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Aktueller Online-Flyer vom 23. Januar 2026  

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Globales
Erklärung zur US-Militäroperation in Venezuela
Sofortige Freilassung von Nicolás Maduro und seiner Frau
Von NRhZ-Herausgebern

Die NRhZ-Herausgeber verurteilen die militärische Intervention der Vereinigten Staaten in Venezuela am 3. Januar 2026. Diese Operation, die unter dem Kommando von US-Präsident Donald Trump durchgeführt wurde und zur Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seiner Frau führte, stellt einen eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht dar. Sie ist ein Akt des Imperialismus, der die Souveränität eines unabhängigen Staates mit Füßen tritt und an die dunklen Kapitel der US-Außenpolitik in Lateinamerika erinnert, wie sie in der Vergangenheit durch Interventionen in Chile, Nicaragua oder Kuba geprägt waren.

Was dazu geführt hat, dass US-Präsident Trump die Anweisung zum Überfall gegeben hat – inwieweit er Haupturheber oder eher ausführendes Organ war, ob es andere Architekten dieser Operation wie den so genannten Tiefen Staat gegeben hat, die ihn bedrängt haben, oder ob er sich ganz im Gegenteil mit der Operation von weitergehenden Vorhaben des Tiefen Staat befreien wollte – muss zunächst unbeantwortet bleiben. Auch die Frage, ob die USA mit der Operation auf die Machtverhältnisse in Venezuela anhaltenden Einfluss nehmen oder im Gegenteil mit der Operation der Widerstand gegen den US-Imperialismus – im Lande und weltweit – wächst, bleibt offen.

Die USA rechtfertigen ihren Angriff mit Vorwürfen des Drogenhandels und der Korruption gegen Maduro, doch dies dient lediglich als Vorwand für die Aneignung venezolanischer Ressourcen, insbesondere der umfangreichen Ölvorräte des Landes. Präsident Trumps Ankündigung, Venezuela vorübergehend "zu führen", ist nichts anderes als eine kaum verhüllte Androhung von Kolonialisierung unter dem Deckmantel der "Sicherheit" und "Demokratie". Solche Handlungen gefährden nicht nur den Frieden in der Region, sondern untergraben das Prinzip der Selbstbestimmung der Völker, das wir als grundlegendes humanistisches, der UNO-Charta entsprechendes Ideal betrachten.

Venezuela hat das Recht, seinen eigenen Weg zu gehen, frei von ausländischer Einmischung und militärischer Drohung. Als Herausgeber eines Medienorgans, das sich für Vernunft, Gerechtigkeit und den Kampf gegen Unterdrückung einsetzt, rufen wir insbesondere die Europäische Union und die deutsche Regierung auf, diese US-Operation zu verurteilen und Sanktionen gegen die Verantwortlichen zu verhängen. Die NRhZ-Herausgeber stehen für eine Welt des Friedens und der Solidarität, für Dialog und Kooperation. Wir erwarten die sofortige Freilassung von Nicolás Maduro und seiner Frau sowie den Abzug aller US-Truppen aus venezolanischem Hoheitsgebiet.


Siehe auch:


Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zum Überfall auf Venezuela am 3. Januar 2026
Demonstration der Macht oder der Machtlosigkeit?
Von NRhZ-Redaktion
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=29690

Bericht aus Venezuela - aufgezeichnet in Costa Rica, vom 4. bis 10. Januar 2026, nach Gesprächen mit Jiri Spendlingwimmer
Venezuela will sich dem imperialistischen Ungeheuer USA nicht beugen
Von Eva und Markus Heizmann (Bündnis gegen Krieg, Basel)
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=29701

Piraterie, Militärschlag, Präsidentenentführung
Kanonenboot-Politik in der Karibik
Von Wolfgang Effenberger
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=29704


Online-Flyer Nr. 857  vom 23.01.2026



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