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Wirtschaft und Umwelt
Die grüne Ecke - alle 14 Tage - Folge 23
Gehölze pflanzen im Herbst
Von Katja Kleinert
Frostperioden sind davon natürlich ausgenommen, aber da Köln auch im Winter ein relativ mildes Klima hat, kann man durchaus an milden Januar- oder Februartagen einen Baum pflanzen. Es ist trotzdem sinnvoller, die Pflanzarbeiten in den Herbst zu legen. Wenn das Laub schon gefallen ist, wachsen die Feinwurzeln trotzdem noch bis zum Frost weiter. So kann der Baum sich schon ein wenig im Boden verankern, ehe im Frühjahr die Blätter und Blüten austreiben.
Bei den Pflanzarbeiten sollten einige grundsätzliche Dinge beachtet werden.
Zum Thema "die richtige Pflanze am richtigen Platz" habe ich an dieser Stelle schon einiges geschrieben. Noch einmal kurz zusammengefaßt: Ist der Boden eher lehmig, eher sandig, humushaltig, feucht oder trocken? Ist der geplante Pflanzplatz eher schattig, halbschattig oder sonnig? Nach diesen Kriterien sollte man sich bei der Auswahl der Gehölze orientieren, und nicht von dem, was einem in Baumarkt oder Gartencenter über den Weg läuft. In einer Baumschule kann man sich im Zweifelsfall von Fachkräften beraten lassen.
Außerdem ist gerade bei der Pflanzung von großen Sträuchern oder Bäumen zu berücksichtigen, daß sie im Laufe der Jahre und Jahrzehnte nicht nur hoch, sondern auch breit werden können. Das heißt: man sollte genügend Abstand zu anderen Pflanzen, der Hauswand, oder dem Nachbargarten einhalten. Gerade der letzte Punkt kann sonst zum Auslöser jahrelanger unschöner Streitereien werden.
Wenn man dann Baum oder Strauch glücklich erworben und nach Hause transportiert hat, geht es ans Pflanzen. Die Pflanzgrube sollte 1,5 mal größer und tiefer sein als der Wurzelballen. Bei extrem wasserundurchlässigem Boden wie Ton oder Lehm, sollte die Pflanzgrube mindestens zweimal so tief wie der Ballen gegraben werden, und als unterste Schicht eine dicke Packung Kies oder Schotter eingebracht werden. Sonst stehen die Gehölze mit den Wurzeln in der Staunässe und können faulen.
Den Bodenaushub kann man - je nach Qualität des vorhandenen Bodens - mit etwas Sand und/oder Kompost vermischen. Das Gehölz wird in die Pflanzgrube gesetzt, so daß es weder höher noch tiefer als in der Baumschule zu stehen kommt. Größere Sträucher oder Bäume benötigen einen Pflanzpfahl, der mit eingegraben wird. Dann wird der Aushub wieder eingefüllt und gut angetreten. Mit der überschüssigen Erde formt man einen Gießrand um das Pflanzloch herum.
Ein starker Pflanzschnitt ist nur bei ballenlosen Pflanzen, z.B. Rosen, nötig. Bei Pflanzen, die mit Ballen oder im Topf verkauft werden, muß man nur beschädigte oder vertrocknete Zweige abschneiden. Dann wird gründlich gewässert. Immer, auch bei Regen! Hierbei geht es nicht in erster Linie um eine Wasserversorgung der Pflanze, sondern darum, daß die Erdpartikel dicht an die Feinwurzeln der Pflanze herangespült werden. Diesen Vorgang nennt man Einschlämmen. Zu guter Letzt bindet man das Gehölz an dem Pflanzpfahl fest. Dadurch wird verhindert, daß durch die Windbewegungen die frisch gebildeten Feinwurzeln ständig wieder abgerissen werden.
Bei einer Herbstpflanzung wird nicht gedüngt. Erst im Frühjahr gibt man ein bis zwei Handvoll eines organischen Dauerdüngers an die Wurzeln.
Online-Flyer Nr. 69 vom 07.11.2006
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Gehölze pflanzen im Herbst
Von Katja Kleinert
Frostperioden sind davon natürlich ausgenommen, aber da Köln auch im Winter ein relativ mildes Klima hat, kann man durchaus an milden Januar- oder Februartagen einen Baum pflanzen. Es ist trotzdem sinnvoller, die Pflanzarbeiten in den Herbst zu legen. Wenn das Laub schon gefallen ist, wachsen die Feinwurzeln trotzdem noch bis zum Frost weiter. So kann der Baum sich schon ein wenig im Boden verankern, ehe im Frühjahr die Blätter und Blüten austreiben.
Bei den Pflanzarbeiten sollten einige grundsätzliche Dinge beachtet werden.
Zum Thema "die richtige Pflanze am richtigen Platz" habe ich an dieser Stelle schon einiges geschrieben. Noch einmal kurz zusammengefaßt: Ist der Boden eher lehmig, eher sandig, humushaltig, feucht oder trocken? Ist der geplante Pflanzplatz eher schattig, halbschattig oder sonnig? Nach diesen Kriterien sollte man sich bei der Auswahl der Gehölze orientieren, und nicht von dem, was einem in Baumarkt oder Gartencenter über den Weg läuft. In einer Baumschule kann man sich im Zweifelsfall von Fachkräften beraten lassen.
Außerdem ist gerade bei der Pflanzung von großen Sträuchern oder Bäumen zu berücksichtigen, daß sie im Laufe der Jahre und Jahrzehnte nicht nur hoch, sondern auch breit werden können. Das heißt: man sollte genügend Abstand zu anderen Pflanzen, der Hauswand, oder dem Nachbargarten einhalten. Gerade der letzte Punkt kann sonst zum Auslöser jahrelanger unschöner Streitereien werden.
Wenn man dann Baum oder Strauch glücklich erworben und nach Hause transportiert hat, geht es ans Pflanzen. Die Pflanzgrube sollte 1,5 mal größer und tiefer sein als der Wurzelballen. Bei extrem wasserundurchlässigem Boden wie Ton oder Lehm, sollte die Pflanzgrube mindestens zweimal so tief wie der Ballen gegraben werden, und als unterste Schicht eine dicke Packung Kies oder Schotter eingebracht werden. Sonst stehen die Gehölze mit den Wurzeln in der Staunässe und können faulen.
Den Bodenaushub kann man - je nach Qualität des vorhandenen Bodens - mit etwas Sand und/oder Kompost vermischen. Das Gehölz wird in die Pflanzgrube gesetzt, so daß es weder höher noch tiefer als in der Baumschule zu stehen kommt. Größere Sträucher oder Bäume benötigen einen Pflanzpfahl, der mit eingegraben wird. Dann wird der Aushub wieder eingefüllt und gut angetreten. Mit der überschüssigen Erde formt man einen Gießrand um das Pflanzloch herum.
Ein starker Pflanzschnitt ist nur bei ballenlosen Pflanzen, z.B. Rosen, nötig. Bei Pflanzen, die mit Ballen oder im Topf verkauft werden, muß man nur beschädigte oder vertrocknete Zweige abschneiden. Dann wird gründlich gewässert. Immer, auch bei Regen! Hierbei geht es nicht in erster Linie um eine Wasserversorgung der Pflanze, sondern darum, daß die Erdpartikel dicht an die Feinwurzeln der Pflanze herangespült werden. Diesen Vorgang nennt man Einschlämmen. Zu guter Letzt bindet man das Gehölz an dem Pflanzpfahl fest. Dadurch wird verhindert, daß durch die Windbewegungen die frisch gebildeten Feinwurzeln ständig wieder abgerissen werden.
Bei einer Herbstpflanzung wird nicht gedüngt. Erst im Frühjahr gibt man ein bis zwei Handvoll eines organischen Dauerdüngers an die Wurzeln.
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