NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung - Logo
SUCHE
Suchergebnis anzeigen!
RESSORTS
SERVICE
Unabhängige Nachrichten, Berichte & Meinungen
Aktueller Online-Flyer vom 09. Juni 2026  

Fenster schließen

Literatur
Wolfgang Bittners Fortsetzungsroman – Folge 4
Der Aufsteiger oder Ein Versuch zu Leben
Von Wolfgang Bittner

Der Protagonist Erich Wegner arbeitet nach Abschluss der Schule im Tiefbau, aber in ihm reift allmählich der Entschluss, seine Situation zu verändern. Er holt das Abitur nach, beginnt Jura zu studieren und absolviert erfolgreich eine akademische Laufbahn. Eine verheißungsvolle Zukunft scheint vor ihm zu liegen, doch seine Hoffnungen und Erwartungen erfüllen sich nicht; sie werden durchkreuzt von seinen Vorstellungen von einem humanen und selbstbestimmten Leben in einer sozialen Gesellschaft. Er überlegt, fortzugehen, neu anzufangen. Es bleibt die Frage, ob Wegner jemals eine echte Chance hatte.

der aufsteiger wolfgang bittner horlemann-verlag cover
                                                               
Außer bequem als Buch im Horlemann-Verlag können Sie exklusiv in der NRhZ die ü
berarbeitete Neuausgabe von Wolfgang Bittners 1978 erstmals erschienenen Roman „Der Aufsteiger oder Ein Versuch zu leben“ lesen – eine Rezension des Werks finden sie in der NRhZ 139: „Ein Roman über einen ‚Helden’ von unten, aus der Sicht von unten und deshalb wichtig für alle – und sogar mit nicht allzu viel Fantasie lässt sich auch der Roman auf heutige Verhältnisse übertragen.“, schreibt Rezensent und Buchhändler Uli Klinger über „Der Aufsteiger“.


   

2)
Zu Hause und bei einem, der Franz Kruse heißt

Ein Haus sah aus wie das andere. Bäume und Büsche gab es kaum, wenn, dann ganz kleine. Die Siedlung war erst knapp ein Jahr alt und lag am Stadtrand. In einigen der Vorgärten, deren Rasenflächen ineinander übergingen, standen Miniaturwindmühlen, kleine Rehe und Gartenzwerge mit Schubkarren, Meerschaumpfeifen oder Angeln. Dazwischen kamen die ersten Frühlingsblumen heraus, und manchmal war sogar eine japanische Kirsche voll von zartrosa Blüten zu sehen.

Die Wirtschaftsgärten hinter den Häusern waren mit Zäunen und Hecken voneinander abgetrennt. Hier wurden bereits die Frühjahrsbestellungen vorbereitet. Einige Siedler waren trotz des schlechten Wetters dabei umzugraben; andere fuhren Mist oder Kompost auf die Äcker. Hinter manchen der Häuser gab es Hühner- und Kaninchenställe. Die Hühner liefen zumeist frei herum und suchten sich saftige Regenwürmer.

Erich Wegner benutzte, wie immer, den Hintereingang, rief sein Guten Abend in Richtung Küche und zog sich in der Waschküche die schmutzigen Gummistiefel aus. Anschließend wusch er sich Hände und Gesicht.
„Der Franz Kruse war vorhin da!“, rief seine Mutter. „Du sollst nachher mal bei ihm vorbeikommen!“ Er kämmte sich. Dann ging er zu seiner Mutter in die Küche. Sie stand am Herd und hatte Griebenspeck ausgelassen, den sie gerade in den Schmalztopf abfüllte.

Sie sieht alt aus, dachte er auf einmal, alt und schlaff und dick.
Ihre Haare wurden vereinzelt schon grau. Sie hatte sie zu einem unordentlichen Knoten zusammengesteckt. In der schwarzen Kleidung, die sie immer noch trug, sah sie um wenigstens zehn Jahre älter aus, als sie in Wirklichkeit war. Aber es ging ihr in letzter Zeit wieder besser. Inzwischen hatte sie sich von dem Schock vor einem Jahr ein bisschen erholt.

Auf dem Küchentisch lagen die Lesemappen. Ein Artikel über Soraya und den Schah von Persien war aufgeschlagen.
„Hat Franz gesagt, was er will?“, fragte er und sah sich die Illustriertenfotos an.
„Hat er nicht. Der tut überhaupt immer so geheimnisvoll, jedes Mal, als ob es um ein Verbrechen ginge. Wenn man den etwas fragt, bekommt man nie eine richtige Antwort.“ Er lachte, weil er die Neugier seiner Mutter kannte und sich vorstellen konnte, dass sie Franz auf die Nerven ging.

„Lass dir bloß keine Flausen in den Kopf setzen“, fügte sie hinzu.
„Du weißt ja, was Papa immer gesagt hat.“ Er stellte sich dumm. Diese ewigen Bevormundungen konnte er nicht ausstehen. „Was hat er denn gesagt?“, brummte er verärgert, schon halb wieder draußen.
„Na, dass die Kruses Kommunisten sind“, rief sie ihm hinterher, „der Junge genau wie der Alte, der Apfel fällt nicht weit vom Gaul!“ Schon auf der Treppe, rief er zurück: „Na wenn schon! Kann mir doch egal sein!“ „Red doch nicht!“, hörte er sie sich unten ereifern. „Du weißt genau, was Papa darüber gedacht hat!“ Aber er hatte keine Lust, darauf zu antworten, und schloss die Zimmertür hinter sich.

Das Zimmer gehörte ihm und Tobias gemeinsam. Zum Glück war sein Bruder nicht da, sonst hätte er ihm wahrscheinlich gleich wieder bei den Schularbeiten helfen können. Außer zwei Schränken und zwei Betten mit Nachttischen befanden sich in dem Raum lediglich noch ein Tisch, zwei Stühle, mehrere Kartons und auf dem einen Nachttisch ein altes Radio. Das war alles.

Nachdem er sich umgezogen hatte, stellte er das Radio an und legte sich auf sein Bett. Freddy sang: „Seemann, lass das Träumen…“ Er fühlte sich müde und kaputt. Raus aus dieser ganzen Scheiße, dachte er, zur See fahren oder einfach nur weg. Warum war er überhaupt noch in diesem elenden Kaff? Was hielt ihn hier? Karin vielleicht. Aber die traf er nur ab und zu samstags in der „Erholung“ beim Tanzen. Wenn er wenigstens ein Auto hätte.

Sobald er achtzehn war, wollte er den Führerschein machen und sich einen Gebrauchtwagen kaufen, das nahm er sich fest vor.
Die Raten würde er schon zusammenkriegen, wenn das Darlehen erst einmal abgezahlt war. Er schloss die Augen und dachte an Karin, wie er sie beim letzen Mal geküsst hatte. Rudi Schurike sang: „Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt…“ Nach dem Tanzen waren sie rausgegangen, eigentlich um frische Luft zu schnappen. Aber vor der Tür war ein dauerndes Kommen und Gehen gewesen, da waren sie in die Dunkelheit hineingegangen, und als ihr kalt wurde, hatte er ihr seine Jacke umgehängt und den Arm um sie gelegt. Da hatte er gemerkt, wie sie sich ganz nah an ihn schmiegte und dass etwas zu machen war.

Und als sie sich dann küssten, war das ganz anders als sonst schon mit Mädchen. Diese Küsse waren durch den ganzen Körper gegangen, und er hatte sie gestreichelt und sie so fest er konnte an sich gepresst und an den Gartenzaun, an dem sie standen. Aber es war ziemlich windig und kalt, ganz kalte Hände hatte er gehabt, als er ihr die Bluse aufknöpfte, ihre Brüste liebkoste und herauszubekommen versuchte. Ein bisschen geschämt hatte er sich wegen seiner Ungeschicklichkeit und wegen der kalten Hände auf ihren warmen Brüsten, deren Spitzen sich hart anfühlten und nach Salz schmeckten, wie die Luft an der Küste, wo er einmal gewesen war.

Sie hatten sich gegen den Zaun gelehnt, und er hatte versucht, ihren Rock hochzuschieben, um bei ihr heranzukommen. Aber da hatte sie ihm die Hände festgehalten, und als er es mit sanfter Gewalt versuchte, war sie böse geworden, nicht richtig, aber doch ein bisschen. Da hatte er sie wieder geküsst und ihre Brüste liebkost, bis sie stöhnte. Und als er ihr zwischen die Beine fasste, war alles so haarig, so feucht, so faltig und weich. Aber sie hatte seine Hand weggezogen und wollte plötzlich wieder reingehen.

Hinterher hatten sie noch einmal getanzt, eng aneinandergeschmiegt wie nie vorher, dass es ihm beinahe dabei gekommen wäre. Dann war sie mit ihren Freundinnen nach Hause gefahren, und er hatte dagestanden und sich zum Schluss noch einen angesoffen.

Unten hatten sie das Fernsehen an. Man konnte es durchs ganze Haus hören. Er ging hinunter ins Wohnzimmer. Tobias und Helga sahen sich an, wie ein englischer Lord, der Amateurdetektiv war, einen russischen Spionagering auffliegen ließ. An den Türrahmen gelehnt, verfolgte er die Erschießung der Spione. Klar, die Tommys und die Amis waren immer die Guten, jedenfalls in ihren Filmen.

Als der Film zu Ende war, gab es Abendbrot. Tobias war zum Angeln gewesen und hatte zwei kleine Aale gefangen, die jetzt, nachdem sie gebraten waren, verkrümmt und verschrumpelt auf seinem Teller lagen. Helga ekelte sich davor. „Pfui Teufel“, schimpfte sie, „das sollen Fische sein? Die Viecher sehen aus wie Regenwürmer.“ „Wenn ich keinen Deckel darüber gelegt hätte, wären sie mir beim Braten aus der Pfanne gesprungen“, beklagte sich Frau Wegner.

„Schmeckt aber prima“, meinte Tobias kauend. Sein Gesichtsausdruck ließ allerdings auf das Gegenteil schließen.
Helga schmierte sich schnell eine Schnitte und ging wieder fernsehen. „Alte Ziege“, brummte Tobias mürrisch. „Immer muss sie einem den Spaß verderben.“ Als er mit den Aalen nicht fertig wurde, stand er auf und warf den Rest in den Abfalleimer.

„Mach nur so weiter“, schimpfte Frau Wegner. „Einfach das gute Fett zu vergeuden. Du wirst es noch einmal weit bringen.“ Tobias schmierte sich eine Wurstschnitte und erklärte, er müsse noch zu einem Schulkameraden gehen, um Hausaufgaben zu besprechen.
„Und nachher, vor dem Schlafengehen, kommt ihr wieder an und wollt etwas zu essen haben“, rief Frau Wegner ihm hinterher.

Doch er hörte schon nicht mehr. „Es ist ein Kreuz mit den beiden“, stöhnte sie. „Ich werde froh sein, wenn sie ihre Lehrstellen haben. Vielleicht werden sie dann etwas vernünftiger.“ Helga wollte gern Friseuse werden und Tobias sollte zur Sparkasse. In einem Jahr würde es soweit sein. Aber in beiden Branchen waren die Lehrstellen knapp.

„Du lässt ihnen zu viel durchgehen“, sagte er. „Wenn ich mir so überlege, was ihr mit mir alles angestellt habt.“ „Das kann man doch überhaupt nicht vergleichen“, entgegnete sie. „Das waren doch ganz andere Zeiten damals.“ Sie schien sich dessen aber nicht völlig sicher zu sein, sondern schämte sich wohl ein wenig. Er musste daran denken, wie oft ihn sein Vater wegen irgendwelcher Nichtigkeiten grün und blau geschlagen hatte.

Seine Mutter räumte den Tisch ab. Im Fernsehen sollte eine Show kommen, die sie nicht verpassen wollte, und sie setzte sich ins Wohnzimmer, wo der Fernseher immer noch lief.

Erich Wegner zog sich die Jacke an und ging hinüber zu Kruses.
Franz hatte ihn erwartet; er holte zwei Flaschen Bier aus dem Keller, und sie setzten sich in sein Zimmer. Franz machte im ersten Moment einen etwas behäbigen Eindruck, aber das täuschte.

Schon wenn man sich bei ihm umsah, merkte man, dass er ungeheuer aktiv sein musste. Überall lagen Stöße beschriebenen Papiers herum, Zeitungsausschnitte, aufgeschlagene Bücher, Pressefotos, Zeitschriften, Korrespondenz, Akten und Ordner. Zwei Wände seines Zimmers waren allein mit Regalen ausgefüllt, in denen sich Hunderte von Büchern stapelten, die er auch alle zu kennen schien. Manchmal, wenn man sich mit ihm unterhielt, griff er hinter sich, holte ein Buch hervor und zitierte daraus ein paar Sätze, die meistens den Nagel auf den Kopf trafen. „Es ist fast alles schon einmal da gewesen und fast alles schon einmal gedacht worden“, pflegte er oft zu behaupten, „man muss sich nur darüber informieren.“ Dabei war er erst vierundzwanzig und hatte nur die Volksschule besucht, und sein Vater war Buchhalter in einer Kohlenhandlung.

Aber man merkte es ihm an, dass er einige Jahre von Salstädt fort gewesen war und sich in der Welt umgesehen hatte.
„In letzter Zeit höre ich überhaupt nichts mehr von dir“, sagte Franz. „Ich glaube, deine Arbeit frisst dich langsam aber sicher auf, habe ich recht?“ Erich Wegner nahm einen tiefen Schluck aus der Bierflasche.

„Wenn du den ganzen Tag draußen malochen müsstest“, erwiderte er, „hättest du abends auch die Schnauze voll. Manchmal habe ich nicht einmal mehr Lust zum Fernsehen oder ins Kino zu gehen.“ Franz nickte. „Kann ich mir gut vorstellen. Aber sag mal, wolltest du dich nicht nach einem anderen Job umsehen?“ „Ja, schon“, erwiderte er. „Aber erst mal was finden.“ „Pass auf“, sagte Franz. „Ich habe da etwas läuten gehört, das muss aber unter uns bleiben: Bei der Kreisverwaltung ist gerade eine Stelle frei geworden, und zwar in der Sozialabteilung.“ „Aha“, sagte er und wusste nicht recht, was er auf diese Mitteilung antworten sollte.
„Na, wär das etwa nichts?“, fragte Franz.

Und als er immer noch zögerte, weil er sich bestenfalls vorstellen konnte, als Antragsteller zum Sozialamt zu gehen, aber nicht als Angestellter, wurde Franz regelrecht wütend. „Du kannst doch nicht ewig im Tiefbau bleiben!“, wetterte er. „Diese stumpfsinnige Arbeit da, bei deinem Kopf und mit Mittlerer Reife. Das ist doch einfach lächerlich!“ „Und du meinst, die würden mich nehmen, wenn ich mich da bewerbe?“ Franz zuckte mit den Schultern. „Das käme auf einen Versuch an. Im Übrigen war dein Alter doch auch beim Landkreis, das wär doch bei denen hier schon mal ein Vorteil.“ Und dann begann er davon zu sprechen, was in der Sozialabteilung beim Landkreis so gemacht wird, dass die Angestellten da ein ziemlich gutes Leben hätten und dass man sich keinen besseren Posten vorstellen könnte, zumal man gute Aufstiegschancen hätte und außerdem wirklich die Möglichkeit, hilfsbedürftigen Menschen unter die Arme zu greifen.


Erich Wegner musste daran denken, wie glücklich sein Vater damals nach Hause gekommen war, als er den Posten beim Landkreis bekommen hatte, wie seine Mutter damals vor Freude geheult hatte. Das musste so um 1955 herum gewesen sein. Da waren sie immer noch „Rucksackgesindel“ und hatten draußen vor der Stadt in einer der Flüchtlingsbaracken gewohnt. Etwa fünf Jahre war sein Vater arbeitslos gewesen oder hatte Notstandsarbeiten gemacht, das heißt Straßen ausgebessert, Wasserleitungsund Kanalisationsrohre verlegt. Trotz seiner Kriegsverletzung, für die er nicht einmal Rente bekam. Dann war er in der Maschinenfabrik untergekommen, als ungelernter Arbeiter. Da hatte er am deutschen Wiederaufbau mitarbeiten dürfen, für ‘n Appel und ‘n Ei Überstunden bis in die Nächte gemacht, bis er fast zusammengeklappt wäre. Und eines Tages hatte er endlich den Posten in der Verwaltung bekommen, wenn auch nur als Kraftfahrer und nur mit einem Beschäftigungsvertrag als Arbeiter und nicht im Angestelltenverhältnis, wie er es gerne wollte. So war das damals gewesen, das ging ihm alles durch den Kopf.

„Als Angestellter bei der Kreisverwaltung wär natürlich besser als im Tiefbau“, sagte er. „Da hätte man wenigstens ein Dach über dem Kopf und brauchte nicht andauernd damit zu rechnen, dass sie einen plötzlich auf die Straße setzen.“ „Das meine ich auch“, stimmte ihm Franz zu. „Bei Mönkeberg musst du auf jeden Fall weg, das ist doch ein Halsabschneider. Du kannst ja hinterher immer noch sehen, ob du auf die Dauer in der Verwaltung bleiben willst. Aber ein gutes Sprungbrett ist das auf alle Fälle.“ Und dann setzte er sich hinter seine Schreibmaschine, und sie formulierten gemeinsam die Bewerbung und einen Lebenslauf.

Das war typisch für Franz Kruse: Was er anfing, hatte Hand und Fuß. Der Lebenslauf war so überwältigend, dass Erich Wegner sich kaum wiedererkannte. Seine vorübergehende Mitarbeit an einer Schülerzeitung war eine „redaktionelle Tätigkeit“ und die Arbeit im Tiefbau lediglich eine „Zwischenstation“, um die Zeit nach Beendigung der Schule zu überbrücken.

Als er sich verabschiedete, drückte ihm Franz noch ein Buch in die Hand. „Das kannst du gelegentlich einmal lesen“, meinte er. „Hemingway: Wem die Stunde schlägt, ist ein Roman über den Spanischen Bürgerkrieg. Ich glaube, das wird dich interessieren.“ Wie immer ging Erich Wegner mit einem schlechten Gewissen vor so viel Freundlichkeit nach Hause. Franz war wirklich in Ordnung, da konnte seine Mutter sagen, was sie wollte. Das war ein dufter Kumpel. Schade, dass er soviel älter war.

Als er nach Hause kam, waren schon alle zu Bett gegangen.
Er suchte noch eine Kopie seines Schulabschlusszeugnisses heraus.
Es war eigentlich recht gut ausgefallen, fand er, überwiegend Zweien und Dreien. Trotz Herrn Kunze, einem alten Nazi, der ihn nicht leiden konnte. Und trotz Fräulein Giesecke, die ihn schikaniert hatte, weil er für sie ein „Barackenkind“ war und damit eigentlich zu den Asozialen gehörte.

Er setzte sich an den Küchentisch und machte die Bewerbung für den Landkreis so weit fertig, dass er sie gleich am nächsten Tag, noch vor der Arbeit, in den Briefkasten werfen konnte.

    Wolfgang Bittner liest aus „Der Aussteiger"
    bei der Finissage der Ausstellung
    „Träume geben Kraft zum Kämpfen"
    von Günter Zint
    am 25. April um 19:30 Uhr
    in der Galerie Arbeiterfotografie
    auf der Merheimer Straße 107
    in Köln-Nippes


© 2008 Horlemann
Alle Rechte vorbehalten
Überarbeitete Neuausgabe – Erstveröffentlichung 1978 Büchergilde Gutenberg, Satz und Umschlaggestaltung Verlag.
Bitte fordern Sie das Verlagsverzeichnis an, unter:
Horlemann Verlag, Postfach 1307, 53583 Bad Honnef,
Telefax 02224 5429, E-Mail: info (at) horlemann-verlag.de
www.horlemann.info


Wolfgang Bittner, geboren 1941 in Gleiwitz, lebt als Schriftsteller in Köln. Er studierte Jura, Soziologie und Philosophie und promovierte 1972 zum Dr. jur. Bis 1974 ging er verschiedenen Tätigkeiten nach, u. a. als Fürsorgeangestellter, Verwaltungsbeamter und Rechtsanwalt. Ausgedehnte Reisen führten ihn nach Vorderasien, Mexiko und Kanada. Er hat mehr als 50 Bücher für Erwachsene, Jugendliche und Kinder geschrieben, darunter die Romane „Niemannsland“, „Narrengold“, „Flucht nach Kanada“, der „Erzählband das andere Leben" sowie das Sachbuch „Beruf: Schriftsteller“. www.wolfgangbittner.de

Online-Flyer Nr. 143  vom 23.04.2008



Startseite           nach oben