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Kommentar
Flucht aus dem Dollar
Last Exit Russia
Von Ulrich Gellermann
Seit Beginn von Donald Trumps zweiter Amtszeit vor einem Jahr hat der Goldpreis um mehr als 70 Prozent zugelegt. Der kapitalistische Markt ist gnadenlos ehrlich: Mit jedem Tag länger im Amt schadet Trump dem Ruf der USA mehr: Die Anleger fliehen aus dem Dollar ins Gold. Zwar ist die US-Armee immer noch das wesentliche Herrschaftsinstrument des führenden kapitalistischen Staates, aber durch die Rolle des Dollars als Reservewährung können sich die USA ihre irre Verschuldung bequem leisten und mit dieser Verschuldung auch ihren Rüstungshaushalt von etwa einer 1 Billion US-Dollar finanzieren.
Glück der USA
Die einheitlichen deutschen Medien haben zwar immer noch die Russen als Hauptfeind im Auge, aber langsam fällt auch den untertänigsten Redakteuren auf, dass es nicht die Russen sind, die gerade versuchen, sich Grönland unter den Nagel zu reißen. Und wenn Donald Trump auf dem Weg zum Weltwirtschaftsforum in Davos zum Grönlandkomplex sagt, er denke, man werde eine Lösung finden, mit der die NATO und die USA sehr glücklich sein werden, dann ist er einfach nur ehrlich: Es geht um sein Glück und das der USA.
Sklavische Bindung an die USA
Das Glück der Europäer wäre eine Politik, die sie von der sklavischen Bindung an die USA befreien würde. Das gilt auch und vor allem für die deutsche Finanzierung des Ukraine-Kriegs: Seit dem 24. Februar 2022 hat Deutschland für die Ukraine zivile Unterstützungsleistungen in Höhe von rund 36 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt und militärische Unterstützung in Höhe von rund 40 Milliarden Euro geleistet. Während die Zahl der deutschen Obdachlosen wächst, mästen sich die Aktionäre von Rheinmetall und anderen Rüstungskonzernen. Und natürlich wächst das Risiko, direkt in den Ukrainekrieg verwickelt zu werden.
Den USA Paroli bieten?
Natürlich kann sich der deutsche Zwerg nicht alleine mit den USA anlegen. Man wird am Beispiel Grönlands sehen, dass es sich nicht einmal die Europäische Union traut, den USA Paroli zu bieten. Nur China und Russland haben die ökonomischen und militärischen Potenzen, sich unabhängig von den USA zu entwickeln. Sich mit diesen beiden Ländern zu verbünden, wäre ein Akt des Selbstschutzes und der Befreiung. Aber seit dem Ende des 2. Weltkrieges sind die Deutschen darauf trainiert, den USA zu folgen. Ein Ausbrechen aus diesem Pawloschen Denken verlangt eine extreme mentale Veränderung: Last Exit Russia zwingt sich als Fluchtweg geradezu auf.
Freiheit zum Ziel
Unabsichtlich kann Donald Trump beim deutschen Umdenken helfen: Dessen Rüpel-Raubzug-Politik schadet dem Ansehen der USA bei den Deutschen und könnte sie dazu bringen, über ihre eigenen Interessen nachzudenken. Dieses neue Denken muß ja nicht ein „Germany first“ zum Ergebnis haben. Schon ein „Germany equal“ wäre jener Ansatz zur Selbstständigkeit, der mit dem Selbstdenken beginnt und die Freiheit zum Ziel hat. Es gab sie, die Zeit, in der Wladimir Putin vor dem Deutschen Bundestag redete. Am 25. September 2001 beschwor er - begleitet vom Beifall der Abgeordneten - die „Einheit der europäischen Kultur“. - Diese Freiheit zur Einheit sollten sich die Deutschen erneut gönnen.
Erstveröffentlichung am 21. Januar 2026 bei rationalgalerie.de – Eine Plattform für Nachdenker und Vorläufer
Online-Flyer Nr. 857 vom 23.01.2026
Flucht aus dem Dollar
Last Exit Russia
Von Ulrich Gellermann
Seit Beginn von Donald Trumps zweiter Amtszeit vor einem Jahr hat der Goldpreis um mehr als 70 Prozent zugelegt. Der kapitalistische Markt ist gnadenlos ehrlich: Mit jedem Tag länger im Amt schadet Trump dem Ruf der USA mehr: Die Anleger fliehen aus dem Dollar ins Gold. Zwar ist die US-Armee immer noch das wesentliche Herrschaftsinstrument des führenden kapitalistischen Staates, aber durch die Rolle des Dollars als Reservewährung können sich die USA ihre irre Verschuldung bequem leisten und mit dieser Verschuldung auch ihren Rüstungshaushalt von etwa einer 1 Billion US-Dollar finanzieren.Glück der USA
Die einheitlichen deutschen Medien haben zwar immer noch die Russen als Hauptfeind im Auge, aber langsam fällt auch den untertänigsten Redakteuren auf, dass es nicht die Russen sind, die gerade versuchen, sich Grönland unter den Nagel zu reißen. Und wenn Donald Trump auf dem Weg zum Weltwirtschaftsforum in Davos zum Grönlandkomplex sagt, er denke, man werde eine Lösung finden, mit der die NATO und die USA sehr glücklich sein werden, dann ist er einfach nur ehrlich: Es geht um sein Glück und das der USA.
Sklavische Bindung an die USA
Das Glück der Europäer wäre eine Politik, die sie von der sklavischen Bindung an die USA befreien würde. Das gilt auch und vor allem für die deutsche Finanzierung des Ukraine-Kriegs: Seit dem 24. Februar 2022 hat Deutschland für die Ukraine zivile Unterstützungsleistungen in Höhe von rund 36 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt und militärische Unterstützung in Höhe von rund 40 Milliarden Euro geleistet. Während die Zahl der deutschen Obdachlosen wächst, mästen sich die Aktionäre von Rheinmetall und anderen Rüstungskonzernen. Und natürlich wächst das Risiko, direkt in den Ukrainekrieg verwickelt zu werden.
Den USA Paroli bieten?
Natürlich kann sich der deutsche Zwerg nicht alleine mit den USA anlegen. Man wird am Beispiel Grönlands sehen, dass es sich nicht einmal die Europäische Union traut, den USA Paroli zu bieten. Nur China und Russland haben die ökonomischen und militärischen Potenzen, sich unabhängig von den USA zu entwickeln. Sich mit diesen beiden Ländern zu verbünden, wäre ein Akt des Selbstschutzes und der Befreiung. Aber seit dem Ende des 2. Weltkrieges sind die Deutschen darauf trainiert, den USA zu folgen. Ein Ausbrechen aus diesem Pawloschen Denken verlangt eine extreme mentale Veränderung: Last Exit Russia zwingt sich als Fluchtweg geradezu auf.
Freiheit zum Ziel
Unabsichtlich kann Donald Trump beim deutschen Umdenken helfen: Dessen Rüpel-Raubzug-Politik schadet dem Ansehen der USA bei den Deutschen und könnte sie dazu bringen, über ihre eigenen Interessen nachzudenken. Dieses neue Denken muß ja nicht ein „Germany first“ zum Ergebnis haben. Schon ein „Germany equal“ wäre jener Ansatz zur Selbstständigkeit, der mit dem Selbstdenken beginnt und die Freiheit zum Ziel hat. Es gab sie, die Zeit, in der Wladimir Putin vor dem Deutschen Bundestag redete. Am 25. September 2001 beschwor er - begleitet vom Beifall der Abgeordneten - die „Einheit der europäischen Kultur“. - Diese Freiheit zur Einheit sollten sich die Deutschen erneut gönnen.
Erstveröffentlichung am 21. Januar 2026 bei rationalgalerie.de – Eine Plattform für Nachdenker und Vorläufer
Online-Flyer Nr. 857 vom 23.01.2026














