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Wirtschaft und Umwelt
Die Grüne Ecke - alle 14 Tage - Folge 26
Nur keine Hemmungen - entsorgen Sie den Weihnachtsbaum!
Von Katja Kleinert

Fichten”spargel” in einer Hecke
Foto: Katja Kleinert
Weihnachtsbäume sind meist Rotfichten (Picea abies), Serbische Fichten (Picea omorika), Edeltanne (Abies nobilis) oder Nordmannstanne (Abies nordmanniana). All diese immergrünen Nadelbäume gleichen sich darin, daß sie rasch und hoch wachsen, alle verfügbaren Nährstoffe und alles Wasser an sich ziehen und nichts übrig lassen. Abfallende Nadeln verrotten nur sehr langsam, versauern den Boden und lassen sich nur schlecht kompostieren.
Von ihrem natürlichen Standort her sind Fichten und Tannen Bäume der mittleren und höheren Bergregionen. Auf den armen Bergböden können sie die spärlich vorhandenen Nährstoffe und Wasser mit ihren weitreichenden Wurzeln gut ausnutzen.
Da Fichten im Unterschied zu Tannen nahezu überall wachsen können, wurden sie in den letzten 120 Jahren quasi - industriell als Monokulturen angepflanzt. Aber dieser an das Überleben in Höhenlagen angepaßte Baum erweist sich im Flachland als ökologisch fatal. Durch die Versauerung der Waldböden und dank der dichten Beschattung der Kronen wird so jeder Unterwuchs unterdrückt, die örtliche Pflanzenwelt und dadurch auch die Tierwelt verarmen immer mehr.
Ein weiteres, fichtentypisches Problem sind die Wurzeln. Sie verlaufen flach, dicht unter der Erdoberfläche und machen den Baum anfällig für Windbruch. In den berüchtigten „Bretterplantagen“ hat dies in den letzten Jahrzehnten immer wieder zu kompletten Kahlschlägen geführt. Es reicht aber auch, wenn nur eine einzige Fichte im Garten bei Sturm aufs Hausdach fällt.

Riesige Nadelbäume in kleinen Gärten
Foto: Katja Kleinert
Mittlerweile hat bei den Waldbesitzern ein Umdenken begonnen. In den letzten Jahren werden mehr und mehr Waldparzellen als Mischwald wieder aufgeforstet.
Der durchschnittliche Gartenbesitzer ist da offenbar etwas langsamer von Begriff. Rasch wachsende immergrüne Bäume erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Zwar ist nicht jedes Nadelgehölz so windbruchgefährdet wie die Fichten, ansonsten führen sie im Garten zu denselben Problemen. Sie erschweren anderen Pflanzen ebenfalls das Wachstum durch Verschattung und Bodenversauerung, und spätestens nach zehn Jahren sind sie zu groß geworden.

Gut trocknen lassen und verheizen!
Foto: Marianne Tralau
Wer immergrüne Gehölze im Garten haben möchte, sollte auf klein bleibende Zuchtformen zurückgreifen. In den Baumschulen findet man eine große Auswahl. Und die sinnvollste Verwendung für den Weihnachtsbaum wäre: klein hacken, gut trocknen lassen und im Kamin oder am Lagerfeuer verheizen. Holzasche ist ein guter Kaliumdünger fürs Gemüsebeet.
Online-Flyer Nr. 77 vom 10.01.2007
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Die Grüne Ecke - alle 14 Tage - Folge 26
Nur keine Hemmungen - entsorgen Sie den Weihnachtsbaum!
Von Katja Kleinert

Fichten”spargel” in einer Hecke
Foto: Katja Kleinert
Weihnachtsbäume sind meist Rotfichten (Picea abies), Serbische Fichten (Picea omorika), Edeltanne (Abies nobilis) oder Nordmannstanne (Abies nordmanniana). All diese immergrünen Nadelbäume gleichen sich darin, daß sie rasch und hoch wachsen, alle verfügbaren Nährstoffe und alles Wasser an sich ziehen und nichts übrig lassen. Abfallende Nadeln verrotten nur sehr langsam, versauern den Boden und lassen sich nur schlecht kompostieren.
Von ihrem natürlichen Standort her sind Fichten und Tannen Bäume der mittleren und höheren Bergregionen. Auf den armen Bergböden können sie die spärlich vorhandenen Nährstoffe und Wasser mit ihren weitreichenden Wurzeln gut ausnutzen.
Da Fichten im Unterschied zu Tannen nahezu überall wachsen können, wurden sie in den letzten 120 Jahren quasi - industriell als Monokulturen angepflanzt. Aber dieser an das Überleben in Höhenlagen angepaßte Baum erweist sich im Flachland als ökologisch fatal. Durch die Versauerung der Waldböden und dank der dichten Beschattung der Kronen wird so jeder Unterwuchs unterdrückt, die örtliche Pflanzenwelt und dadurch auch die Tierwelt verarmen immer mehr.
Ein weiteres, fichtentypisches Problem sind die Wurzeln. Sie verlaufen flach, dicht unter der Erdoberfläche und machen den Baum anfällig für Windbruch. In den berüchtigten „Bretterplantagen“ hat dies in den letzten Jahrzehnten immer wieder zu kompletten Kahlschlägen geführt. Es reicht aber auch, wenn nur eine einzige Fichte im Garten bei Sturm aufs Hausdach fällt.

Riesige Nadelbäume in kleinen Gärten
Foto: Katja Kleinert
Mittlerweile hat bei den Waldbesitzern ein Umdenken begonnen. In den letzten Jahren werden mehr und mehr Waldparzellen als Mischwald wieder aufgeforstet.
Der durchschnittliche Gartenbesitzer ist da offenbar etwas langsamer von Begriff. Rasch wachsende immergrüne Bäume erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Zwar ist nicht jedes Nadelgehölz so windbruchgefährdet wie die Fichten, ansonsten führen sie im Garten zu denselben Problemen. Sie erschweren anderen Pflanzen ebenfalls das Wachstum durch Verschattung und Bodenversauerung, und spätestens nach zehn Jahren sind sie zu groß geworden.

Gut trocknen lassen und verheizen!
Foto: Marianne Tralau
Wer immergrüne Gehölze im Garten haben möchte, sollte auf klein bleibende Zuchtformen zurückgreifen. In den Baumschulen findet man eine große Auswahl. Und die sinnvollste Verwendung für den Weihnachtsbaum wäre: klein hacken, gut trocknen lassen und im Kamin oder am Lagerfeuer verheizen. Holzasche ist ein guter Kaliumdünger fürs Gemüsebeet.
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