Köln (NRhZ 865, 08.07.2026) – Nächste Ausgabe am 29. Juli 2026Liebe NRhZ-LeserInnen, die NRhZ-Ausgabe 865 ist da. Einige Artikel kommen noch hinzu. Seit dem 15. Februar 2025 läuft die Kampagne "Für ein neutrales Deutschland" mit der Möglichkeit zum Unterzeichnen (über deutschlandNEUTRAL.de). Mehr als 7000 Menschen haben das bereits wahrgenommen. 154 Erstunterzeichner und 66 Organisationen bzw. Initiativen unterstützen die Kampagne. Wir wünschen anregende Lektüre und Motivation zu eigenem Handeln. Wer den NRhZ-Newsletter zugeschickt haben möchte, richte bitte eine eMail mit dem Betreff "NRhZ-Newsletter" an arbeiterfotografie(at)t-online.de mehr...
Aktuelles vom 08.07.2026
Zur Aussage "Wir entwickeln die Bundeswehr zur konventionell stärksten Armee Europas."
Herr Pistorius, rudern Sie zurück, ehe es zu spät ist!
Von Helene und Ansgar Klein
Herr Pistorius, Ihr Anspruch: "Wir entwickeln die Bundeswehr zur konventionell stärksten Armee Europas." ist an Geschichtsvergessenheit kaum zu überbieten! Wir erinnern an Ihren Parteigenossen Helmut Schmidt, der in der tagelangen Bundestagsdebatte vom 20. bis 25. März 1958 über das Vorhaben Adenauers, die Bundeswehr im Rahmen der NATO atomar zu bewaffnen, u.a. gesagt hat: "Meine Damen und Herren, wir sind überzeugt, dass jede Regierung auf dieser Erde, auch die der UDSSR, das Risiko eines Krieges sehr ernst abwägen würde, aber könnte es nicht sein, dass manche Ihrer heutigen Reden tatsächlich in anderen Hauptstädten der Erde die sorgenvolle Frage auslösen müssen, wie lange man dem noch zusehen kann, was sich bei uns hier entwickelt. Weil diese Sorgen so real sind, deshalb müssen wir danach streben, die Kräfte der Großmächte geografisch voneinander zu trennen. Deshalb dürfen wir Deutschen niemals in der Welt den Eindruck machen, als erstrebten wir selbst eine militärische Großmacht zu werden." mehr...
Aktuelles vom 08.07.2026
Grundsatzprogramm der BSW-Jugendorganisation JSW am 14. Juni 2026 verabschiedet
Für Souveränität, Neutralität, US-Truppen-Abzug und NATO-Austritt
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann
Vom 13. bis 14. Juni 2026 hat nach dem Gründungskongress 2025 in Bochum der zweite Bundeskongress in Magdeburg stattgefunden. Neben Wahlen (Viktor Kosan, der beim Gründungskongress den Antrag auf Neutralität und NATO-Austritt eingebracht hatte, ist stellvertretender Bundesvorsitzender geworden) stand ein Grundsatzprogramm im Mittelpunkt. Aus dem Umstand, dass dieses in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird, kann geschlossen werden, dass die herrschenden Kräfte kein Interesse an seiner Verbreitung haben. Die Inhalte sind aus Sicht der Machthaber als "hochgefährlich" einzuschätzen. Denn das Programm enthält Forderungen nach Souveränität und Neutralität Deutschlands, Abzug aller US-Truppen aus Deutschland und Austritt Deutschlands aus der NATO. Von derartigen Forderungen ist selbst die Mutterpartei noch weit entfernt. Ein BSW mit den Forderungen des JSW wäre für die transatlantischen, in NATO, EU und derzeitiger Bundesregierung verankerten Kräfte des global organisierten Kapitals der blanke Horror. mehr...
Aktuelles vom 03.07.2026
Kein Freispruch für Kunstschaffenden
Bremer Landgericht gegen das Grundgesetz
Von NRhZ und Rudolph Bauer
Das Grundgesetz erklärt in Artikel 5 Absatz 3: „Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei.“ Einschränkend heißt es dort: „ Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.“ Das heißt, die Lehre ist zur Verfassungstreue verpflichtet. Nicht aber die Kunst! Für die Kunst- und Wissenschaftsfreiheit gilt auch nicht, dass sie „ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze (finden)“. Diese Einschränkung, wie sie in Artikel 5 Absatz 2 GG festgelegt ist, gilt zwar für die Meinungsfreiheit, grundsätzlich nicht aber für die Kunstfreiheit. mehr...
Aktuelles vom 02.07.2026
Appell an den Rat der Stadt – Stellungnahme zur Corona-Aufarbeitung in Köln
Corona: Was hätte bekannt sein müssen und was heute zu tun ist
Von Stadtverband Köln der Partei dieBasis
Sehr geehrte Damen und Herren Ratsmitglieder, die Aufarbeitung der Corona-Politik ist keine vergangenheitsbezogene Debatte, sondern eine dringende Aufgabe für Gegenwart und Zukunft. Die Kölner Corona-Protokolle des städtischen Krisenstabs (über 12.000 Seiten aus 203 Sitzungen), die RKI-Files, EMA-Daten und weitere Quellen zeigen: Viele Maßnahmen waren nicht evidenzbasiert, sondern von Panik, politischem Druck und fehlender kritischer Prüfung geprägt. Die Stadt Köln als eine der größten Kommunen Deutschlands trägt Verantwortung, dies transparent aufzuarbeiten und Konsequenzen zu ziehen. mehr...
Lokales vom 06.06.2026
Stellungnahme vom 6. Juni 2026
Kein Umbau des Gesundheitswesens in ein Kriegswesen!
Von Stadtverband Köln der Partei dieBasis mit den AGs Frieden, Gesundheit und Kommunalpolitik
Der Stadtverband Köln der Partei dieBasis lehnt die zunehmende Militarisierung des Gesundheitswesens entschieden ab. Wir sehen darin einen gefährlichen Paradigmenwechsel: weg von der Fürsorge für Kranke und Schwache hin zu einer Vorbereitung auf Krieg und Massenverletzte. Das Gesundheitswesen darf kein Anhängsel der Sicherheits- und Militärpolitik werden. Es muss dem Menschen dienen – nicht geopolitischen Abenteuern. mehr...
Inland vom 27.05.2026
Über das schwierige Verhältnis zur AfD – Zehn Thesen für eine klare Positionierung, mit der das BSW die politische Repräsentationslücke in Deutschland erfolgreich schließen kann
Das BSW am Scheideweg des Interregnums (*)
Von Bernd Schoepe
„Das BSW weicht die Brandmauer nach rechts auf. Damit könnte es die politische Landschaft langfristig am stärksten erschüttern.“ (Daniel Bax: Bald an der Macht – aber mit Risiko, Taz, 30.11.2024) „Die Geschichte wird nicht von unbeweglichen, unveränderlichen Einheiten gemacht. Die Gegenwart muss ausgehend von den Transformationen gedacht werden, die ihre Struktur fortwährend verändern. Wir haben eine Demokratie in Auflösung erlebt – im Interesse finanzwirtschaftlicher Kräfte. Die Parteien als Massenbewegungen wurden zusammen mit der Welt des 20.Jahrhunderts zerstört. Heute sind die wichtigsten systemtragenden Formationen nur noch Organisationseinheiten zur Steuerung des kollektiven Konsenses (…) Unter Einfluss von Lobbys und Konzernen wurden zentrale Bereiche der öffentlichen Wirtschaft privatisiert, Dienstleistungsmärkte liberalisiert sowie soziale Sicherung und Arbeitnehmerrechte geschwächt – ohne wesentliche Unterschiede zwischen den politischen Lagern. Dieser Transfer von Wohlstand von Arbeitenden zu Spekulierenden ging mit einer Einschränkung der Volkssouveränität einher. Profitiert haben vor allem transnationale Institutionen (…). Darauf muss mit einer klaren Antwort reagiert werden: Souveränität und Frieden. Die Umwälzungen globaler Eliten dürfen nicht länger passiv hingenommen werden – ohne nostalgische Verklärungen oder künstliche Barrieren.“ (Marco Rizzo, italienischer Politiker, Anführer der linkspopulistischen Bewegung „Democrazia Sovrana e Popolare“ (DSP), Berliner Zeitung, 25.02.2026.) mehr...
Globales vom 08.07.2026
Internationale Solidarität und persönliche Lehren von großen Revolutionären
Die Achse des Widerstands gegen die Tyrannei der Algorithmen
Ignacio Ramonet – interviewt von Andrea Duffour
Ignacio Ramonet ist eine führende Referenz für alle, die die Mechanismen der Macht entschlüsseln wollen, eine unverzichtbare Persönlichkeit für jeden, der die Kräfte verstehen möchte, die unsere Welt prägen. Als Doktor der Semiotik, ehemaliger Redakteur von Le Monde diplomatique, Autor von „Die Tyrannei der Medien“ (1999) und rund zwanzig weiteren Büchern ist er einer der führenden Analysten der Medien und dessen, was er als „liberale Zensur“ bezeichnet. Er hat sein Leben der Aufdeckung des „Einbahnstraßen-Denkens“ und der Analyse der Entwicklung der Medien gewidmet, von der Druckerpresse bis zur heutigen Industrialisierung des Denkens durch künstliche Intelligenz. Doch über die Theorie hinaus ist er auch ein Mann der Praxis und der Geschichte. Seine privilegierten Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten der lateinamerikanischen Linken sind einzigartig. Vor allem zu Fidel Castro (Fidel Castro: Mein Leben: Eine mündliche Autobiografie, 2008), basierend auf mehr als 100 Stunden Interviews, aber auch zu Hugo Chávez (Hugo Chávez: Mein erstes Leben, 2013) sowie durch seine zehn exklusiven Interviews mit Nicolás Maduro, die auf TeleSur ausgestrahlt wurden, darunter sein letztes Interview, das 48 Stunden vor seiner angeblichen Entführung geführt wurde. mehr...
Globales vom 08.07.2026
Es gibt keinen Waffenstillstand, das Morden geht weiter!
Gazacide
Von Annette Groth
Der palästinensische Journalist Rami Abu Jamous erhielt am 19. Mai den Nord-Süd-Preis des Europarats. Jamous war Gründer der Agentur GazaPress, die westlichen Journalisten bei Recherchen und bei Übersetzungen unterstützte. An der Preisverleihung in Lissabon las Portugals Präsident António José Seguro aus dem «Gaza-Tagebuch« von Rami Abu Jamous vor. Die Dankesrede von Jamous, die er per Video aus Gaza hielt, ist absolut lesenswert: „Ich spreche zu Ihnen aus Gaza. Aus diesem Land, dessen Tod die Welt live mitverfolgt. Aus diesem Freiluftgefängnis, in dem wir einen Gazacide erleben. Ja, ich sage bewusst Gazacide. Ein Völkermord bedeutet, ein Volk zu töten. Aber was wir erleben, ist nicht nur das Töten eines Volkes. Es ist das Töten der Geschichte. Es ist das Töten des Landes. Es ist das Töten von Bildung, Gesundheit, Archäologie, der Vergangenheit, ja sogar der Zukunft – und vor allem ist es das Töten der Menschlichkeit der Palästinenser. mehr...
Globales vom 08.07.2026
Peter Thiels Geheimgruppe Dialog – Genickschuss für die Demokratie?
Thiels geheimes Machtnetz
Von Hermann Ploppa
Was haben NATO-Generäle, Spitzenpolitiker, IT-Milliardäre, Filmstars und sogar Theologen in jenem diskreten Club zu suchen? Wer greift hier nach der totalen Macht? Man kann es kaum glauben. Seit dem Jahr 2006 bereits treffen sich jedes Jahr Prominente und Superreiche zu einem ultra-exklusiven Geheimtreffen in edlen Locations wie den Ritz-Carlton-Luxushotels in Arizona oder Kalifornien. Und dann wieder kultig vor historischer Kulisse im Sankt Clemente-Palast in Venedig. Es ist gelungen, trotz enormer Anforderungen an Personenschutz und Organisation vor Ort, dennoch von der Öffentlichkeit unbehelligt zu bleiben. Eine Meisterleistung an Diskretion. mehr...
Globales vom 17.06.2026
Informationen von der Initiative "Bargeldverbot? Nein, danke!"
EU-Entwurf fällt deutlich schlechter aus als erwartet
Von Hansjörg Stützle
Liebe Bargeldfreunde, heute habe ich leider keine guten Nachrichten: Nach den vier Gesprächen mit EU-Abgeordneten am 20. Mai 2026 bin ich mit einem unguten Gefühl von Straßburg nach Hause gefahren. Obwohl wir viel Zustimmung erfuhren, konnte ich zwischen den Zeilen wahrnehmen, dass wir im Währungsausschuss (ECON) über keine Mehrheit für einen konsequenten Schutz des Bargelds verfügen. Daher haben wir bereits vergangenen Montag (8, Juni 2026) einen Brandbrief an die Mitglieder aus dem Währungsausschuss geschickt. mehr...
Globales vom 17.06.2026
Vortrag, gehalten bei der Konferenz "Das Ende der 500jährigen Kolonialepoche" des Schiller-Instituts am 30. Mai in Berlin
Souveränität, Neutralität, Kultur: Deutschland – fremdbestimmt ruiniert
Von Wolfgang Bittner
Am 14. April 2026 vereinbarte der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz eine strategische Partnerschaft mit dem ukrainischen Machthaber Wolodymyr Selenskyj, und einen Monat später war Verteidigungsminister Boris Pistorius in Kiew, um eine intensivere militärische Zusammenarbeit zu besprechen. Deutschland soll – wieder einmal – die stärkste Militärmacht in Europa werden, und Deutschland soll die Kiewer Ukraine in ihrem Krieg bis zum Sieg über Russland unterstützen – auf Kosten der eigenen Bevölkerung, der im Kriegsfall die existenzielle Vernichtung droht. mehr...
Krieg und Frieden vom 08.07.2026
Offener Brief an alle Politiker, Militärs, Befehlshaber, Entscheider in Deutschland, 30. Juni 2026
Ich warne Sie alle: Wir wollen keinen Krieg in Deutschland!
Von Markus Stockhausen:
Sehr geehrte Damen und Herren, Ich warne Sie alle: Wir wollen keinen Krieg in Deutschland! Die Lektionen des ersten und zweiten Weltkrieges waren heftig genug. Wir sollten aus ihnen gelernt haben. Im Moment werden überall Vorbereitungen getroffen, in einen Krieg mit Russland zu treten. Das ist der pure Wahnsinn. Ich fordere Sie auf: Deeskalieren Sie, wo immer es möglich ist! Produzieren Sie keine neuen Waffen, versenden Sie keine Waffen an andere Länder (speziell die Ukraine und Israel). Stehen wir ein für Frieden, Respekt. mehr...
Krieg und Frieden vom 08.07.2026
Drohnenproduktion als Eintrittskarte in die strategische Gefahrenzone
Rüstungsdrehscheibe Bayern
Von Wolfgang Effenberger
Im April 2026 traf Bundeskanzler Friedrich Merz den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen in Berlin. Dabei wurde eine Vereinbarung zur vertieften Verteidigungszusammenarbeit beschlossen, unter anderem zur gemeinsamen Produktion von Drohnen mittlerer und großer Reichweite. Selenskyj sprach von einem „Drohnen-Deal“, der der größte seiner Art in Europa werden könnte. Bei dem Besuch wurden im Kanzleramt verschiedene ukrainische Drohnen und unbemannte Systeme vorgeführt; Deutschland will von den ukrainischen Kriegserfahrungen und Technologien lernen. mehr...
Krieg und Frieden vom 17.06.2026
Festakt zu Ehren von Helene und Ansgar Klein, Aachen, 14. Juni 2026
45 Jahre für Frieden und Menschlichkeit
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann
Der 14. Juni 2026 war der Tag, an dem Helene und Ansgar Klein, Initiatoren der "Aachener für eine menschliche Zukunft", im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in den Aachener Kurparkterrassen geehrt wurden – ein Tag vor Ansgars 89. Geburtstag. Anlass war ihr 45 Jahre währendes Engagement für Frieden und Menschlichkeit. Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann haben aus diesem Anlass – im Wechsel – die Laudatio vorgetragen, die die NRhZ hier dokumentiert. mehr...
Krieg und Frieden vom 17.06.2026
Festakt zu Ehren von Helene und Ansgar Klein, Aachen, 14. Juni 2026
Für den unermüdlichen Einsatz für Frieden, Völkerverständigung und Gerechtigkeit
Von Ulli Mies
Liebe Helene, lieber Ansgar, liebe Friedensfreunde, alle, die hier versammelt sind, wollen Euch für Euren unermüdlichen Einsatz für Frieden, Völkerverständigung, Gerechtigkeit und ein gedeihliches Zusammenleben ehren. Seit mehr als 40 Jahren widmet Ihr Euch diesem Kampf. Während sich die Herrschenden seit Jahrhunderten, wenn nicht weitaus länger, als bestens organisierte Gewaltverbrecher bewiesen, die unentwegt Kriege nach außen und auch gegen die eigenen Völker führten und führen, habt Ihr Euch für die Seite des Friedens entschieden. Das ist ein steiniger Weg oder sogar gefährlicher Weg, denn Gewaltverbrecher lassen sich ihre Taten nur ungern vorwerfen, auch mögen sie es gar nicht, wenn ihr schändliches Treiben ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt wird. mehr...
Krieg und Frieden vom 17.06.2026
Rede, gehalten bei der 47. Kundgebung gegen Krieg am 6. Juni 2026 in Aachen
Wer Kriegstüchtigkeit sät, wird Faschismus ernten
Von Ansgar Klein
Liebe Freundinnen und Freunde des Friedens, der Freiheit und der Gerechtigkeit! „Wer Kriegstüchtigkeit sät, wird Faschismus ernten“ Dieser Satz stammt nicht von mir, er war der Titel eines im Dezember vorigen Jahres erschienenen Artikels bei "jacobin". Ich habe diesen Satz an den Anfang gestellt, weil er genau das ausdrückt, was zirzeit passiert. Die Kriegstreiber Merz, Wadephul, Pistorius und Konsorten säen Kriegsvorbereitung und damit einhergehend wird sozusagen zwangsläufig die Politik immer totalitärer. Man denke nur an die EU-Sanktionen gegen kritische Journalisten, die von der Bundesregierung in voller Schärfe durchgesetzt werden, oder an die Drohung des Verteidigungsministeriums, Bußgeld zu verhängen gegen 18-Jährige, die den Wehrfragebogen ignorieren. – „Was kommt als Nächstes?“ fragt zurecht daraufhin Marcus Klöckner am 8. Mai 2026 in den NachDenkSeiten. Ja, als nächstes kam der amtierende Bundespräsident, der am 20. Mai zu den Wehrfragebogen sagte: „Wenn sich herausstellen sollte, dass die Freiwilligkeit, die wir gegenwärtig im Dienstrecht der Bundeswehr verankert haben, nicht ausreichen wird, um auf eine notwendige Personenzahl der Soldatinnen und Soldaten zu kommen, dann wird die Debatte über die Wehrpflicht wieder aktuell werden.“ mehr...
Krieg und Frieden vom 17.06.2026
An alle Politiker, Militärs, Befehlshaber, Entscheider in Deutschland
Ich warne Sie alle
Von Markus Stockhausen
Ich warne Sie alle: Wir wollen keinen Krieg in Deutschland! Die Lektionen des ersten und zweiten Weltkrieges waren heftig genug. Wir sollten aus ihnen gelernt haben. Im Moment werden überall Vorbereitungen getroffen, in einen Krieg mit Russland zu treten. Das ist der pure Wahnsinn. Ich fordere Sie auf: Deeskalieren Sie, wo immer es möglich ist! Produzieren Sie keine neuen Waffen, versenden Sie keine Waffen an andere Länder. Stehen wir ein für Frieden, Respekt. mehr...
Krieg und Frieden vom 27.05.2026
Verleihung des Westfälischen Friedenspreises an die NATO
Dieses Friedensspektakel ist in Wirklichkeit ein Kriegsspektakel
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann
Die NATO-Hörigkeit der "Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe" hat Tradition. Bereits vor 24 Jahren, am 8. Juni 2002, hat sie ihren "Westfälischen Friedenspreis" an Carla Del Ponte vergeben, Chefanklägerin beim NATO-Tribunal gegen den jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic. Klaus Hartmann, seinerzeit Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes und Vizepräsident des Internationalen Komitees zur Verteidigung von Slobodan Milosevic, führte dazu im Rahmen der Proteste in Münster am Tag der Preisverleihung aus: "Liebe Friedensfreunde, Bürgerinnen und Bürger von Münster! Was erleben wir heute in dieser Stadt? Keine Frage: Ein Riesenspektakel... Unser Anliegen ist...: klarzumachen, dass dieses Friedensspektakel in Wirklichkeit ein Kriegsspektakel ist! ... Dieses sogenannte 'Tribunal' in Den Haag ist die Fortsetzung der Aggression mit den vorgeblichen Mitteln von Justiz zu dem erklärten Zweck des Endsiegs der NATO im Propagandakrieg. Dieses sogenannte 'Tribunal' setzt die Opfer auf die Anklagebank, und die Täter sitzen zu Gericht. In dieser verkehrten Welt ist es völlig klar, dass Del Ponte heute einen 'Friedens'-Preis und nicht den Kriegspreis bekommt, denn wir erleben die Orwell’sche Sprachverwirrung, die Umwertung aller Werte, nach dem die NATO eine Friedensbewegung ist, und Krieg Frieden bedeutet." mehr...
Krieg und Frieden vom 27.05.2026
Erklärung vom 22. Mai 2026
DGB-Kongress: zartes Friedenspflänzchen im NATO-Gestrüpp
Von NRhZ und Bundesverband Arbeiterfotografie (mit Reaktionen)
Es hatte im Vorfeld des DGB-Bundeskongresses, der vom 10. bis 13. Mai 2026 in Berlin stattfand, friedenspolitischen Druck aus Gewerkschafter-Kreisen gegeben – so von der Initiative SAG NEIN! mit dem Aufruf "Für einen antimilitaristischen Aufbruch statt dem Versacken im Burgfrieden. Delegierte, Sagt NEIN!" und von mehr als 200 IG Metall-Vertrauensleuten bei Ford in Köln mit der Resolution "Nein zur Kriegswirtschaft – Wir geben unsere Kinder nicht für Kriege!". Diese Impulse haben sich ausgewirkt. mehr...
Krieg und Frieden vom 16.08.2025
Wichtige friedenspolitische Impulse – darunter vom Gründungskongress des BSW-Jugendverbands
Neutralität auf dem Vormarsch
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann
Es geht in Deutschland vorwärts mit dem Neutralitätsgedanken als Friedensimpuls. Beim Gründungskongress des BSW-Jugendverbands (JSW) in Bochum wurde am 26. Juli 2025 mit großer Mehrheit (80 bis 90 Prozent) beschlossen: "Eine neutrale Bundesrepublik und demnach ihr NATO-Austritt soll als Weiterführung der Ideen der Mutterpartei ein Ziel des Jugendverbandes des BSW sein." In der Begründung zu dem Antrag heißt es: "Die Bundesrepublik sollte eine vermittelnde Rolle in den Konflikten der Welt einnehmen, sich für Völkerfreundschaft und Verständigung einsetzen statt für Militarisierung, Aufrüstung und Kriegstreiberei zu werben. Die NATO-Mitgliedschaft steht diesem Ziel im Weg. Mit Mitgliedschaft der NATO gibt die Bundesrepublik eigene außenpolitische Interessen auf und unterwirft sich denen der USA und ihrer Verbündeten." Und seit dem 20. August ist das Jugendbündnis Sahra Wagenknecht (JSW) unterstützende Organisation der Kampagne "Für ein Neutrales Deutschland". mehr...
Krieg und Frieden vom 01.12.2023
Konferenz "Frieden ohne NATO" am 25. und 26. November 2023 in Köln
NATO raus aus Deutschland – NATO raus aus Europa
Von NRhZ-Redaktion
Das waren zwei gelungene friedenspolitische Konferenztage in Köln mit ca. 180 Menschen vor Ort und erkenntnisreichen Vorträgen und Debatten – moderiert von Anneliese Fikentscher. Alles lief in guter Atmosphäre. Die Technik war perfekt. Die Reaktionen waren durchweg positiv. Die Vorträge erhielten viel Beifall – bis hin zu lang anhaltenden Standing Ovations. Auch schriftliche Reaktionen spiegeln die Stimmung unter den Anwesenden wider: "Die Friedenskonferenz hat mich sehr berührt. Sooo viel Empathie und neue Bekannte. Es schwingt alles noch nach." "Eine großartige Sache." "Sehr inspirierend" "Ihr habt da etwas ganz Großartiges auf die Beine gestellt, es war eine wunderbare Veranstaltung, und ich bin sehr froh und dankbar, dass ich dabei sein durfte." "Vielen Dank für die Organisation der Konferenz in Köln mit hochkarätigen Vorträgen. Chapeau!" Veranstaltet war die – Julian Assange gewidmete – Konferenz von der AG Frieden Köln der Partei dieBasis in Zusammenarbeit mit der Neuen Rheinischen Zeitung (NRhZ) und dem Bundesverband Arbeiterfotografie. mehr...
Krieg und Frieden vom 01.02.2023
Dokumentation eines Projekts für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrecht
Die Kölner Klagemauer muss leben (242)
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann
„Ich bin der Sieg. Mein Vater war der Krieg. Friede heißt mein Sohn. Er ähnelt meinem Vater schon…“ „In einer Atmosphäre des Krieges kann man sich nicht fortpflanzen... gebt uns Frieden und das Leben wird zurückgegeben...“ „Hallo Chirac, es ist keine Kunst zu sagen, Atomtests seien ungefährlich! Es ist aber eine Kunst, dies zu glauben!“ „Der Frieden ist wie eine Seifenblase, denn auch er hält nicht lange an!“ „Zu lieben ist die größte Macht auf Erden... Denn zu lieben ist der größte Segen, der dem Menschen zuteil wird. Nutze diese Macht gut und sei geehrt dafür.“ „Aus kleinen Dingen erwachsen große Dinge.“ So steht es auf sechs der zahllosen Klagemauer-Karten. Am 26. Januar 2023 wäre Walter Herrmann, der "Hausmeister der Klagemauer", wie er sich selbst einmal bezeichnete, 84 Jahre alt geworden. Sein Einsatz für den Frieden und den Kampf um die öffentliche Meinungsäußerung im öffentlichen Raum – mit einfachsten Mitteln wie Pappkartons und Schnur – bleiben sein ungeahnt wertvolles Vermächtnis im Kultur- und Medienstreit der "digitalen" Gesellschaft. Walter Herrmann ist tot, doch seine Idee ist lebendiger denn je. Deshalb soll sein Werk fortgeführt werden durch Kunst- und Kulturschaffende und Friedens-AktivistInnen. Nähere Informationen auf Anfrage. mehr...
Krieg und Frieden vom 16.11.2021
Neuer "Krefelder Appell" warnt vor Krieg gegen die Menschheit, 16. November 2021
Den Kriegstreibern in den Arm fallen – online unterzeichnen!
Von Mitgliedern der Kampagne "NATO raus – raus aus der NATO"
41 Jahre nach dem 16. November 1980, dem Tag der Verabschiedung des Krefelder Appells gegen die Stationierung der atomaren Mittelstreckenraketen Cruise Missiles und Pershing II, veröffentlicht die NRhZ den von Mitgliedern der Kampagne "NATO raus – raus aus der NATO" initiierten Appell "Den Kriegstreibern in den Arm fallen" (Stop the warmongers, Arrêtez les bellicistes), der die hochgefährliche aktuelle Situation in den Blick nimmt. Es geht zum einen – ähnlich wie 1980 – um die immer noch hochbrisante militärische, auch atomare Bedrohungslage und zum anderen um den extrem gefährlichen Krieg gegen die Menschheit, der unter dem Deckmantel der Pandemiebekämpfung geführt wird und bereits Millionen Todesopfer gefordert hat. Ziel ist auch die Bündelung aller verfügbaren Kräfte über ideologische Grenzen hinweg. Auf diese Weise ist es bereits jetzt zur Zusammenführung verschiedener Bewegungen gekommen, darunter insbesondere der Friedensbewegung, der Bewegung zur Wiedererlangung unserer Grund- und Menschenrechte und der Bewegung zur Befreiung von Julian Assange. Das zeigt sich an der Liste der ErstunterzeichnerInnen, in denen führende Köpfe aus diesen Bewegungen vertreten sind. Die ideologische Spannbreite reicht von angesehenen Marxisten bis hin zu Unternehmern. Und auch das Spektrum der beruflichen Betätigungen ist beachtlich (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Ärzte, Apotheker, Optiker, Psychologen, Soziologen, Politikwissenschaftler, Wirtschaftswissenschaftler, Literaturwissenschaftler, Historiker, Philosophen, Soldaten, Theologen, Juristen, Studienräte, Journalisten, Schriftsteller, Schauspieler, Dramaturgen, Musiker, Sänger, Bildende Künstler, Fotografen, Diplomaten, Kaufleute, Unternehmensberater, Projektmanager, Ingenieure,... Nachfolgend findet sich dieser außergewöhnliche Appell in drei Sprachen (deutsch, englisch und französisch), ergänzt um die Liste der ErstunterzeichnerInnen und einige ihrer Kommentare. mehr...
Krieg und Frieden vom 27.04.2018
Öffentliche Erklärung, 8./9. Mai 2018, in fünf Sprachen - mit Unterzeichnungsmöglichkeit
Wir Europäer sagen NEIN zu einem Krieg gegen Russland!
Von Rudolf Hänsel, Ullrich Mies und Mitunterzeichnern
Zwei Weltkriege sind genug! In der Vergangenheit ließ sich Deutschland in den Ersten Weltkrieg hineinziehen und hat im Zweiten Weltkrieg dem russischen Volk unermessliches Leid zugefügt. Wir werden nicht zulassen, dass sich dies noch einmal wiederholt! Wenn die deutsche Vasallen-Regierung in Komplizenschaft mit den Kriegstreibern in Großbritannien und Frankreich unter der Führung der USA und der NATO einen neuen Angriffskrieg gegen Russland plant, dann tut sie das nicht in unserem Namen! Zu Krieg und Frieden haben wir, die Bürgerinnen und Bürger, das letzte Wort! Wir sagen NEIN zu Krieg und Gewalt in den internationalen Beziehungen und verurteilen die fortgesetzte Kriegstreiberei, Aufrüstung und Militarisierung! mehr...
Kommentar vom 08.07.2026
Deutschland braucht die Migration
Weg mit der Angst vor allem Fremden
Von Christopher Dömges
Deutschland diskutiert über Migration oft in einem Ton, als gehe es um eine Naturkatastrophe, die über das Land hereinbricht. Dabei geht es in Wahrheit um Menschen. Um Menschen, die arbeiten, lernen, gründen, pflegen, bauen, erfinden, Steuern zahlen, Kinder großziehen und dieses Land mittragen wollen. Vor allem aber geht es um eine Realität, die sich nicht wegreden lässt: Deutschland braucht Migration – wirtschaftlich, demografisch, gesellschaftlich. Wer das bestreitet, verweigert sich nicht nur den Fakten, sondern auch der Zukunft. mehr...
Kommentar vom 08.07.2026
Alle gehen mal in Rente
Finger weg vom Ruhegeld
Von Christopher Dömges
In Rente gehen wir alle mal. Jedenfalls ist das der Plan. Wer jahrzehntelang arbeitet, Steuern zahlt, Kinder großzieht, Schichtdienste übernimmt, den Laden im Büro zusammenhält oder auf dem Bau, in der Pflege, im Supermarkt, in der Werkstatt seinen Beitrag leistet, der darf erwarten, dass am Ende nicht nur eine Zahl auf dem Rentenbescheid steht – sondern eine echte Lebensphase: der wohlverdiente Ruhestand. Doch genau dieses Versprechen gerät immer stärker unter Druck. Mal heißt es, wir müssten eben länger arbeiten. Mal wird über späteren Renteneintritt diskutiert. Mal über Kürzungen, mal über „Anreize“, die in Wahrheit vor allem eines bedeuten: Der normale Arbeitnehmer soll noch mehr tragen, noch länger durchhalten, noch mehr verzichten. Als wäre es selbstverständlich, dass Menschen bis 70 oder darüber hinaus leistungsfähig, gesund und belastbar bleiben. Das ist nicht realistisch. Und vor allem ist es sozial blind. mehr...
Kommentar vom 08.07.2026
Zum Tod von Jean Ziegler
Recht auf Nahrung, für Menschenrechte, gegen Kriegsmaterialexporte
Von Heinrich Frei
Jean Ziegler: Die Wiedergeburt der UNO ist die einzige Möglichkeit, um das Chaos der Welt zu lösen. Am 10. Juni 2026 ist Jean Ziegler im Alter von 92 Jahren gestorben. Jean Ziegler war Soziologe, Politiker, und Sachbuchautor. Jean Ziegler lehrte an der Universität Genf und war Gastprofessor an der Sorbonne in Paris. Von 1967 bis 1983 und von 1987 bis 1999 war er Nationalrat der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz, SPS, für den Kanton Genf. Von 2000 bis 2008 war Jean Ziegler UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung– zuerst im Auftrag der Menschenrechtskommission, dann des Menschenrechtsrats – sowie Mitglied der UNO-Task Force für humanitäre Hilfe im Irak. 2008 bis 2012 gehörte Ziegler dem Beratenden Ausschuss des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen an; im September 2013 wurde er erneut in dieses Gremium gewählt. Er war ausserdem im Beirat des Vereins Business Crime Control. mehr...
Kommentar vom 08.07.2026
Mein Leserbrief zu Jean Ziegler
Milosevic: ein Krimineller, Gaddafi: ein Verrückter, Assad: der Henker von Damaskus und Putin: ein Massenmörder?
Von Kaspar Truempy (ICSM Schweiz)
An die Regel, wonach man über Verstorbene nichts als Gutes sagen soll, fühle ich mich bei Jean Ziegler nicht gebunden, da ich hier nur wiederhole, was ich früher auch schon geschrieben habe. Es geht dabei um die fatale Umorientierung der Mainstream-Linke hin zur NATO, welche im Zuge der Jugoslawienkriege stattfand. Dabei hat der bei Linken hochangesehene Antiimperialist (?) Jean Ziegler eine nicht unbedeutende Rolle gespielt. Für alle seither durchgeführten NATO-Kriege zeigte er Verständnis: Milosevic ein Krimineller, Gaddafi ein Verrückter, Assad der Henker von Damaskus und Putin ein Massenmörder. Daher mein Leserbrief an die "junge Welt". mehr...
Kommentar vom 08.07.2026
Brief an das Bremer Friedensforum, 4. Juli 2026
Nie wieder Krieg?
Von Rudolph Bauer
Liebe Bremer (Friedens-)Freunde, (Zeit-)Genossen und (verirrte) Antifaschisten, das Bremer Friedensforum (BFF) hat zu einer Veranstaltung eingeladen. Der Titel lautet: "Faschismus, Militarisierung und Krieg – Historische Parallelen zur Gegenwart". Auf dem Ankündigungsflyer wird nicht nur zu dieser Vortrags- und Diskussions-Veranstaltung eingeladen. Es wird dort auch zur Teilnahme an der Blockade des Erfurter Parteitags der AfD aufgerufen. Das Treffen jener Partei soll verhindert werden – und zwar mit „antifaschistischer“ Gewalt. Liebe Leute, was die BFF-Veranstaltung und den Blockade-Aufruf gegen die in den Bundestag gewählte Partei AfD betrifft, habe ich sehr große Bedenken. Das BFF – eine Anti-Kriegs-Organisation – vernachlässigt im Eifer des "Nie wieder Faschismus" das gegenwärtig weitaus heißere Thema "Nie wieder Krieg". mehr...
Kommentar vom 08.07.2026
Bundeswehr freiwillig nach Litauen?
Keine Lust auf Krieg
Von Ulrich Gellermann
Von Rudninkai, dem litauischen Standort für deutsche Truppen in Litauen gegen Russland, sind es nur fünf Autostunden nach Kaliningrad, dem russischen Vorposten gegen die NATO. Wie lange die Leopard-Panzer der deutschen Panzerbrigade 45 „Litauen“, die auf Befehl der NATO dorthin verlegt werden, auf ihrem Marsch brauchen werden, wird man sehen. Denn darum geht es: Man will so nah wie möglich ran an die Russen. mehr...
Kommentar vom 08.07.2026
Raus aus den Bündnissen – Rein in den Frieden
Neutral gegen Krieg
Von Ulrich Gellermann
Die aktuelle politische Lage in der Welt ist von Kriegen geprägt. In Europa ist es der Krieg in der Ukraine, der Tag für Tag Menschenleben vernichtet und die Sicherheit des Kontinents bedroht: Zwar ist der Krieg noch auf die Ukraine beschränkt; aber er kann jeden Tag auf andere Länder übergreifen. Auslöser des Kriegs war der Versuch der NATO, die Ukraine zum Mitglied der NATO machen: Am 30. September 2022 stellte die Ukraine offiziell einen Antrag auf Mitgliedschaft in der NATO. Auf dem NATO-Gipfel in Vilnius im Juli 2023 wurde beschlossen, der Ukraine einen einstufigen, beschleunigten Aufnahmeprozess anzubieten. Russland wurde durch diese mögliche Ausweitung der NATO bedroht und reagierte militärisch. mehr...
Kommentar vom 29.05.2026
Schreiben an die "Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe" in Sachen Auszeichnung der NATO mit dem Westfälischen Friedenspreis
Kein Friedenspreis für Mord!
Von Helene und Dr. Ansgar Klein (Sprecher der "Aachener für eine menschliche Zukunft")
Werte Drs. Reinhard Zinkann und André Vielstädte, Sie, Herr Dr. Vielstädte, haben am 26. Mai 2026 den "Bürgerdialog" in der Friedenskapelle am Friedenspark in Münster eröffnet, und Sie, Herr Dr. Zinkann, haben dort gesagt: „Wir wollen mit dem Preis sichtbar machen, dass sich Engagement für den Frieden lohnt. Frieden beginnt mit einer klaren Haltung, und Frieden braucht Stärke. Die NATO hat seit 80 Jahren zu Stabilität, Sicherheit und Freiheit geführt." Schlimmer kann man die Realität nicht schönreden. mehr...
Kommentar vom 27.05.2026
Offener Brief an Danica Bensmail, Bundesvorsitzende der Deutsche Journalistinnen- und Journalistenunion DJU in Verdi und Frank Werneke, Verdi-Bundesvorsitzender, in Sachen Hüseyin Dogru
Es reicht! Wacht endlich auf! Meldet Euch zu Wort und zeigt Solidarität!
Von Rüdiger Göbel
Liebe Danica Bensmail, lieber Frank Werneke, die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (DJU) in Verdi feiert in diesem Jahr ihr 75jähriges Bestehen. Ein gutes Drittel dieser Zeit bin ich mit dabei, zur 25jährigen Mitgliedschaft habt Ihr mir eine Ehrennadel geschickt. Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai hast Du, liebe Danica Bensmail, als DJU-Bundesgeschäftsführerin unter der Schlagzeile »Pressefreiheit muss auch heute verteidigt werden« bekundet: »Die Frage, unter welchen Bedingungen Journalist*innen sicher und unabhängig arbeiten können, ist heute ebenso aktuell wie zur Gründung der DJU. (…) zunehmende Attacken auf Medienschaffende zeigen, dass Pressefreiheit nicht selbstverständlich ist, sondern aktiv geschützt werden muss – jeden Tag.« mehr...
Filmclips vom 17.06.2026
Videodokumentation der Preisverleihung an den Arzt Dr. Heinrich Habig, Aachen, 14. Mai 2026
HEINRICH HABIG ::: erhält AACHENER AUSZEICHNUNG FÜR MENSCHLICHKEIT
Von Arbeiterfotografie
Fotogalerien vom 08.07.2026
"Jetzt reichts!" – Kundgebung für den Sozialstaat, Berlin, 27. Juni 2026
Es reicht! Aufstand gegen die Konterrevolution der deutschen Regierung
Text und Fotos von Ulrich Falke
Der Berliner Arbeiterfotograf Ulrich Falke begleitete die Kundgebung „Jetzt reicht’s!“ verschiedener politisch engagierten Gruppen am 27. Juni 2026, die – auf unterschiedlichem Niveau und mit unterschiedlicher Schärfe – gegen die konterrevolutionäre Politik der Bundesregierung aufbegehren. Mit seinen kommentierenden Bildunterschriften verweist der Publizist auch auf Einschätzungen und Studien anderer Autoren und bietet mit seinen Verlinkungen den Leserinnen und Lesern Möglichkeiten, sich vertiefend mit der gegenwärtigen, und eigentlich schon uralten politischen Debatte auseinanderzusetzen. Seine Fotoauswahl umfasst insgesamt 23 Aufnahmen. mehr...
Fotogalerien vom 17.06.2026
Impressionen vom Friedensfest am 30. Mai 2026 im Berliner Mauerpark
Unsere Kinder kriegt ihr nicht!
Fotos und Text von Ulrich Falke
Mit ausgewählten Momentaufnahmen bietet der Arbeiterfotograf Ulrich Falke einen ersten Einblick von der von dem Bündnis „Wir sind viele“ organisierten Demo und ihrem anschließenden Friedensfest am Amphitheater im Berliner Mauerpark am 30. Mai 2026. Deren diesjährige Friedensinitiative lief unter dem an das Anti-Kriegs-Lied von Reinhard Mey angelehnten Motto: „Unsere Kinder kriegt ihr nicht!“. Neben seinen insgesamt neun Fotomotiven und Bildunterschriften fügt der Berliner Publizist, wie oben in seinem Einstieg bereits ausgeführt, eine Reihe von Links und Quellenangaben als Service für Leserinnen und Leser zur möglichen Vertiefung in die jeweils angesprochen Aspekte an. mehr...
Fotogalerien vom 27.05.2026
"Aachener Auszeichnung für Menschlichkeit" an den Arzt Heinrich Habig, 14. Mai 2026
Ein Leben im Dienst der Menschlichkeit
Von Arbeiterfotografie
Das war am 14. Mai 2026 (Christi Himmelfahrt) eine bewegende Veranstaltung mit ergreifenden Reden und Kulturbeiträgen am Aachener Elisenbrunnen, als der Arzt Heinrich Habig stellvertretend für alle anlässlich der Corona-Operation verfolgten Ärzte die "Aachener Auszeichnung für Menschlichkeit" erhielt. Obwohl inhaftiert, war er zugegen. Wegen Hafturlaub - so hieß es. Doch dann stellte sich heraus, dass er seit wenigen Tagen nach zwei Drittel seiner Haftzeit (auf Bewährung) frei war. Ein begeistertes Staunen ging durch die Reihen der Veranstaltungsteilnehmer. "Wir können festhalten: Heinrich Habig wurde von zwei Ärzte-Kolleginnen (Recklinghausen und Datteln), die durch Hörensagen 'etwas vernommen' hatten, in 589 Fällen wegen 'Ausstellung von unrichtigen Gesundheitszeugnissen' angezeigt und deshalb verurteilt. Er erhielt zwei Urteile: einmal das Urteil vom 29. Juni 2023, Strafmaß 2 Jahre 10 Monate, dann das Urteil vom 21. September 2023, Strafmaß 2 Jahre 3 Monate. Die Revisionen wurden abgelehnt. Dann wurde durch den Beschluss vom Landgericht Bochum am 22. Oktober 2025 eine Gesamtfreiheitsstrafe von 3 Jahren und 2 Monaten gebildet. In Deutschland werden und wurden ca. 1400 Ärzte politisch verfolgt, einige sitzen oder saßen im Gefängnis so wie unser Heinrich Habig und aktuell auch Bianca Witschel. Mut-Ärzte mit einem Gewissen, die sich intensiv seit 2020 für die Gesundheit der Menschen einsetzten und sich den Gesundheitseinschränkungen sowie den Grundrechtseinschränkungen entgegenstellten, wurden und werden verfolgt und kriminalisiert. Einige Ärzte haben unter diesem Druck bereits ihr Leben verloren... Die Rehabilitierung sowie die Entschädigung der Mutärzte sind überfällige und berechtigte Forderungen... Durch die heutige Auszeichnung für Menschlichkeit an Heinrich Habig, stellvertretend für alle Mutärzte, sind wir auf dem richtigen Weg." Das äußert Claudia Ludwig im Rahmen ihrer Laudatio. Die Arbeiterfotografie hat das Geschehen für die NRhZ dokumentiert. mehr...
Kultur und Wissen vom 17.06.2026
The Great Reset, Technokratie, OMNIWAR und die brandgefährliche supranationale Struktur
Die innere Mechanik des Imperiums
Von Jan Veil
Kürzlich fand auf Anregung von freidenkenTV ein ausführlicher Gedankenaustausch mit den Friedensaktivisten Darwin Dante und Jan Veil statt. Der Diskurs entwickelte sich zu dem Versuch, nicht nur zahlreiche Zugänge zu jener ebenso klandestinen wie zunehmend brandgefährlichen supranationalen Struktur zu erschließen, die man griffig, möglicherweise jedoch auch leicht verniedlichend, auf den Begriff des – freilich äußerst kompliziert verzweigten – 'globalen Kaninchenbaus' bringen könnte; es ging darüber hinaus aber auch darum, einige wesentliche Aspekte des großen Zusammenhangs – Stichworte: The Great Reset, Technokratie, OMNIWAR – zu skizzieren, der u.a. die folgenden Themenbereiche miteinander in Beziehung setzt: mehr...
Kultur und Wissen vom 17.06.2026
Zur Ausstellung der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama im Museum Ludwig in Köln
Was ist Kunst? "must see" in Köln
Von Dietmar Spengler
Wie Kunst zu bestimmen wäre, weiß ich nicht. Ich bescheide mich damit zu wissen, was Kunst nicht ist. Und da gibt es allerhand zu meckern. Dabei muss man sich hüten zu verallgemeinern. Die Rede ist von dem, was in den Museen ausgestellt, in den Kunstgalerien gehandelt wird. Das Museum Ludwig in Köln ist berühmt dafür, dass es der Avantgarde, die bereits keine Avantgarde mehr ist, ein Schaufenster gibt. In jüngster Zeit haben die Planer einige Nieten gezogen. Zu anspruchsvoll und zu unpopulär waren die Namen der ausgestellten Künstler. Nun aber haben sie einen Volltreffer gelandet. Die Ausstellung der 97-jährigen japanischen Künstlerin Yayoi Kusama, die es noch einmal wissen will, bevor sie sich zu ihren Polka-Dots metamorphosiert, zieht seit Mitte März die Massen an. Ein „Summer to go“ fürs Ludwig! Das Must-See-Label macht die Retrospektive zum Kultereignis. Da steht man schon mal um 4.15 Uhr auf, um 5.55 Uhr den Zug nach Köln zu bekommen; oder quält sich die 350 km durch 10 Staus um rechtzeitig zur Einlasszeit (Timeslot) dort zu sein. mehr...
Kultur und Wissen vom 27.05.2026
Ein Gespräch aus Anlass der Arbeiterfotografie-Gründung vor hundert Jahren
Über Vergangenheit und Zukunft: Arbeiterfotografie 1926 – 2026 – 2126
Rudolph Bauer – interviewt von "Die Arbeiterfotografie"
1926 war das Jahr, in dem auf Initiative von Willi Münzenberg, Herausgeber der Arbeiter-Illustrierten-Zeitung, die "Vereinigung der Arbeiterfotografen Deutschlands" ins Leben gerufen wurde. Aus diesem Anlass hat "Die Arbeiterfotografie" ein fiktives Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Rudolph Bauer geführt. mehr...
Kultur und Wissen vom 04.01.2026
Erklärung zum Jahr 2026
Am Puls der Zeit – seit 100 Jahren
Von Bundesverband Arbeiterfotografie
2026 ist ein herausragendes Jahr für die Arbeiterfotografie. 1926 – also vor hundert Jahren – entstand im Umfeld der KPD die Arbeiterfotografen-Bewegung – nicht zuletzt auf Initiative von Willi Münzenberg, dem "roten Pressezaren" auf Seiten der Ausgebeuteten mit seinem "Neuen Deutschen Verlag" und der dort erscheinenden Arbeiter-Illustrierten-Zeitung (A-I-Z) – berühmt insbesondere durch die aufrüttelnden Fotomontagen von John Heartfield. Es war Münzenberg, der in A-I-Z-Ausgabe 8, erschienen am 25. März 1926, alle fotografierenden Arbeiter im Rahmen eines Wettbewerbs dazu aufrief, Fotos einzureichen, die das Arbeits- und Alltagsleben sowie den Kampf der Arbeiterbewegung dokumentierten. mehr...






















