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Globales
Solidaritätskomitee Rheinland/NRW für Widerstand in Oaxaca gegründet
Zwischen Rebellion und Utopie
Von Francis Byrne

Assemblea Popular de los Pueblos de Oaxcaca auf der Straße
Foto: APPO
Breite Solidarität mit streikenden Lehrern
Die in Oaxaca Streikenden forderten anfangs nur bessere Löhne für sich und Schulspeisungen für ihre Schüler. Doch der Angriff der brutal vorgehenden Polizei löste inzwischen einen breiten Aufstand aus. Die Massen besetzten Regierungsgebäude, Radiostationen und die Universität; sie vertrieben den verhassten Gouverneur Ulises Ruiz Ortiz und seine Regierungsbeamten. Monatelang nahmen die Menschen von Oaxaca ihr Leben in die eigenen Hände.
Das Besondere an den Ereignissen in Oaxaca ist, dass die Massen sich eine übergeordnete Körperschaft schufen, um einerseits ihren Kampf zu koordinieren. Andererseits setzt dieser Rat ihren Willen demokratisch und direkt um. Im Volks- und Arbeiterrat APPO – die Volksversammlung der Völker von Oaxaca – sind mehr als 350 Organisationen mit ihren Delegierten vertreten. Dieser Rat funktioniert basisdemokratisch, d.h. die Delegierten sind jederzeit abwählbar und dadurch der Kontrolle von unten ausgesetzt. Die Delegierten sind den Beschlüssen ihrer Basis verpflichtet.

Foto: Solikomitee
Widerstand breitet sich aus
Vorerst wurde der Aufstand blutig niedergeschlagen. Die Herrschenden schreckten nicht vor Mord, Folter, Vergewaltigungen und Verhaftungen zurück. Jedoch formiert sich die Bewegung um Forderungen wie der nach der Freiheit für die politischen Gefangenen neu. Die Bewegung hat sich ausgebreitet und marschiert wieder auf den Strassen.
Um die basisdemokratische Bewegung zu unterstützen hat sich Mitte Mai ein Solidaritätskomitee gegründet. Wir, 25 Leute aus Mönchengladbach, Köln, Bonn, Neuss, Düsseldorf und Düren, kamen zusammen, um Unterstützungsmaßnamen zu diskutieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus Gruppen wie dem Linken Forum Mönchengladbach, dem SSK Ehrenfeld, dem Netzwerk Linke Opposition und der Initiative Mexiko.
Besuch aus Oaxaca in Köln
Im Februar war Andres Aullet, einer der Rechtsanwälte der Gefangenen des Aufstandes in Köln zu Besuch. Er rief zur Gründung von Solidaritätsgruppen auf. Wichtig sei, die Leute in Oaxaca zu unterstützen, aber auch die Idee der basisdemokratischen Räte weiter zu verbreiten.

Foto: Solikomitee
Ziel der Initiative ist mit Soli-Aktionen öffentliches Bewußtsein zu wecken und so breitere Unterstützung zu schaffen. Mexikanische Komiteemitglieder stellen den direkten Kontakt nach Mexiko her. Es ist geplant, mit Infoabenden, Filmvorführungen, Diskussionen, Protestveranstaltungen und Kundgebungen auf die Situation in Mexiko aufmerksam zu machen. Wir fordern: Schluss mit der Unterdrückung der demokratischen Bewegung in Mexiko! Freiheit für die politischen Gefangenen! Freiheit für den Studenten David Reyes Venegas, der seit April im Gefängnis sitzt!
Faire Berichterstattung in den Medien!
Kontakt zum Solidaritätskomitee: Francis Byrne, Köln francis.byrne@netcologne.de
Online-Flyer Nr. 100 vom 20.06.2007
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Globales
Solidaritätskomitee Rheinland/NRW für Widerstand in Oaxaca gegründet
Zwischen Rebellion und Utopie
Von Francis Byrne

Assemblea Popular de los Pueblos de Oaxcaca auf der Straße
Foto: APPO
Breite Solidarität mit streikenden Lehrern
Die in Oaxaca Streikenden forderten anfangs nur bessere Löhne für sich und Schulspeisungen für ihre Schüler. Doch der Angriff der brutal vorgehenden Polizei löste inzwischen einen breiten Aufstand aus. Die Massen besetzten Regierungsgebäude, Radiostationen und die Universität; sie vertrieben den verhassten Gouverneur Ulises Ruiz Ortiz und seine Regierungsbeamten. Monatelang nahmen die Menschen von Oaxaca ihr Leben in die eigenen Hände.
Das Besondere an den Ereignissen in Oaxaca ist, dass die Massen sich eine übergeordnete Körperschaft schufen, um einerseits ihren Kampf zu koordinieren. Andererseits setzt dieser Rat ihren Willen demokratisch und direkt um. Im Volks- und Arbeiterrat APPO – die Volksversammlung der Völker von Oaxaca – sind mehr als 350 Organisationen mit ihren Delegierten vertreten. Dieser Rat funktioniert basisdemokratisch, d.h. die Delegierten sind jederzeit abwählbar und dadurch der Kontrolle von unten ausgesetzt. Die Delegierten sind den Beschlüssen ihrer Basis verpflichtet.

Foto: Solikomitee
Widerstand breitet sich aus
Vorerst wurde der Aufstand blutig niedergeschlagen. Die Herrschenden schreckten nicht vor Mord, Folter, Vergewaltigungen und Verhaftungen zurück. Jedoch formiert sich die Bewegung um Forderungen wie der nach der Freiheit für die politischen Gefangenen neu. Die Bewegung hat sich ausgebreitet und marschiert wieder auf den Strassen.
Um die basisdemokratische Bewegung zu unterstützen hat sich Mitte Mai ein Solidaritätskomitee gegründet. Wir, 25 Leute aus Mönchengladbach, Köln, Bonn, Neuss, Düsseldorf und Düren, kamen zusammen, um Unterstützungsmaßnamen zu diskutieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus Gruppen wie dem Linken Forum Mönchengladbach, dem SSK Ehrenfeld, dem Netzwerk Linke Opposition und der Initiative Mexiko.
Besuch aus Oaxaca in Köln
Im Februar war Andres Aullet, einer der Rechtsanwälte der Gefangenen des Aufstandes in Köln zu Besuch. Er rief zur Gründung von Solidaritätsgruppen auf. Wichtig sei, die Leute in Oaxaca zu unterstützen, aber auch die Idee der basisdemokratischen Räte weiter zu verbreiten.

Foto: Solikomitee
Ziel der Initiative ist mit Soli-Aktionen öffentliches Bewußtsein zu wecken und so breitere Unterstützung zu schaffen. Mexikanische Komiteemitglieder stellen den direkten Kontakt nach Mexiko her. Es ist geplant, mit Infoabenden, Filmvorführungen, Diskussionen, Protestveranstaltungen und Kundgebungen auf die Situation in Mexiko aufmerksam zu machen. Wir fordern: Schluss mit der Unterdrückung der demokratischen Bewegung in Mexiko! Freiheit für die politischen Gefangenen! Freiheit für den Studenten David Reyes Venegas, der seit April im Gefängnis sitzt!
Faire Berichterstattung in den Medien!
Kontakt zum Solidaritätskomitee: Francis Byrne, Köln francis.byrne@netcologne.de
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