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Wirtschaft und Umwelt
Eine Million Europäer unterschrieben gegen heimliches Gen-Food
Erfolgreiche Greenpeace-Aktion
Von Peter Kleinert
Kein Wunder: Gentechnik-Konzerne wie die Agrar-Multis Monsanto, BAYER, DuPontund Syngenta versuchen seit Jahren EU-Parlament und Öffentlichkeit von der Notwendigkeit ihrer Risikotechnologie zu überzeugen, indem sie behaupten, dadurch werde „der Hunger in der Welt“ verringert. „Doch die Gentechnik bekämpft nicht den Hunger der Welt, sondern ist Teil des Problems“, antwortet auf diese Kampagne Greenpeace.

Karikatur: Kostas Koufogiorgos
„Seehofer muss sich in Brüssel einsetzen“
"Verbraucher wollen kein Gen-Food", erklärte Greenpeace-Verbraucherexpertin Corinna Hoelzel nach der Unterschriftenübergabe in Berlin. "Minister Seehofer muss sich jetzt auf europäischer Ebene dafür einsetzen, dass die Lücke in der Kennzeichnungverordnung geschlossen wird."
Nach der EU-Kennzeichnungsverordnung vom April 2004 müssen nämlich lediglich Zutaten aus gentechnisch veränderten Pflanzen in Lebensmitteln gekennzeichnet werden. Gen-Pflanzen zur Produktion von Lebensmitteln werden hingegen ohne Kennzeichnungspflicht weiter eingesetzt, laut Greenpeace allein um die 20 Millionen Tonnen gentechnisch verändertes Soja, das als Tierfutter nach Europa importiert wird. Außerdem wird - mit Billigung des Landwirtschafts- und Umweltministers - weiter Gen-Mais auch in Deutschland als Tierfutter angebaut, das dann über „Müller-Milch“, „Landliebe-Yogurth“ und Fleisch in der nicht gekennzeichneten Nahrung der Verbraucher landet.

Greenpeace-Protestaktion gegen Gen-Mais
Foto: greenpeace
Partizipative Demokratie gestärkt
"Ohne Kennzeichnung gleicht im Supermarkt ein Ei dem anderen“, sagt Corinna Hoelzel. Auch wer sich gegen Gen-Food entschieden habe, werde so „gezwungen, den weltweiten Anbau von Gen-Pflanzen durch seinen Einkauf von ungekennzeichneten Milch- oder Fleischprodukten fördern".
Durch die jetzt in Brüssel übergegebenen eine Million Unterschriften will Greenpeace die "partizipative Demokratie" durch die Beteiligung der europäischen Bürger bei der Gesetzgebung in Brüssel stärken. Im Entwurf der EU-Verfassung vom Oktober 2004 heißt es dazu nämlich in Artikel 47: "Unionsbürgerinnen und Unionsbürger, deren Anzahl mindestens eine Million betragen (...) muss, können die Initiative ergreifen und die Kommission auffordern, im Rahmen ihrer Befugnisse geeignete Vorschläge zu Themen zu unterbreiten, zu denen es nach Ansicht jener Bürgerinnen und Bürger eines Rechtsakts der Union bedarf, um die Verfassung umzusetzen."
Mehr zum Thema auf www.greenpeace.de
Online-Flyer Nr. 81 vom 07.02.2007
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Wirtschaft und Umwelt
Eine Million Europäer unterschrieben gegen heimliches Gen-Food
Erfolgreiche Greenpeace-Aktion
Von Peter Kleinert
Kein Wunder: Gentechnik-Konzerne wie die Agrar-Multis Monsanto, BAYER, DuPontund Syngenta versuchen seit Jahren EU-Parlament und Öffentlichkeit von der Notwendigkeit ihrer Risikotechnologie zu überzeugen, indem sie behaupten, dadurch werde „der Hunger in der Welt“ verringert. „Doch die Gentechnik bekämpft nicht den Hunger der Welt, sondern ist Teil des Problems“, antwortet auf diese Kampagne Greenpeace.

Karikatur: Kostas Koufogiorgos
„Seehofer muss sich in Brüssel einsetzen“
"Verbraucher wollen kein Gen-Food", erklärte Greenpeace-Verbraucherexpertin Corinna Hoelzel nach der Unterschriftenübergabe in Berlin. "Minister Seehofer muss sich jetzt auf europäischer Ebene dafür einsetzen, dass die Lücke in der Kennzeichnungverordnung geschlossen wird."
Nach der EU-Kennzeichnungsverordnung vom April 2004 müssen nämlich lediglich Zutaten aus gentechnisch veränderten Pflanzen in Lebensmitteln gekennzeichnet werden. Gen-Pflanzen zur Produktion von Lebensmitteln werden hingegen ohne Kennzeichnungspflicht weiter eingesetzt, laut Greenpeace allein um die 20 Millionen Tonnen gentechnisch verändertes Soja, das als Tierfutter nach Europa importiert wird. Außerdem wird - mit Billigung des Landwirtschafts- und Umweltministers - weiter Gen-Mais auch in Deutschland als Tierfutter angebaut, das dann über „Müller-Milch“, „Landliebe-Yogurth“ und Fleisch in der nicht gekennzeichneten Nahrung der Verbraucher landet.

Greenpeace-Protestaktion gegen Gen-Mais
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Partizipative Demokratie gestärkt
"Ohne Kennzeichnung gleicht im Supermarkt ein Ei dem anderen“, sagt Corinna Hoelzel. Auch wer sich gegen Gen-Food entschieden habe, werde so „gezwungen, den weltweiten Anbau von Gen-Pflanzen durch seinen Einkauf von ungekennzeichneten Milch- oder Fleischprodukten fördern".
Durch die jetzt in Brüssel übergegebenen eine Million Unterschriften will Greenpeace die "partizipative Demokratie" durch die Beteiligung der europäischen Bürger bei der Gesetzgebung in Brüssel stärken. Im Entwurf der EU-Verfassung vom Oktober 2004 heißt es dazu nämlich in Artikel 47: "Unionsbürgerinnen und Unionsbürger, deren Anzahl mindestens eine Million betragen (...) muss, können die Initiative ergreifen und die Kommission auffordern, im Rahmen ihrer Befugnisse geeignete Vorschläge zu Themen zu unterbreiten, zu denen es nach Ansicht jener Bürgerinnen und Bürger eines Rechtsakts der Union bedarf, um die Verfassung umzusetzen."
Mehr zum Thema auf www.greenpeace.de
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