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Arbeit und Soziales
Schokolade und Kakao von Kleinbauern aus Ecuador in Köln
„Dunkles Gold“
Von Peter Kleinert

Mendez in der Ecuador-Provinz Santiago – Sitz der APPOS-Kooperative
Dr. Alexander Gareiß lebte und arbeitete mit seiner Frau von 2004 bis 2006 als Entwicklungshelfer im ecuadorianischen Amazonasgebiet. Bei seiner Arbeit für verschiedene nationale und internationale Organisationen traf er auf die Kleinbauerngenossenschaft APPOS "Asociación de Pequeños Productores Orgánicos de Santiago", übersetzt: "Zusammenschluss organisch produzierender Kleinbauern in Santiago". Hier begann seine Bekanntschaft mit deren Kakao, dessen hervorragende Qualität ihn begeisterte. Gleichzeitig beeindruckten ihn die Anstrengungen der Genossenschaftsmitglieder, mit diesem Produkt ihre wirtschaftliche und soziale Situation zu verändern und die Natur zu schützen.

APPOS-Präsidentin Oliva Ortiz und Manuel Zavala - verantwortlich für die Produktion
„Durch Ihre Begeisterung für den Kakao war ich schnell infiziert“, berichtet Dr.Gareiß. „Gemeinsam entwickelten wir die ersten beiden Produkte (Kakaosplitter und Trinkschokolade), die zunächst von einer kleinen Kakaomühle im Andenhochland in Lohnarbeit hergestellt wurden. Schnell fanden wir auch Abnehmer in der Hauptstadt Quito, und auch in Deutschland regte sich Interesse, nachdem wir einige Proben verschicken konnten.“ Die Provinz Morona Santiago ist von einer im nationalen Vergleich hohen Armut geprägt. Trotzdem konnte APPOS mit Unterstützung des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) und mit Geldern der Schmitz-Hille-Stiftung mittlerweile eine eigene Produktionslinie aufbauen.

APPOS-Kakao-Bauern mit Alexander Gareiß
Fotos: Alexander Gareiß
Schwarze Genossenschaft mit organischer Landwirtschaft
Bald darauf stieß Dr.Gareiß im unzugänglichen Norden der Provinz Esmeralda auf die Kooperative APROCANE, wo sich noch zu Zeiten der Sklaverei eine fast ausschließlich schwarze Bevölkerung niedergelassen hatte, die es vorzog, selbst über ihr Leben zu bestimmen. Die Mitglieder des "Zusammenschluss der Produzenten organischem Kakaos im Norden Esmeraldas" bauten und verarbeiteten ihren Kakao wie APPOS nach den Grundsätzen der organischen Landwirtschaft. Dr.Gareiß: „Zweimal pro Woche macht je einmal der genossenschaftseigene LKW und das Motorkanu die Runde bei den Mitgliedern, um den Rohkakao vor Ort aufzukaufen. Für die beste Qualität wird der Rohkakao ausschließlich im Fruchtfleisch angekauft und von der Kooperative zentral fermentiert und getrocknet.“ Das Rohprodukt wird dann ins Andenhochland nach Ambato befördert, wo im Familienbetrieb Chocolate Doña Olguita die Verarbeitung stattfindet, der schon in der zweiten Generation die traditionelle ecuadorianische Trinkschokolade herstellt.
Aus einer Idee wird das Projekt Bouga CacaO
Beeindruckt von den Genossenschaftlern kam Dr.Gareiß auf eine Idee. Und als er schließlich auch noch im tief gelegenen Teil der "Hochlandprovinz" Cotopaxi, benannt nach dem aktiven schneebedeckten Vulkan am Fuß der Anden die Hacienda Bosque de Oro, "Goldener Wald", kennen lernte, wurde, wie er sagt, „aus der Idee schnell der konkrete Plan, Synergien zu nutzen und zusammen zu arbeiten“. Nach den ersten Kontakten zu deutschen Fach-Einzelhändlern fühlten Gareiß und seine Frau sich ermutigt, im Juni 2006 die Firma Bouga CacaO im rheinhessischen Hahnheim zu gründen, die inzwischen mit 100- und 77-prozentigen Schokoladen, mit Trink-Schokolade und Kakao-Splittern immer mehr qualitäts- und geschmacksbewusste Läden beliefert. Für den Juli 2007 bietet Bouga CacaO eine „Kakao-Erlebnis-Reise“ zu seinen Partnern in Ecuador an.

Schokoladenladen „Dunkles Gold“ in Köln
Foto: Thomas Bischoff
Für Thomas Bischoff und sein vor einem Jahr in der Brüsseler Straße 44 eröffnetes “Dunkles Gold“ kam die Gründung von Bouga CacaO gerade zum rechten Zeitpunkt: „Ich bin schon viel länger begeistert von den geschmacklichen Unterschieden verschiedener Kakaobohnen die das Einerlei in den Supermarktregalen Lügen strafen und dem Gaumen viel mehr Abwechselung bieten als nur durch die Verarbeitung hervorgerufene Nuancen. Zudem glaube ich an kleine Betriebe in Sachen Geschmack: Was mittlerweile jeder Konsument von Wein weiß, ist mit Kakao nicht anders. Zudem finde ich den ökonomischen Hintergrund von Bouga sehr lohnenswert und möchte durch meinen Verkauf gern das Projekt in Ecuador unterstützen.“
Mehr unter www.bouga-cacao.com und www.dunklesgold.de
Siehe auch Foto-Galerie „Kakao-Bauern in Ecuador“
Online-Flyer Nr. 80 vom 31.01.2007
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Arbeit und Soziales
Schokolade und Kakao von Kleinbauern aus Ecuador in Köln
„Dunkles Gold“
Von Peter Kleinert

Mendez in der Ecuador-Provinz Santiago – Sitz der APPOS-Kooperative
Dr. Alexander Gareiß lebte und arbeitete mit seiner Frau von 2004 bis 2006 als Entwicklungshelfer im ecuadorianischen Amazonasgebiet. Bei seiner Arbeit für verschiedene nationale und internationale Organisationen traf er auf die Kleinbauerngenossenschaft APPOS "Asociación de Pequeños Productores Orgánicos de Santiago", übersetzt: "Zusammenschluss organisch produzierender Kleinbauern in Santiago". Hier begann seine Bekanntschaft mit deren Kakao, dessen hervorragende Qualität ihn begeisterte. Gleichzeitig beeindruckten ihn die Anstrengungen der Genossenschaftsmitglieder, mit diesem Produkt ihre wirtschaftliche und soziale Situation zu verändern und die Natur zu schützen.

APPOS-Präsidentin Oliva Ortiz und Manuel Zavala - verantwortlich für die Produktion
„Durch Ihre Begeisterung für den Kakao war ich schnell infiziert“, berichtet Dr.Gareiß. „Gemeinsam entwickelten wir die ersten beiden Produkte (Kakaosplitter und Trinkschokolade), die zunächst von einer kleinen Kakaomühle im Andenhochland in Lohnarbeit hergestellt wurden. Schnell fanden wir auch Abnehmer in der Hauptstadt Quito, und auch in Deutschland regte sich Interesse, nachdem wir einige Proben verschicken konnten.“ Die Provinz Morona Santiago ist von einer im nationalen Vergleich hohen Armut geprägt. Trotzdem konnte APPOS mit Unterstützung des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) und mit Geldern der Schmitz-Hille-Stiftung mittlerweile eine eigene Produktionslinie aufbauen.

APPOS-Kakao-Bauern mit Alexander Gareiß
Fotos: Alexander Gareiß
Schwarze Genossenschaft mit organischer Landwirtschaft
Bald darauf stieß Dr.Gareiß im unzugänglichen Norden der Provinz Esmeralda auf die Kooperative APROCANE, wo sich noch zu Zeiten der Sklaverei eine fast ausschließlich schwarze Bevölkerung niedergelassen hatte, die es vorzog, selbst über ihr Leben zu bestimmen. Die Mitglieder des "Zusammenschluss der Produzenten organischem Kakaos im Norden Esmeraldas" bauten und verarbeiteten ihren Kakao wie APPOS nach den Grundsätzen der organischen Landwirtschaft. Dr.Gareiß: „Zweimal pro Woche macht je einmal der genossenschaftseigene LKW und das Motorkanu die Runde bei den Mitgliedern, um den Rohkakao vor Ort aufzukaufen. Für die beste Qualität wird der Rohkakao ausschließlich im Fruchtfleisch angekauft und von der Kooperative zentral fermentiert und getrocknet.“ Das Rohprodukt wird dann ins Andenhochland nach Ambato befördert, wo im Familienbetrieb Chocolate Doña Olguita die Verarbeitung stattfindet, der schon in der zweiten Generation die traditionelle ecuadorianische Trinkschokolade herstellt.
Aus einer Idee wird das Projekt Bouga CacaO
Beeindruckt von den Genossenschaftlern kam Dr.Gareiß auf eine Idee. Und als er schließlich auch noch im tief gelegenen Teil der "Hochlandprovinz" Cotopaxi, benannt nach dem aktiven schneebedeckten Vulkan am Fuß der Anden die Hacienda Bosque de Oro, "Goldener Wald", kennen lernte, wurde, wie er sagt, „aus der Idee schnell der konkrete Plan, Synergien zu nutzen und zusammen zu arbeiten“. Nach den ersten Kontakten zu deutschen Fach-Einzelhändlern fühlten Gareiß und seine Frau sich ermutigt, im Juni 2006 die Firma Bouga CacaO im rheinhessischen Hahnheim zu gründen, die inzwischen mit 100- und 77-prozentigen Schokoladen, mit Trink-Schokolade und Kakao-Splittern immer mehr qualitäts- und geschmacksbewusste Läden beliefert. Für den Juli 2007 bietet Bouga CacaO eine „Kakao-Erlebnis-Reise“ zu seinen Partnern in Ecuador an.

Schokoladenladen „Dunkles Gold“ in Köln
Foto: Thomas Bischoff
Für Thomas Bischoff und sein vor einem Jahr in der Brüsseler Straße 44 eröffnetes “Dunkles Gold“ kam die Gründung von Bouga CacaO gerade zum rechten Zeitpunkt: „Ich bin schon viel länger begeistert von den geschmacklichen Unterschieden verschiedener Kakaobohnen die das Einerlei in den Supermarktregalen Lügen strafen und dem Gaumen viel mehr Abwechselung bieten als nur durch die Verarbeitung hervorgerufene Nuancen. Zudem glaube ich an kleine Betriebe in Sachen Geschmack: Was mittlerweile jeder Konsument von Wein weiß, ist mit Kakao nicht anders. Zudem finde ich den ökonomischen Hintergrund von Bouga sehr lohnenswert und möchte durch meinen Verkauf gern das Projekt in Ecuador unterstützen.“
Mehr unter www.bouga-cacao.com und www.dunklesgold.de
Siehe auch Foto-Galerie „Kakao-Bauern in Ecuador“
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