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Kultur und Wissen
Filmvorführung im NS-Dokumentationszentrum über die Schlacht im Hürtgenwald
„You Enter Germany“
Von Christian Zech

Die sogenannte Höckerlinie bei Simmerath war Teil des Westwalls und als Panzerhindernis gedacht...
Weg von der „Landser-Heft-Romantik“
Im neuen Film der Konejung Stiftung: Kultur „You Enter Germany“ thematisieren Autor Achim Konejung, Produzent Jürgen Teves und Regisseur Aribert Weis die letzten Monate des Zweiten Weltkrieges im Hürtgenwald. Kämpfe, um die sich seit langem etliche Mythen und Legenden ranken. Vom „Verdun in der Eifel“ und der „längsten Schlacht auf deutschem Boden“ wird gesprochen. Weiterhin kursieren hartnäckig Gerüchte über die geringe Opferzahl der deutschen im Gegensatz zu den amerikanischen Soldaten – Schätzungen, die den Heldenmythos der Deutschen Wehrmacht forcieren sollen und von den Filmemachern deutlich widerlegt werden. Konejung spricht davon, die Kämpfe im Hürtgenwald von der „Landser-Heft-Romantik wegzubringen und stattdessen einer breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit zu bieten, sich mit dieser Thematik auseinander zu setzen“.
Daher geht es dem Filmteam gerade nicht darum, die militärisch und historisch durchaus wichtigen Ereignisse auf einer rein militärstrategischen Ebene anzugehen. Vielmehr stellt der Film Kampfhandlungen und Ereignisse anhand verschiedener Schwerpunkte dar. Dem Team ist es in der über dreijährigen Arbeit an dem Film gelungen, zahlreiche noch lebende Veteranen in Deutschland und den Vereinigten Staaten zu ihrer damaligen Situation zu interviewen.

Zeitzeuge Kurt Menzel: Kämpfte einen Tag im Hürtgenwald, heute ist er dankbar, dass er dabei seinen Arm verlor: „Ich konnte so keinen Menschen umbringen“ | Alle Fotos: © Konejung Stiftung: Kultur
Neben den eindrucksvollen Interviews wird der Film durch faszinierende Bilder der Kriegsschauplätze und der Umgebung des Hürtgenwaldes, der in der offiziellen US-Militärgeschichte als „schwarzgrüner Ozean aus Wald, in dem Hänsel und Gretel vom Weg abkamen“ beschrieben wird, ergänzt. Um die Hintergründe der Kämpfe näher zu erforschen, greift das Team zudem auf zeitgenössisches Filmmaterial zurück, das in unerwartet großem Umfang in den US National Archives und private Dokumentensammlungen vorhanden ist.
Zeitzeuge Hemingway
Auch literarische Elemente finden im Film Erwähnung. Beispielsweise wird Ernest Hemingway, der als Kriegsberichterstatter Augenzeuge der Schlacht in der Eifel wurde, zitiert. In seinem Buch „Über den Fluss und in die Wälder“ verarbeitet Hemingway seine Erlebnisse im Hürtgenwald: „In Hürtgen gefroren die Toten alle einfach, und es war so kalt, dass sie mit roten Gesichtern gefroren...“
In dieser Form gibt der Film in seiner Gesamtheit ein eindrückliches Zeugnis von der Sinnlosigkeit und der Brutalität dieses Krieges. Ein Krieg, dessen Spuren nach wie vor sichtbar sind. Immer noch arbeiten Bergungsfirmen in dem Gelände an der Räumung des Geländes vom Kriegsmaterial, und neben zahlreichen Panzersperren finden sich vereinzelt kleinere Bunker. Nach wie vor werden Jahr für Jahr Leichen gefallener Soldaten geborgen, die eine deutliche Mahnung vor der faschistischen und menschenverachtenden Ideologie des Nationalsozialismus darstellen.

Am Donnerstag, den 24. April 2008 um 19 Uhr stellt Achim Konejung, Vorstandsvorsitzender der gleichnamigen Stiftung, „You Enter Germany“ im NS-Dokumentationszentrum, im EL-DE-Haus am Appellhofplatz 23-25 in Köln der Öffentlichkeit vor.
Aus Platzgründen wird eine Reservierung unter der Nummer 0221 221 24340 empfohlen. Der Film kann mittlerweile auch über „Rheinische Edition“ bestellt und als DVD käuflich erworben werden. (CH)
Weitere Informationen unter www.konejung-stiftung.de
Online-Flyer Nr. 143 vom 23.04.2008
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Kultur und Wissen
Filmvorführung im NS-Dokumentationszentrum über die Schlacht im Hürtgenwald
„You Enter Germany“
Von Christian Zech

Die sogenannte Höckerlinie bei Simmerath war Teil des Westwalls und als Panzerhindernis gedacht...
Weg von der „Landser-Heft-Romantik“
Im neuen Film der Konejung Stiftung: Kultur „You Enter Germany“ thematisieren Autor Achim Konejung, Produzent Jürgen Teves und Regisseur Aribert Weis die letzten Monate des Zweiten Weltkrieges im Hürtgenwald. Kämpfe, um die sich seit langem etliche Mythen und Legenden ranken. Vom „Verdun in der Eifel“ und der „längsten Schlacht auf deutschem Boden“ wird gesprochen. Weiterhin kursieren hartnäckig Gerüchte über die geringe Opferzahl der deutschen im Gegensatz zu den amerikanischen Soldaten – Schätzungen, die den Heldenmythos der Deutschen Wehrmacht forcieren sollen und von den Filmemachern deutlich widerlegt werden. Konejung spricht davon, die Kämpfe im Hürtgenwald von der „Landser-Heft-Romantik wegzubringen und stattdessen einer breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit zu bieten, sich mit dieser Thematik auseinander zu setzen“.
Daher geht es dem Filmteam gerade nicht darum, die militärisch und historisch durchaus wichtigen Ereignisse auf einer rein militärstrategischen Ebene anzugehen. Vielmehr stellt der Film Kampfhandlungen und Ereignisse anhand verschiedener Schwerpunkte dar. Dem Team ist es in der über dreijährigen Arbeit an dem Film gelungen, zahlreiche noch lebende Veteranen in Deutschland und den Vereinigten Staaten zu ihrer damaligen Situation zu interviewen.

Zeitzeuge Kurt Menzel: Kämpfte einen Tag im Hürtgenwald, heute ist er dankbar, dass er dabei seinen Arm verlor: „Ich konnte so keinen Menschen umbringen“ | Alle Fotos: © Konejung Stiftung: Kultur
Neben den eindrucksvollen Interviews wird der Film durch faszinierende Bilder der Kriegsschauplätze und der Umgebung des Hürtgenwaldes, der in der offiziellen US-Militärgeschichte als „schwarzgrüner Ozean aus Wald, in dem Hänsel und Gretel vom Weg abkamen“ beschrieben wird, ergänzt. Um die Hintergründe der Kämpfe näher zu erforschen, greift das Team zudem auf zeitgenössisches Filmmaterial zurück, das in unerwartet großem Umfang in den US National Archives und private Dokumentensammlungen vorhanden ist.
Zeitzeuge Hemingway
Auch literarische Elemente finden im Film Erwähnung. Beispielsweise wird Ernest Hemingway, der als Kriegsberichterstatter Augenzeuge der Schlacht in der Eifel wurde, zitiert. In seinem Buch „Über den Fluss und in die Wälder“ verarbeitet Hemingway seine Erlebnisse im Hürtgenwald: „In Hürtgen gefroren die Toten alle einfach, und es war so kalt, dass sie mit roten Gesichtern gefroren...“
In dieser Form gibt der Film in seiner Gesamtheit ein eindrückliches Zeugnis von der Sinnlosigkeit und der Brutalität dieses Krieges. Ein Krieg, dessen Spuren nach wie vor sichtbar sind. Immer noch arbeiten Bergungsfirmen in dem Gelände an der Räumung des Geländes vom Kriegsmaterial, und neben zahlreichen Panzersperren finden sich vereinzelt kleinere Bunker. Nach wie vor werden Jahr für Jahr Leichen gefallener Soldaten geborgen, die eine deutliche Mahnung vor der faschistischen und menschenverachtenden Ideologie des Nationalsozialismus darstellen.

Aus Platzgründen wird eine Reservierung unter der Nummer 0221 221 24340 empfohlen. Der Film kann mittlerweile auch über „Rheinische Edition“ bestellt und als DVD käuflich erworben werden. (CH)
Weitere Informationen unter www.konejung-stiftung.de
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