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Lokales
Kommentar zum Gratulationsreigen für A-N-D zum achtzigsten Geburtstag
Stadt- und Staatsspitze gratuliert
Von Jan Pablo Neruda

Golfdang Niewecken taucht ein
in den jemachten swimming-pool
und ist ja selbst schon fast ein Becken aus Beton.
Er ist doch zu gegeb'nem Anlass
aus dem Winterschlaf erwacht -
hatte sichs ja fein gemacht,
gekuschelt mit dem Zobert Rimmermann,
wird auch genannt Bod Bylan.
A-N-D, der alte Finanzier wird achtzig -
Mäzen für kölsche Popkultur,
zu füllen mal die Kölnarena dann und wann,
Äxpress sei Dank,
damit der Leerstand reduziert -
Alles gut durchdacht
und perfekt fabriziert!
Seit der guten alten Party,
diesem süssen Anekdötchen,
fast ein kölsches Krätzchen wert,
von Pantoffeln und Motorradstiefelchen,
ist der Golfdangs Schäl
doch dem Alfräds Tünnes singe Schelm -
Verdamp lang iset her
dat dä Jung sing unabhängisch
Ding noch hät jemaach -
jetz is hä korrumpiert -
un dat is äch en widderliche saach...
Kölsche Popspitz gratuliert
dem One-AND-only Zeitungsmänneke vun Kölle
zum jesetzten Jubiläum -
Nä -- is dat ens schön! -
wenn doch schon wieder Rosenmontach wär!
Dat wär 'ne dolle Waajen...
Dä Presse-Aasch mit Ohren
drück janz hätzlisch
dä Aasch mit silberlockisch Häär,
dä kütt ja nit mieh huh
un krät sing zäng och nit mieh ussenander...
Un? wat machen se?
Se machen 'MUH'!
Un alles brüllt un is verrück
un winkt mit kölschen Fähnchen...
Als junger Dichter aus Köln, dem Kwatier Latäng entstammend, aber auch als Analyst der kölschen Kulturszene, der tanzenden Puppen, der Strippen und der StrippenzieherInnen habe ich dem Coming out von Wolfgang Niedecken bezüglich seiner offensichtlich sehr innigen Beziehung zu seinem wahrscheinlich langjährigen Förderer und Sponsor diese Verse gewidmet.
Sozusagen als nachträgliche Spitze zur dem Paten der Pressevielfalt aus eigenem Hause gratulierenden Staatsspitze.
Neven-Dumonts herausgeberische Pressepolitik ist so in etwa vergleichbar mit der bismarck'schen Sozialpolitik, etwa der Einführung von Sozialversicherung und manchen ArbeitnehmerInnenrechten: Es wird etwas verlangt? Ich geb es raus! Alternativen werden ausgebootet. So der Versuch, die Stadt-Revue durch eine Discount-Monatsillustrierte zu verdrängen, was zu allem Ärger bis heute nicht gelungen ist.
Ich hätte es ehrlich gesagt niemals erwartet, das Wolfgang Niedecken sich in diese Riege von "um-den-Bart-schmeichlern" ganz oben rechts mit einreihen würde. (Kölner Stadt-Anzeiger vom 28.3. 07, Seite Drei)
Nun ists geschehen, und Köln ist um ein wunderbares Krätzchen reicher, das nun bald seiner Vertonung und Bühnenfassung entgegenstrebt:
"O Freude schöner Götterfunken....!"
Online-Flyer Nr. 89 vom 04.04.2007
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Kommentar zum Gratulationsreigen für A-N-D zum achtzigsten Geburtstag
Stadt- und Staatsspitze gratuliert
Von Jan Pablo Neruda

Golfdang Niewecken taucht ein
in den jemachten swimming-pool
und ist ja selbst schon fast ein Becken aus Beton.
Er ist doch zu gegeb'nem Anlass
aus dem Winterschlaf erwacht -
hatte sichs ja fein gemacht,
gekuschelt mit dem Zobert Rimmermann,
wird auch genannt Bod Bylan.
A-N-D, der alte Finanzier wird achtzig -
Mäzen für kölsche Popkultur,
zu füllen mal die Kölnarena dann und wann,
Äxpress sei Dank,
damit der Leerstand reduziert -
Alles gut durchdacht
und perfekt fabriziert!
Seit der guten alten Party,
diesem süssen Anekdötchen,
fast ein kölsches Krätzchen wert,
von Pantoffeln und Motorradstiefelchen,
ist der Golfdangs Schäl
doch dem Alfräds Tünnes singe Schelm -
Verdamp lang iset her
dat dä Jung sing unabhängisch
Ding noch hät jemaach -
jetz is hä korrumpiert -
un dat is äch en widderliche saach...
Kölsche Popspitz gratuliert
dem One-AND-only Zeitungsmänneke vun Kölle
zum jesetzten Jubiläum -
Nä -- is dat ens schön! -
wenn doch schon wieder Rosenmontach wär!
Dat wär 'ne dolle Waajen...
Dä Presse-Aasch mit Ohren
drück janz hätzlisch
dä Aasch mit silberlockisch Häär,
dä kütt ja nit mieh huh
un krät sing zäng och nit mieh ussenander...
Un? wat machen se?
Se machen 'MUH'!
Un alles brüllt un is verrück
un winkt mit kölschen Fähnchen...
Als junger Dichter aus Köln, dem Kwatier Latäng entstammend, aber auch als Analyst der kölschen Kulturszene, der tanzenden Puppen, der Strippen und der StrippenzieherInnen habe ich dem Coming out von Wolfgang Niedecken bezüglich seiner offensichtlich sehr innigen Beziehung zu seinem wahrscheinlich langjährigen Förderer und Sponsor diese Verse gewidmet.
Sozusagen als nachträgliche Spitze zur dem Paten der Pressevielfalt aus eigenem Hause gratulierenden Staatsspitze.
Neven-Dumonts herausgeberische Pressepolitik ist so in etwa vergleichbar mit der bismarck'schen Sozialpolitik, etwa der Einführung von Sozialversicherung und manchen ArbeitnehmerInnenrechten: Es wird etwas verlangt? Ich geb es raus! Alternativen werden ausgebootet. So der Versuch, die Stadt-Revue durch eine Discount-Monatsillustrierte zu verdrängen, was zu allem Ärger bis heute nicht gelungen ist.
Ich hätte es ehrlich gesagt niemals erwartet, das Wolfgang Niedecken sich in diese Riege von "um-den-Bart-schmeichlern" ganz oben rechts mit einreihen würde. (Kölner Stadt-Anzeiger vom 28.3. 07, Seite Drei)
Nun ists geschehen, und Köln ist um ein wunderbares Krätzchen reicher, das nun bald seiner Vertonung und Bühnenfassung entgegenstrebt:
"O Freude schöner Götterfunken....!"
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