SUCHE
Unabhängige Nachrichten, Berichte & Meinungen
Arbeit und Soziales
Wer fällt, ist selbst schuld
Kanzler Merz und der Sozialstaat
Von Christopher Doemges
Friedrich Merz (CDU) als Bundeskanzler ist kein Unfall der Geschichte, sondern ihre logische Eskalation. Er steht nicht für Reform, sondern für Rückbau, nicht für Verantwortung, sondern für die alte Erzählung vom Markt als Moral. Der Sozialstaat, so hört man, sei zu teuer, zu träge, zu verwöhnt. Was damit gemeint ist: zu menschlich.
In dieser Kanzlerschaft ist Armut wieder zur individuellen Charakterschwäche erklärt. Wer fällt, ist selbst schuld. Wer nicht mithält, hat falsch gewählt – nicht an der Urne, sondern im Leben. Merz’ Politik spricht die Sprache der Bilanzen und nennt sie Vernunft. Sie kürzt Sicherheit und nennt es Effizienz. Sie baut Solidarität ab und nennt es Freiheit.
Der Abbau des Sozialstaats ist kein technischer Vorgang, er ist ein moralischer Akt. Er entscheidet, wer zählt. Unter Merz’ Regie wird der Staat schlanker, aber kälter. Die Pflege rechnet, die Rente zittert, das Bürgergeld schrumpft. Gleichzeitig erklärt man den Reichen, dass Leistung sich lohnen müsse – und den Armen, dass Sparsamkeit eine Tugend sei.
Was hier als Sachzwang verkauft wird, ist Ideologie. Eine Ideologie, die den Menschen auf seine Verwertbarkeit reduziert. Der Sozialstaat war nie ein Gnadenakt, sondern eine Lehre aus der Geschichte: dass Gesellschaft zerfällt, wenn man sie dem Markt überlässt. Merz’ Projekt ignoriert diese Lehre und nennt das Fortschritt.
So entsteht ein Land der sauberen Fassaden und bröckelnden Fundamente. Ein Land, in dem der Kanzler von Verantwortung spricht, während er sie nach unten delegiert. Und in dem man erst merkt, was fehlt, wenn es nicht mehr da ist: die stille Gewissheit, dass niemand ganz fallen gelassen wird.
Der echte Sozialismus braucht keine herrschende Klasse, die sich auf Kosten 'der da unten' bereichert. Hier wird vom Volk für das Volk Politik gemacht. Hier wird sich von der Menschheit zum Wohl der Menschheit weiterentwickelt – und das international; ohne Grenzen und bürokratische Hürden…
Online-Flyer Nr. 857 vom 23.01.2026
Wer fällt, ist selbst schuld
Kanzler Merz und der Sozialstaat
Von Christopher Doemges
Friedrich Merz (CDU) als Bundeskanzler ist kein Unfall der Geschichte, sondern ihre logische Eskalation. Er steht nicht für Reform, sondern für Rückbau, nicht für Verantwortung, sondern für die alte Erzählung vom Markt als Moral. Der Sozialstaat, so hört man, sei zu teuer, zu träge, zu verwöhnt. Was damit gemeint ist: zu menschlich.In dieser Kanzlerschaft ist Armut wieder zur individuellen Charakterschwäche erklärt. Wer fällt, ist selbst schuld. Wer nicht mithält, hat falsch gewählt – nicht an der Urne, sondern im Leben. Merz’ Politik spricht die Sprache der Bilanzen und nennt sie Vernunft. Sie kürzt Sicherheit und nennt es Effizienz. Sie baut Solidarität ab und nennt es Freiheit.
Der Abbau des Sozialstaats ist kein technischer Vorgang, er ist ein moralischer Akt. Er entscheidet, wer zählt. Unter Merz’ Regie wird der Staat schlanker, aber kälter. Die Pflege rechnet, die Rente zittert, das Bürgergeld schrumpft. Gleichzeitig erklärt man den Reichen, dass Leistung sich lohnen müsse – und den Armen, dass Sparsamkeit eine Tugend sei.
Was hier als Sachzwang verkauft wird, ist Ideologie. Eine Ideologie, die den Menschen auf seine Verwertbarkeit reduziert. Der Sozialstaat war nie ein Gnadenakt, sondern eine Lehre aus der Geschichte: dass Gesellschaft zerfällt, wenn man sie dem Markt überlässt. Merz’ Projekt ignoriert diese Lehre und nennt das Fortschritt.
So entsteht ein Land der sauberen Fassaden und bröckelnden Fundamente. Ein Land, in dem der Kanzler von Verantwortung spricht, während er sie nach unten delegiert. Und in dem man erst merkt, was fehlt, wenn es nicht mehr da ist: die stille Gewissheit, dass niemand ganz fallen gelassen wird.
Der echte Sozialismus braucht keine herrschende Klasse, die sich auf Kosten 'der da unten' bereichert. Hier wird vom Volk für das Volk Politik gemacht. Hier wird sich von der Menschheit zum Wohl der Menschheit weiterentwickelt – und das international; ohne Grenzen und bürokratische Hürden…
Online-Flyer Nr. 857 vom 23.01.2026














