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Wirtschaft und Umwelt
Die grüne Ecke - alle 14 Tage - Folge 3
Was heißt eigentlich "winterhart"?
von Katja Kleinert
In Pflanzenbüchern oder Pflanzenkatalogen taucht häufig der Begriff der Winterhärtezone auf. Für zahlreiche Pflanzen wird dort angegeben, bis zu welcher Winterhärtezone sie noch im Freien überleben können. Sie wird bestimmt durch die niedrigste jährliche Wintertemperatur, die als Durchschnitt aus mehreren Jahren ermittelt wurde. Für Laien können diese Kennziffern verwirrend sein, da die wenigsten wissen, in welcher Zone sie wohnen. Der Kölner Raum hat die Winterhärtezone 8a, d.h. die niedrigste jährliche Temperatur liegt in der Regel zwischen -9,5°C und -12,2°C.
Ganz grob kann man für Deutschland sagen, daß die durchschnittlichen Wintertemperaturen von West nach Ost niedriger werden. Während Westdeutschland vom milden Atlantikklima beeinflußt wird, hat Ostdeutschland eher Kontinentalklima, das heißt höhere durchschnittliche Sommer-, aber auch niedrigere Wintertemperaturen und ist insgesamt trockener.

Die relative Höhe über dem Meeresspiegel und die Nähe großer Wassermassen spielen natürlich auch eine Rolle. So haben wir in Köln dieselbe Winterhärtezone wie an der Nordseeküste und im südfranzösischen Lyon. Dies sagt allerdings nichts über die sommerlichen Höchsttemperaturen aus!
Hinzu kommt, daß Stadtregionen in der Regel einige Grade wärmer sind als die ländliche Umgebung. So lassen sich in der Innenstadt in windgeschützten Winkeln und in Südlagen oft noch Pflanzen ziehen, die für die jeweilige Klimazone eigentlich schon zu empfindlich sind.
Zusätzlicher Winterschutz erhöht die Überlebenschancen der Pflanzen. Abdecken der Wurzelregion mit Fichtenreisern oder einer dicken Laubschicht, weißer Stammanstrich bei Obstbäumen und das Einpacken empfindlicherer Gewächse in Schilfmatten kann gerade bei Kahlfrost, wenn es keine schützende Schneedecke gibt, sehr hilfreich sein.
So kann man im Kölner Raum Pflanzen wie Aukuben oder viele Kameliensorten das ganze Jahr im Freien kultivieren. Ausgesprochene Mittelmeerpflanzen wie Oleander, der immergrüne Mittelmeerschneeball oder der Ölbaum vertragen zwar auch leichte Minusgrade. Wer aber kein wirklich geschütztes Plätzchen in einem innerstädtischen Garten hat, sollte diese Pflanzen lieber im Kübel halten. Wer die Kübel dann im Winter auf eine Styroporplatte stellt, mit Noppenfolie umwickelt und für die Pflanze selbst Schilfmatten bereithält, kann sie, solange die Temperaturen nicht unter -10 Grad gehen, ruhig draußen stehen lassen.

Winterharte Zaubernuß
Foto: Katja Kleinert
Die meisten Mittelmeerpflanzen können mit leichten Frostschäden besser umgehen als mit einem monatelangen Aufenthalt im dunklen Winterquartier, wo ein Schädlingsbefall meist vorprogrammiert ist. Achtung: dies gilt nicht für Kübelpflanzen, die aus subtropischen oder gar tropischen Regionen stammen! Hierfür braucht man ein beheizbares Winterquartier.
An frostfreien Tagen sollte man das Wässern nicht vergessen! Viele immergrüne Pflanzen erfrieren im Winter nicht, wie ihre Besitzer glauben, sondern vertrocknen.
Mehr über naturnahe Gartengestaltung erfahren Sie unter www.picea-ex.de.
Online-Flyer Nr. 29 vom 31.01.2006
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Die grüne Ecke - alle 14 Tage - Folge 3
Was heißt eigentlich "winterhart"?
von Katja Kleinert
In Pflanzenbüchern oder Pflanzenkatalogen taucht häufig der Begriff der Winterhärtezone auf. Für zahlreiche Pflanzen wird dort angegeben, bis zu welcher Winterhärtezone sie noch im Freien überleben können. Sie wird bestimmt durch die niedrigste jährliche Wintertemperatur, die als Durchschnitt aus mehreren Jahren ermittelt wurde. Für Laien können diese Kennziffern verwirrend sein, da die wenigsten wissen, in welcher Zone sie wohnen. Der Kölner Raum hat die Winterhärtezone 8a, d.h. die niedrigste jährliche Temperatur liegt in der Regel zwischen -9,5°C und -12,2°C.
Ganz grob kann man für Deutschland sagen, daß die durchschnittlichen Wintertemperaturen von West nach Ost niedriger werden. Während Westdeutschland vom milden Atlantikklima beeinflußt wird, hat Ostdeutschland eher Kontinentalklima, das heißt höhere durchschnittliche Sommer-, aber auch niedrigere Wintertemperaturen und ist insgesamt trockener.

Die relative Höhe über dem Meeresspiegel und die Nähe großer Wassermassen spielen natürlich auch eine Rolle. So haben wir in Köln dieselbe Winterhärtezone wie an der Nordseeküste und im südfranzösischen Lyon. Dies sagt allerdings nichts über die sommerlichen Höchsttemperaturen aus!
Hinzu kommt, daß Stadtregionen in der Regel einige Grade wärmer sind als die ländliche Umgebung. So lassen sich in der Innenstadt in windgeschützten Winkeln und in Südlagen oft noch Pflanzen ziehen, die für die jeweilige Klimazone eigentlich schon zu empfindlich sind.
Zusätzlicher Winterschutz erhöht die Überlebenschancen der Pflanzen. Abdecken der Wurzelregion mit Fichtenreisern oder einer dicken Laubschicht, weißer Stammanstrich bei Obstbäumen und das Einpacken empfindlicherer Gewächse in Schilfmatten kann gerade bei Kahlfrost, wenn es keine schützende Schneedecke gibt, sehr hilfreich sein.
So kann man im Kölner Raum Pflanzen wie Aukuben oder viele Kameliensorten das ganze Jahr im Freien kultivieren. Ausgesprochene Mittelmeerpflanzen wie Oleander, der immergrüne Mittelmeerschneeball oder der Ölbaum vertragen zwar auch leichte Minusgrade. Wer aber kein wirklich geschütztes Plätzchen in einem innerstädtischen Garten hat, sollte diese Pflanzen lieber im Kübel halten. Wer die Kübel dann im Winter auf eine Styroporplatte stellt, mit Noppenfolie umwickelt und für die Pflanze selbst Schilfmatten bereithält, kann sie, solange die Temperaturen nicht unter -10 Grad gehen, ruhig draußen stehen lassen.

Winterharte Zaubernuß
Foto: Katja Kleinert
Die meisten Mittelmeerpflanzen können mit leichten Frostschäden besser umgehen als mit einem monatelangen Aufenthalt im dunklen Winterquartier, wo ein Schädlingsbefall meist vorprogrammiert ist. Achtung: dies gilt nicht für Kübelpflanzen, die aus subtropischen oder gar tropischen Regionen stammen! Hierfür braucht man ein beheizbares Winterquartier.
An frostfreien Tagen sollte man das Wässern nicht vergessen! Viele immergrüne Pflanzen erfrieren im Winter nicht, wie ihre Besitzer glauben, sondern vertrocknen.
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