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Schulstreik gegen Wehrpflicht am 5. März 2026
Bleibt stark und fröhlich!
Von Elke Zwinge-Makamizile (Text und Fotos aus Berlin) und Georg Maria Vormschlag (Fotos aus Bremen)
Es war bereits der zweite bundesweite Schulstreik von Schülerinnen und Schülern gegen Wehrpflicht. Der erste Schulstreik fand am 5. Dezember 2025 bundesweit statt. Die Neue Rheinische Zeitung berichtete. Der nächste Schulstreik kommt bestimmt: am 8. Mai 2026. Was für ein bedeutungsvoller Tag, Ende des heißen Krieges und des (offiziellen) Faschismus. Laut Veranstalter kamen am 5. März 2026 bundesweit 50.000 streikende Protestierende zusammen. 139 Städte beteiligten sich, größere Demonstrationen gab es in Berlin, München, Stuttgart, Köln, Bonn, Düsseldorf. Es war das Ergebnis eines dynamischen, engagierten Aufbaus eigenständiger Organisationsstrukturen über dezentrale Schulsstreik-Komitees. (weiter im Text unter den Fotos)

1 Berlin, Schulstreik gegen Wehrpflicht

2 Bremen

3 Bremen, Ihre Kriege sabotieren

4 Berlin, Solidatotät mit Cuba

5 Berlin, Wir fordern eine friedliche Welt ohne Waffen

6 Berlin Friedenstüchtig

7 Bremen, Wir forschen und sterben nicht für ihre Kriege - Studis gegen Wehrpflicht und Militarisierung

8 Berlin; Hände weg von unserer Jugend!

9 Berlin, Nein zur Wehrpflicht, Nein zur Aufrüstung, Nein zum Krieg

10 Bremen, Wir marschieren nicht gegen andere Völker! Klassenkampf statt Krieg!

11 Bremen, Die Konzerne wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft!

12 Berlin, Sterben steht nicht im Stundenplan

13 Bremen, Ihre Kriege verhindern! Ihre Wehrpflicht verweigern!

14 Bremen, Krieg dem Krieg!

15 Bremen: Krieg bedeutet Töten und Sterben - Dein Leben gehört Dir - Sag nein zur Wehrpflicht

16 Berlin, Krieg gegen Iran? Ohne uns, Herr Merz!

17 Berlin, Chilln statt Killen

18 Berlin, Bildung statt Musterung

19 Berlin

20 Berlin, Unsere Zukunft ist kein Schlachtfeld

21 Berlin, Stoppt den Iran-Krieg - Nein zur Wehrpflicht

22 Berlin, Freiheit statt Zwangsdienst!

23 Berlin, Für Frieden in der Welt - Gewaltspirale stoppen!

24 Berlin, Meine Kinder kriegt Ihr nicht!

25 Bremen

26 Bremen, Lernen für's Leben, nicht für's Töten und Sterben!

27 Berlin, Wir sind nicht eure Reserve!

28 Berlin, Nein zur Wehrpflicht - Schluss mit Besatzungsterror

29 Berlin

30 Berlin, Keine Macht den BellizistInnen

31 Meine Enkelkinder bekommt ihr nicht! Nein zur Wehrpflicht!

32 Berlin, Hände weg von unseren Kindern!

33 Berlin, Musterung ins Klo! Nein zur Wehrpflicht sowieso!

34 Berlin, Stell Dir vor, es ist Krieg, und keine(r) geht hin!

35 Berlin, Gegen Wehrpflicht
Im Dezember 2025 beklagte sich die Bundesschülerkonferenz darüber, außerhalb der politischen Diskussion gestellt worden zu sein. So organisierten sie sich seitdem und kamen mit ihren eigenen Parolen auf die Straßen, gaben Interviews, führten Pressekonferenzen durch und erzielten mehr mediale Aufmerksamkeit als zuvor. Russia Today, junge Welt, der Deutschlandfunk, der Spiegel, die taz, die Tagesschau berichteten (jedes Medium auf seine Art).
Eindeutig ist die Aussage des Pressesprechers der Initiative "Schulstreik gegen Wehrpflicht", Hannes Kramer: „Wir wollen verhindern, dass das Land in eine Militarisierungsspirale gerät. Der neue Wehrdienst ist der erste Schritt hin zu einer Wehrpflicht. Was in Deutschland geschieht, ist die Vorbereitung auf einen größeren Konflikt oder Krieg. Unsere Initiative fordert friedliche Lösungen.“
In Berlin kamen auf den Potsdamer Platz ca. 10.000 fröhliche, nachdenkliche, fordernde junge Menschen zusammen, die in größeren und kleineren Gruppen mit ihren Schulklassen, zum Teil mit ihren Lehrkräften, ihr Anliegen öffentlich machten. Sie zeigten mit Engagement ihre selbst angefertigten Banner und Schilder (siehe Fotos).
Das Mainstream-Feindbild Russland zur Begründung für Aufrüstung oder überhaupt wurde nicht bedient. Im Gegenteil: Ein Schüler sagt im Interview: „Ich habe keine Lust, mich in den Schützengraben zu legen, für ein System, was die Jugend komplett vernachlässigt. Und nicht für eine Regierung, die sich lieber darum kümmert, dass 100 Milliarden in die Aufrüstung investiert werden, anstatt marode Schulen zu renovieren. Unsere Bildung und unser Sozialstaat werden kaputt gespart, so dass mittlerweile jedes fünfte Kind in Armut aufwächst.“ (zitiert nach Felicitas Rabe )
Auch Ältere aus der Berliner und bundesweiten Friedens- und Gewerkschaftsbewegung, Eltern und Parteien kamen dazu. Wir fühlten uns willkommen. Zwei Schülerinnen mit Cuba-Fähnchen freuten sich, als ich ihnen sagte, dass ich in ihrem Alter der Cuba-Freundschaftsgesellschaft beigetreten war.
Die Teilnahme von Mitgliedern des BSW war integriert, genauso Anwesende von attac und GEW. Grundsätzlich will der Schulstreik gegen Wehrpflicht parteiunabhängig sein und sich selbst vertreten. Ein Schüler empörte sich über den Vorsitzendenden der Partei die Linke Jan van Aken, der den Tod des iranischen Führers Chamenei und anderer Kriegsopfer feiert.
„Wozu sollen wir eingezogen werden, um in einer Kriegseskalation wie jetzt mit den US/Israel-Bombardements auf den Iran als Kanonenfutter bereit zu stehen? Von deutschen Basen aus wird dieser Krieg geführt. Das 500-Miliarden-Aufrüstungspaket ist ein Paket, das die Grundlage für diese Wehrpflicht bildet. Der Kampf gegen Krieg und Militarismus muss vollständig unabhängig von allen Bundestagsparteien sein, von AfD, CDU, SPD, Grünen und Linkspartei. Sie machen keine Friedenspolitik.“
Es ist nicht allein die drohende persönliche Wehrpflicht, sondern es sind gesamtgesellshaftliche Erkenntnisse, die gereift sind und die Schülerinnen und Schüler auf die Straße und in die Öffentlichkeit drängen „Unser Leben in Frieden kann nur gegen die deutsche Bundesregierung, gegen die EU, gegen die NATO und gegen die Großkonzerne, die von diesem Krieg profitieren, durchgesetzt werden“, sagt ein Schüler von der SDAJ aus Köln. (zitiert nach Felicitas Rabe).
Es sind immer bestimmte Initialzündungen, die aus eigener Betroffenheit zu einer weiteren gesamtgesellschaftlichen Politisierung führen. (In meiner Generation war es z.B. die Ablehnung des § 218). Es ist erstaunlich, wie Schülerinnen und Shüler verschiedener Schulformen sich in dieser kurzen Zeit organisiert haben und einen weiteren Termin für einen Schulstreik angehen.
Der Schulstreik gegen Wehrpflicht ist in den besten Händen, basisorientiert, moralisch und objektiv herausgefordert durch den aggressiven, westlichen Rechtsnihilismus, der Kriege und Sanktionen als Mittel ihrer Politik ansehen und durchführen. „Die Reichen wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft!“ ist die Antwort, die auch in Frankreich wie in Italien den Politikern entgegen hallt! Wenn der Hall unterdrückt wird, wird er anschwellen; dann erst Recht...
Bleibt stark und fröhlich! Bis zum 8.Mai, Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus.
Online-Flyer Nr. 859 vom 14.03.2026
Schulstreik gegen Wehrpflicht am 5. März 2026
Bleibt stark und fröhlich!
Von Elke Zwinge-Makamizile (Text und Fotos aus Berlin) und Georg Maria Vormschlag (Fotos aus Bremen)
Es war bereits der zweite bundesweite Schulstreik von Schülerinnen und Schülern gegen Wehrpflicht. Der erste Schulstreik fand am 5. Dezember 2025 bundesweit statt. Die Neue Rheinische Zeitung berichtete. Der nächste Schulstreik kommt bestimmt: am 8. Mai 2026. Was für ein bedeutungsvoller Tag, Ende des heißen Krieges und des (offiziellen) Faschismus. Laut Veranstalter kamen am 5. März 2026 bundesweit 50.000 streikende Protestierende zusammen. 139 Städte beteiligten sich, größere Demonstrationen gab es in Berlin, München, Stuttgart, Köln, Bonn, Düsseldorf. Es war das Ergebnis eines dynamischen, engagierten Aufbaus eigenständiger Organisationsstrukturen über dezentrale Schulsstreik-Komitees. (weiter im Text unter den Fotos)
1 Berlin, Schulstreik gegen Wehrpflicht

2 Bremen

3 Bremen, Ihre Kriege sabotieren

4 Berlin, Solidatotät mit Cuba

5 Berlin, Wir fordern eine friedliche Welt ohne Waffen

6 Berlin Friedenstüchtig

7 Bremen, Wir forschen und sterben nicht für ihre Kriege - Studis gegen Wehrpflicht und Militarisierung

8 Berlin; Hände weg von unserer Jugend!

9 Berlin, Nein zur Wehrpflicht, Nein zur Aufrüstung, Nein zum Krieg

10 Bremen, Wir marschieren nicht gegen andere Völker! Klassenkampf statt Krieg!

11 Bremen, Die Konzerne wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft!

12 Berlin, Sterben steht nicht im Stundenplan

13 Bremen, Ihre Kriege verhindern! Ihre Wehrpflicht verweigern!

14 Bremen, Krieg dem Krieg!

15 Bremen: Krieg bedeutet Töten und Sterben - Dein Leben gehört Dir - Sag nein zur Wehrpflicht

16 Berlin, Krieg gegen Iran? Ohne uns, Herr Merz!

17 Berlin, Chilln statt Killen

18 Berlin, Bildung statt Musterung

19 Berlin

20 Berlin, Unsere Zukunft ist kein Schlachtfeld

21 Berlin, Stoppt den Iran-Krieg - Nein zur Wehrpflicht

22 Berlin, Freiheit statt Zwangsdienst!

23 Berlin, Für Frieden in der Welt - Gewaltspirale stoppen!

24 Berlin, Meine Kinder kriegt Ihr nicht!

25 Bremen

26 Bremen, Lernen für's Leben, nicht für's Töten und Sterben!

27 Berlin, Wir sind nicht eure Reserve!

28 Berlin, Nein zur Wehrpflicht - Schluss mit Besatzungsterror

29 Berlin

30 Berlin, Keine Macht den BellizistInnen

31 Meine Enkelkinder bekommt ihr nicht! Nein zur Wehrpflicht!

32 Berlin, Hände weg von unseren Kindern!

33 Berlin, Musterung ins Klo! Nein zur Wehrpflicht sowieso!

34 Berlin, Stell Dir vor, es ist Krieg, und keine(r) geht hin!

35 Berlin, Gegen Wehrpflicht
Im Dezember 2025 beklagte sich die Bundesschülerkonferenz darüber, außerhalb der politischen Diskussion gestellt worden zu sein. So organisierten sie sich seitdem und kamen mit ihren eigenen Parolen auf die Straßen, gaben Interviews, führten Pressekonferenzen durch und erzielten mehr mediale Aufmerksamkeit als zuvor. Russia Today, junge Welt, der Deutschlandfunk, der Spiegel, die taz, die Tagesschau berichteten (jedes Medium auf seine Art).
Eindeutig ist die Aussage des Pressesprechers der Initiative "Schulstreik gegen Wehrpflicht", Hannes Kramer: „Wir wollen verhindern, dass das Land in eine Militarisierungsspirale gerät. Der neue Wehrdienst ist der erste Schritt hin zu einer Wehrpflicht. Was in Deutschland geschieht, ist die Vorbereitung auf einen größeren Konflikt oder Krieg. Unsere Initiative fordert friedliche Lösungen.“
In Berlin kamen auf den Potsdamer Platz ca. 10.000 fröhliche, nachdenkliche, fordernde junge Menschen zusammen, die in größeren und kleineren Gruppen mit ihren Schulklassen, zum Teil mit ihren Lehrkräften, ihr Anliegen öffentlich machten. Sie zeigten mit Engagement ihre selbst angefertigten Banner und Schilder (siehe Fotos).
Das Mainstream-Feindbild Russland zur Begründung für Aufrüstung oder überhaupt wurde nicht bedient. Im Gegenteil: Ein Schüler sagt im Interview: „Ich habe keine Lust, mich in den Schützengraben zu legen, für ein System, was die Jugend komplett vernachlässigt. Und nicht für eine Regierung, die sich lieber darum kümmert, dass 100 Milliarden in die Aufrüstung investiert werden, anstatt marode Schulen zu renovieren. Unsere Bildung und unser Sozialstaat werden kaputt gespart, so dass mittlerweile jedes fünfte Kind in Armut aufwächst.“ (zitiert nach Felicitas Rabe )
Auch Ältere aus der Berliner und bundesweiten Friedens- und Gewerkschaftsbewegung, Eltern und Parteien kamen dazu. Wir fühlten uns willkommen. Zwei Schülerinnen mit Cuba-Fähnchen freuten sich, als ich ihnen sagte, dass ich in ihrem Alter der Cuba-Freundschaftsgesellschaft beigetreten war.
Die Teilnahme von Mitgliedern des BSW war integriert, genauso Anwesende von attac und GEW. Grundsätzlich will der Schulstreik gegen Wehrpflicht parteiunabhängig sein und sich selbst vertreten. Ein Schüler empörte sich über den Vorsitzendenden der Partei die Linke Jan van Aken, der den Tod des iranischen Führers Chamenei und anderer Kriegsopfer feiert.
„Wozu sollen wir eingezogen werden, um in einer Kriegseskalation wie jetzt mit den US/Israel-Bombardements auf den Iran als Kanonenfutter bereit zu stehen? Von deutschen Basen aus wird dieser Krieg geführt. Das 500-Miliarden-Aufrüstungspaket ist ein Paket, das die Grundlage für diese Wehrpflicht bildet. Der Kampf gegen Krieg und Militarismus muss vollständig unabhängig von allen Bundestagsparteien sein, von AfD, CDU, SPD, Grünen und Linkspartei. Sie machen keine Friedenspolitik.“
Es ist nicht allein die drohende persönliche Wehrpflicht, sondern es sind gesamtgesellshaftliche Erkenntnisse, die gereift sind und die Schülerinnen und Schüler auf die Straße und in die Öffentlichkeit drängen „Unser Leben in Frieden kann nur gegen die deutsche Bundesregierung, gegen die EU, gegen die NATO und gegen die Großkonzerne, die von diesem Krieg profitieren, durchgesetzt werden“, sagt ein Schüler von der SDAJ aus Köln. (zitiert nach Felicitas Rabe).
Es sind immer bestimmte Initialzündungen, die aus eigener Betroffenheit zu einer weiteren gesamtgesellschaftlichen Politisierung führen. (In meiner Generation war es z.B. die Ablehnung des § 218). Es ist erstaunlich, wie Schülerinnen und Shüler verschiedener Schulformen sich in dieser kurzen Zeit organisiert haben und einen weiteren Termin für einen Schulstreik angehen.
Der Schulstreik gegen Wehrpflicht ist in den besten Händen, basisorientiert, moralisch und objektiv herausgefordert durch den aggressiven, westlichen Rechtsnihilismus, der Kriege und Sanktionen als Mittel ihrer Politik ansehen und durchführen. „Die Reichen wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft!“ ist die Antwort, die auch in Frankreich wie in Italien den Politikern entgegen hallt! Wenn der Hall unterdrückt wird, wird er anschwellen; dann erst Recht...
Bleibt stark und fröhlich! Bis zum 8.Mai, Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus.
Online-Flyer Nr. 859 vom 14.03.2026














