten werden kann dieser Prozess nur noch, wenn wir unseren Herrschenden klarmachen, dass wir den Satz, nach dem die Staatsgewalt vom Volke ausgeht, sehr ernst nehmen und ihnen das Handwerk legen“, so einer der Redner auf der Kundgebung.
Auch in anderen Teilen der Welt finden Demonstrationen gegen die Kriegspolitik statt. Die Mahnmärsche in Köln werden fortgesetzt und bilden möglicherweise die zur Zeit noch bescheidenen Anfänge einer großen Antikriegsbewegung.
Nächster Mahnmarsch in Köln: Samstag, 10. März um 12 Uhr auf dem Rudolfplatz, www.kein-blut-fuer-oel.de
Online-Flyer Nr. 85 vom 07.03.2007
Kölner Mahnmarsch gegen drohenden US-Überfall
Iran-Krieg insgeheim begonnen?
Von Max Eigenbrod
Dabei sei völlig klar, was den Verbündeten der Vereinigten Staaten blühen könne, betonte Karsten Schmitz von „Kein Blut für Öl“: Nachdem die US-Regierung die schiitische Bevölkerung Iraks im Golfkrieg von 1991 zum Aufstand gegen Saddam Hussein ermuntert hatte, habe sie nichts unternommen, als Zehntausende Schiiten genau deswegen auf Geheiß des damaligen irakischen Diktators abgeschlachtet wurden. Den Kurden werde das gleiche Schicksal bevorstehen, wenn sie ihre „Schuldigkeit“ getan hätten. Die Bush-Regierung würde ihren türkischen Bündnispartner kaum bremsen, wenn dieser wieder die militärische „Lösung der Kurdenfrage“ aufnehmen werde. Im Pulverfass des Nahen Ostens könnte der von den USA vorbereitete Irankrieg schnell zur Explosion führen und auch weitere schwelende Konflikte anfachen.
Mahnmarsch ums Amerikahaus
Foto: Arbeiterfotografie
Francis Byrne vom Netzwerk Linker Opposition wies darauf hin, dass man sich von der vorgeblichen Verhandlungsbereitschaft der US-Regierung mit dem iranischen Regime nicht täuschen lassen dürfe und führte Enthüllungen der Journalisten John Pilger und Seymour Hersh an, denen zufolge der militärische Arm der „Bush-Administration“ hinter den Kulissen bereits alles bis hin zu einem Einsatz atomarer Waffen vorbereitet habe.
Atommacht Iran?
Am Donnerstag vor der Demonstration hatten sich die fünf ständigen Mitgliedsstaaten des UN-Sicherheitsrates sowie die Bundesregierung telefonisch auf eine neue Resolution gegen Teheran geeinigt, weil der Iran seine Arbeiten an der Urananreicherung nicht komplett eingestellt habe. Man wolle noch die Sitzung des Vorstands der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) abwarten, die momentan in Wien tagt. Sie könnte den Vorwand liefern, die heiße Phase des Krieges zu eröffnen.
Unstreitig allerdings sind die USA, die das iranische Regime am schärfsten für seine Urananreicherung angreifen, das einzige Land, das die Atombombe bereits in einem Krieg eingesetzt hat. Heute decken die USA die inoffiziellen und nach internationalem Recht illegalen Kernwaffenmächte Pakistan und Israel, betreiben mit Indien gemeinsame Atomprogramme und drohen ihren Gegnern mit der nuklearen Erstschlagsoption. Ganz offensichtlich bildet die iranische Urananreicherung nur einen Vorwand, nicht aber den wirklichen Grund für den bevorstehenden Angriff.

Karikatur: Kostas Koufogiorgos
www.koufogiorgos.de
Afghanistan - Irak - Iran: Ein und derselbe Krieg
„Afghanistan und Irak befinden sich bereits unter US-Herrschaft! Der Plan dafür existierte bereits, bevor Bush sein Präsidentenamt antrat“, erklärte Karsten Schmitz von Kein Blut für Öl. Die Bush-Regierung habe mit ihrem „Project for the New American Century“ die Marschrichtung festgelegt, die die USA trotz ihrer weltweit abnehmenden wirtschaftlichen Bedeutung als die global führende Macht absichern sollte.
Neben einer beispiellosen Aufrüstung, die die Dimensionen des Kalten Krieges längst gesprengt habe, verfolge man die Strategie, die internationalen Erdölvorkommen unter Kontrolle zu bekommen, um den Rest der Welt unter Druck setzen zu können. Der Iran wie der Irak gehörten zu den erdölreichsten Ländern der Welt, und Afghanistan biete den Zugang zu den Vorkommen im kaspischen Raum. „Wir stehen in den Anfängen eines Krieges um die Vorherrschaft in der Welt. Aufgehalten werden kann dieser Prozess nur noch, wenn wir unseren Herrschenden klarmachen, dass wir den Satz, nach dem die Staatsgewalt vom Volke ausgeht, sehr ernst nehmen und ihnen das Handwerk legen“, so einer der Redner auf der Kundgebung.
Auch in anderen Teilen der Welt finden Demonstrationen gegen die Kriegspolitik statt. Die Mahnmärsche in Köln werden fortgesetzt und bilden möglicherweise die zur Zeit noch bescheidenen Anfänge einer großen Antikriegsbewegung.
Nächster Mahnmarsch in Köln: Samstag, 10. März um 12 Uhr auf dem Rudolfplatz, www.kein-blut-fuer-oel.de
Online-Flyer Nr. 85 vom 07.03.2007














