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Inland
Die Karawane macht in Büren Station
„Für Bewegungsfreiheit und Bleiberecht"
Von Enrique Caballo
Seit einer Woche ist die Karawane nun quer durch Deutschland unterwegs. In den nächsten Tagen steuert sie verschiedene norddeutsche Großstädte und Berlin an, aber auch Orte, die auf keiner Landkarte verzeichnet sind: Flüchtlingslager und Abschiebegefängnisse. Meist liegen sie weit draußen auf dem Land und somit außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung. In vielfältigen Aktionen schaffte die Karawane Aufmerksamkeit für die Zusammenhänge zwischen Entscheidungen, die G8-Staaten nun in Heiligendamm treffen wollen, weltweiter Ausbeutung und den Fluchtgründen, die unzählige Menschen jedes Jahr bewegen, ihre Heimatländer zu verlassen.

Schild in Büren
Foto: Indymedia.org
Am Freitagnachmittag traf die Karawane mit ihrem Bus und knapp fünfzig Flüchtlingen, MigrantInnen und weiteren UnterstützerInnen vor dem Gefängnis in Büren ein. Und dort warteten schon rund 50 weitere AktivistInnen aus dem näheren Umkreis und aus Bielefeld auf sie. Mit Grußworten in fünfzehn Sprachen, die über Lautsprecher verlesen wurden, versuchten die TeilnehmerInnen die Menschen hinter den Gefängnismauern zu erreichen, ihnen Mut zuzusprechen und ihnen ihre Solidarität zukommen zu lassen. Die Gefangenen in Abschiebehaft antworteten mit lauten Rufen und durch Klatschen und Pfeifen.
Auf einem Dutzend Transparente verliehen die DemonstrantInnen ihrer Kritik an den bestehenden Verhältnissen Ausdruck. So war zu lesen: „Für Bewegungsfreiheit und Bleiberecht" oder "Freilassung der Gefangenen – Abschiebungen stoppen".
Büren: Sanktionen, Schikanen und Ohnmacht
Frank Gockel, einer der Unterstützer, beschrieb in einem Redebeitrag den von Sanktionen, Schikanen und Ohnmacht geprägten Haftalltag. Er stellte fest, dass eine derart unwürdige Behandlung und die unschuldige Inhaftierung Zehntausender eines Rechtstaates unwürdig sei und forderte die Abschaffung der Sondergesetze für Flüchtlinge und MigrantInnen.
Lautstark stimmten die Demonstranten in die Forderung nach Schließung aller Abschiebegefängnisse und Umsetzung des Grundrechts auf Bewegungsfreiheit für jeden Menschen ein. Und trotz der bedrückenden Gefängnisatmosphäre war die Stimmung bis zum Schluss ausgelassen und kämpferisch.
Online-Flyer Nr. 97 vom 30.05.2007
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Inland
Die Karawane macht in Büren Station
„Für Bewegungsfreiheit und Bleiberecht"
Von Enrique Caballo
Seit einer Woche ist die Karawane nun quer durch Deutschland unterwegs. In den nächsten Tagen steuert sie verschiedene norddeutsche Großstädte und Berlin an, aber auch Orte, die auf keiner Landkarte verzeichnet sind: Flüchtlingslager und Abschiebegefängnisse. Meist liegen sie weit draußen auf dem Land und somit außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung. In vielfältigen Aktionen schaffte die Karawane Aufmerksamkeit für die Zusammenhänge zwischen Entscheidungen, die G8-Staaten nun in Heiligendamm treffen wollen, weltweiter Ausbeutung und den Fluchtgründen, die unzählige Menschen jedes Jahr bewegen, ihre Heimatländer zu verlassen.

Schild in Büren
Foto: Indymedia.org
Am Freitagnachmittag traf die Karawane mit ihrem Bus und knapp fünfzig Flüchtlingen, MigrantInnen und weiteren UnterstützerInnen vor dem Gefängnis in Büren ein. Und dort warteten schon rund 50 weitere AktivistInnen aus dem näheren Umkreis und aus Bielefeld auf sie. Mit Grußworten in fünfzehn Sprachen, die über Lautsprecher verlesen wurden, versuchten die TeilnehmerInnen die Menschen hinter den Gefängnismauern zu erreichen, ihnen Mut zuzusprechen und ihnen ihre Solidarität zukommen zu lassen. Die Gefangenen in Abschiebehaft antworteten mit lauten Rufen und durch Klatschen und Pfeifen.
Auf einem Dutzend Transparente verliehen die DemonstrantInnen ihrer Kritik an den bestehenden Verhältnissen Ausdruck. So war zu lesen: „Für Bewegungsfreiheit und Bleiberecht" oder "Freilassung der Gefangenen – Abschiebungen stoppen".
Büren: Sanktionen, Schikanen und Ohnmacht
Frank Gockel, einer der Unterstützer, beschrieb in einem Redebeitrag den von Sanktionen, Schikanen und Ohnmacht geprägten Haftalltag. Er stellte fest, dass eine derart unwürdige Behandlung und die unschuldige Inhaftierung Zehntausender eines Rechtstaates unwürdig sei und forderte die Abschaffung der Sondergesetze für Flüchtlinge und MigrantInnen.
Lautstark stimmten die Demonstranten in die Forderung nach Schließung aller Abschiebegefängnisse und Umsetzung des Grundrechts auf Bewegungsfreiheit für jeden Menschen ein. Und trotz der bedrückenden Gefängnisatmosphäre war die Stimmung bis zum Schluss ausgelassen und kämpferisch.
Online-Flyer Nr. 97 vom 30.05.2007
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