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Lokales
Zehn Jahre Kölner Verein für Griechisch-Türkische Freundschaft
"Gemeinsam stark in Europa"
Von Dimitrios Hrissanthou
Der Einladung folgten neben Cem Özdemir (Mitglied des Europäischen Parlaments und Ehrenmitglied des Vereins) zahlreiche Gäste der Veranstaltungen des Vereins der letzten zehn Jahren. Darunter waren Abgesandte der Konsulate von Griechenland und der Türkei, die Kölner Bundestagsabgeordnete Lale Akgün und der Geschäftsführer der Türkisch-Deutschen IHK, Suha Isik. Das Grußwort für die Stadt Köln sprach Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, die auch die Glückwünsche von OB Fritz Schramma übermittelte. Sie betonte in Ihrem Grußwort die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Arbeit des Vereins - dies, nicht nur im Hinblick auf die Beziehungen der beiden Länder und einen möglichen EU-Beitritt der Türkei, sondern auch in Hinblick auf die wachsende Problematik der Integration, die sich seit einiger Zeit in aller Munde befinde.

Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes beim Grußwort für die Stadt Köln
Foto: www.gtf.info
Unter dem Motto `Für Frieden und Freundschaft - Gemeinsam stark in Europa´ kamen Persönlichkeiten aus Bildung, Politik, Wirtschaft, Kunst und Gesellschaft zusammen, um bei einem bunten Abendprogramm die Verdienste des Vereins zu würdigen. Ein Höhepunkt war der Auftritt von Comedian Serhat Dogan, der die anwesenden Gäste ein ums andere Mal überraschte. Das `Rebetiko Trio´ der Gruppe Rebet aus Bochum hat das Programm mit Musik abgerundet, dessen Wurzeln bei den in Kleinasien beheimateten Griechen liegen.
Vor gut zehn Jahren hatten sich an der Kölner Universität junge Menschen zusammengefunden, um über die Probleme zwischen Griechenland und der Türkei zu diskutieren. Anlass war die Krise um die Felseninsel Imia - türkisch auch als Kardak bekannt - und die Spannungen, die mit diesem Konflikt ihren Höhepunkt fanden - Spannungen, die das Verhältnis zwischen den beiden Nationen schon seit Jahrhunderten belasten und zu mehreren Kriegen und Angriffen auf Minderheiten vom jeweiligen Nachbarland führten, die Traumata hinterließen und Misstrauen bildeten. Hinzu kamen der Zypernkonflikt, Machtansprüche in der Ägäis, der Status und die Rechte des Ökumenischen Patriarchates von Konstantinopel und das Minoritätenproblem, so dass die Aussichten auf ein Ende dieser Feindschaft in weite Ferne gerückt wurden.
Aus dieser Diskussion hat sich jedoch eine Dynamik entwickelt, die 1996 zur Gründung der Griechisch-Türkischen Freundschaft e.V. führte - eine Dynamik, die sich für Frieden und Freundschaft, für eine gemeinsame starke Zukunft beider Länder in der Europäischen Union einsetzt. Beflügelt wurde diese Dynamik Mitte des Jahres 1999. Bei mehreren Treffen der Außenminister der beiden Nachbarnationen versuchte man, erneut einen Dialog zwischen beiden Nationen aufzubauen. Es fanden mehrere Runden griechisch-türkischer Kooperationsgespräche statt, wobei hochrangige Diplomaten aus beiden Ländern über Möglichkeiten der Zusammenarbeit im bilateralen Handel, im Tourismus, bei der Verbrechensbekämpfung und auf kulturellem Gebiet berieten. Beide Nationen zogen durchweg positive Bilanzen der damaligen Kooperationsgespräche. Außerdem ist mittlerweile die diplomatische Unterstützung eines möglichen EU-Beitritts der Türkei ein Eckpfeil der griechischen Außenpolitik, die eine überparteiliche Unterstützung genießt.

Comedian Serhat Dogan: ` Noch lacht Ihr. Wartet bis wir in der EU sind!´
Foto: www.gtf.info
Der Kölner Verein hat durch zahlreiche und vielfältige Aktivitäten auf sich aufmerksam gemacht. So organisiert er regelmäßig Symposien, Podiumsdiskussionen, Literaturabende, Lesungen, Kunstausstellungen, Konzerte und Filmvorführungen. Die Vorsitzenden des Vereins unterstrichen die Wichtigkeit der völkerverständigenden Vereinsprojekte und betonten, dass man seit Bestehen des Vereins daran arbeite, die Beziehungen zwischen den Angehörigen der beiden Nationen zu verbessern und so auch zu einer Lösung der Probleme zwischen beidenNationen beizutragen. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Darstellung der jeweiligen Kultur sowie die Erkennung und Förderung der kulturellen Gemeinsamkeiten. Es bleibe zu hoffen, dass die Dynamik der "Griechisch-Türkische Freundschaft e.V." ihren Erfolg in einer Lösung der Konflikte zwischen beiden Nationen findet.
Kontakt: Griechisch-Türkische Freundschaft e.V., Stolzestr. 1 A 50674 Köln, Internet:www.gtf.info
E-Mail: info@gtf.info, Jubiläum: www.10jahre-gtf.de
Dimitrios Hrissanthou ist Vorsitzender des e.V., sein Stellvertreter ist Hakki Karacaoglan
Online-Flyer Nr. 74 vom 12.12.2006
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Zehn Jahre Kölner Verein für Griechisch-Türkische Freundschaft
"Gemeinsam stark in Europa"
Von Dimitrios Hrissanthou
Der Einladung folgten neben Cem Özdemir (Mitglied des Europäischen Parlaments und Ehrenmitglied des Vereins) zahlreiche Gäste der Veranstaltungen des Vereins der letzten zehn Jahren. Darunter waren Abgesandte der Konsulate von Griechenland und der Türkei, die Kölner Bundestagsabgeordnete Lale Akgün und der Geschäftsführer der Türkisch-Deutschen IHK, Suha Isik. Das Grußwort für die Stadt Köln sprach Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, die auch die Glückwünsche von OB Fritz Schramma übermittelte. Sie betonte in Ihrem Grußwort die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Arbeit des Vereins - dies, nicht nur im Hinblick auf die Beziehungen der beiden Länder und einen möglichen EU-Beitritt der Türkei, sondern auch in Hinblick auf die wachsende Problematik der Integration, die sich seit einiger Zeit in aller Munde befinde.

Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes beim Grußwort für die Stadt Köln
Foto: www.gtf.info
Unter dem Motto `Für Frieden und Freundschaft - Gemeinsam stark in Europa´ kamen Persönlichkeiten aus Bildung, Politik, Wirtschaft, Kunst und Gesellschaft zusammen, um bei einem bunten Abendprogramm die Verdienste des Vereins zu würdigen. Ein Höhepunkt war der Auftritt von Comedian Serhat Dogan, der die anwesenden Gäste ein ums andere Mal überraschte. Das `Rebetiko Trio´ der Gruppe Rebet aus Bochum hat das Programm mit Musik abgerundet, dessen Wurzeln bei den in Kleinasien beheimateten Griechen liegen.
Vor gut zehn Jahren hatten sich an der Kölner Universität junge Menschen zusammengefunden, um über die Probleme zwischen Griechenland und der Türkei zu diskutieren. Anlass war die Krise um die Felseninsel Imia - türkisch auch als Kardak bekannt - und die Spannungen, die mit diesem Konflikt ihren Höhepunkt fanden - Spannungen, die das Verhältnis zwischen den beiden Nationen schon seit Jahrhunderten belasten und zu mehreren Kriegen und Angriffen auf Minderheiten vom jeweiligen Nachbarland führten, die Traumata hinterließen und Misstrauen bildeten. Hinzu kamen der Zypernkonflikt, Machtansprüche in der Ägäis, der Status und die Rechte des Ökumenischen Patriarchates von Konstantinopel und das Minoritätenproblem, so dass die Aussichten auf ein Ende dieser Feindschaft in weite Ferne gerückt wurden.
Aus dieser Diskussion hat sich jedoch eine Dynamik entwickelt, die 1996 zur Gründung der Griechisch-Türkischen Freundschaft e.V. führte - eine Dynamik, die sich für Frieden und Freundschaft, für eine gemeinsame starke Zukunft beider Länder in der Europäischen Union einsetzt. Beflügelt wurde diese Dynamik Mitte des Jahres 1999. Bei mehreren Treffen der Außenminister der beiden Nachbarnationen versuchte man, erneut einen Dialog zwischen beiden Nationen aufzubauen. Es fanden mehrere Runden griechisch-türkischer Kooperationsgespräche statt, wobei hochrangige Diplomaten aus beiden Ländern über Möglichkeiten der Zusammenarbeit im bilateralen Handel, im Tourismus, bei der Verbrechensbekämpfung und auf kulturellem Gebiet berieten. Beide Nationen zogen durchweg positive Bilanzen der damaligen Kooperationsgespräche. Außerdem ist mittlerweile die diplomatische Unterstützung eines möglichen EU-Beitritts der Türkei ein Eckpfeil der griechischen Außenpolitik, die eine überparteiliche Unterstützung genießt.

Comedian Serhat Dogan: ` Noch lacht Ihr. Wartet bis wir in der EU sind!´
Foto: www.gtf.info
Der Kölner Verein hat durch zahlreiche und vielfältige Aktivitäten auf sich aufmerksam gemacht. So organisiert er regelmäßig Symposien, Podiumsdiskussionen, Literaturabende, Lesungen, Kunstausstellungen, Konzerte und Filmvorführungen. Die Vorsitzenden des Vereins unterstrichen die Wichtigkeit der völkerverständigenden Vereinsprojekte und betonten, dass man seit Bestehen des Vereins daran arbeite, die Beziehungen zwischen den Angehörigen der beiden Nationen zu verbessern und so auch zu einer Lösung der Probleme zwischen beidenNationen beizutragen. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Darstellung der jeweiligen Kultur sowie die Erkennung und Förderung der kulturellen Gemeinsamkeiten. Es bleibe zu hoffen, dass die Dynamik der "Griechisch-Türkische Freundschaft e.V." ihren Erfolg in einer Lösung der Konflikte zwischen beiden Nationen findet.
Kontakt: Griechisch-Türkische Freundschaft e.V., Stolzestr. 1 A 50674 Köln, Internet:www.gtf.info
E-Mail: info@gtf.info, Jubiläum: www.10jahre-gtf.de
Dimitrios Hrissanthou ist Vorsitzender des e.V., sein Stellvertreter ist Hakki Karacaoglan
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