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Aktueller Online-Flyer vom 23. April 2021  

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Kommentar
Offener Brief an Prof. Hans-Jürgen Wirth als Gegenrede zu dessen Vortrag "Die Corona Pandemie als Herausforderung für Psyche und Gesellschaft"
Der Spuk ist nicht vorbei
Von Almuth Bruder-Bezzel

Lieber Hans-Jürgen Wirth, Es drängt mich, zu Deinem Beitrag zur Corona-Pandemie bzw. zu den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen etwas zu sagen, und zwar aus persönlichen und sachlichen Gründen: Du bist in Fragen der analytischen Sozialpsychologie führend, hast als Psychoanalytiker und Verleger innerhalb der Dachorganisation der Psychoanalyse (DGPT) einen hohen Stand und Einfluss und bist von daher in solchen Fragen als Sprecher und Repräsentant der Mehrheitsmeinung der DGPT anzusehen. Ich bin Mitglied der DGPT, und weiß auch, dass nicht alle diese offizielle Meinung teilen. Dein Beitrag hat vor allem die Bewegung gegen die Corona-Politik im Blick, und unter diesen ausdrücklich nicht die Rechten, sondern den „linken, grünen alternativen, und esoterisch alternativen Teil“. (Dass Du diese Unterscheidung zwischen den politischen Orientierungen machst, entspricht auch der neuen Untersuchung von Oliver Nachtwey) Ich fühle mich als Linke von Deinem Beitrag daher persönlich angesprochen und bin enttäuscht, denn Du pathologisierst die eine Seite, statt beide zu analysieren – in jedem Fall ist eine Psychoanalyse kollektiver Bewegungen stets ein diffiziles Unterfangen. Ich habe mich bisher Dir freundschaftlich verbunden gefühlt, als einem aufgeschlossenen kritischen Intellektuellen und Psychoanalytiker mit einer - wenn man das so sagen darf - ehrenwerten Herkunft, von Horst Eberhard Richter in Gießen. Wenigstens ein paar Punkte zur Entdramatisierung und Entpathologiserung möchte ich als Gegenrede anführen.

Dein Beitrag hat zwei Teile, der 1. Teil zeichnet die gute Welt samt einem Loblied auf „die Deutschen“ samt Merkel (S. 18, S. 20), der 2. Teil zeichnet die böse Welt. Das sind zwei Klassen von Menschen, die guten besorgten, gesunden Menschen, und die bösen verrückten Kranken. Das meint die Unterstützer der Coronapolitik gegenüber den Kritikern der Coronapolitik. Die Unterstützer, das ist die Mehrheitsgruppe, die “eine bemerkenswert hohe Zustimmung zu den massiven Einschränkungen der Grundrechte zeigt«, wie Du „den Historiker Frank Biss“ zustimmend zitierst. „Die Deutschen“ seien, meinst Du, durch Holocaust sensibilisiert für Gefahren und Vulnerabilität, und ihre „Angst vor dem Fremden“ sei „eher gering ausgeprägt“ (gemeint sind natürlich hier nur die guten Deutschen, die Unterstützer, samt ihrer Bundeskanzlerin, gegenüber dem Ami (Trump)). Da reibe ich mir aber schon die Augen, wie „sensibel“ werden bei uns die Flüchtlinge in Erdogans Lager abgeschoben oder gar am Grunde des Mittelmeers bei uns ertragen? Das aber hier nur nebenbei.

Für diese Einteilung der Menschen dient Dir dann die klinische Kategorisierung von Peter Fonagy (2017) in Menschen mit „epistemischem Vertrauen“ und solche mit „epistemischem Misstrauen“. Wie selbstverständlich ordnest Du die „Vertrauenden“ den Corona-Politik-Unterstützern zu, die „Misstrauenden“ den Kritikern, also Vertrauen/Misstrauen bezöge sich nur auf die Regierung und ihren wissenschaftlichen Experten Drosten. Es gibt aber, wie stets, nicht nur eine wissenschaftliche Meinung, der man vertrauen/misstrauen kann. Drum sagt ja die Kanzlerin, wir sollen nur die offiziellen Versionen zur Kenntnis nehmen.

Nun kommt dazu, wie dieses epistemische Vertrauen/Misstrauen definiert wird. Beim epistemischen Vertrauen gehe es darum, ob jemand einer anderen Person vertraut, dass sie ihm Zusammenhänge korrekt erklärt (S. 19), bei Misstrauen bestehe „übertriebene Wachsamkeit, Überinterpretation, Hypermentalisierung“ (S.21).

Die Persönlichkeitszuschreibung Vertrauen vs Misstrauen ist eine pauschale, verabsolutierende Polarisierung, zugleich ist mit dieser Einteilung das Werturteil bereits enthalten: „Misstrauen“ wird pathologisiert, als „übertrieben“ abgekanzelt, „Vertrauen“ nicht.

Menschen, die an einer politischen Handhabung Kritik üben, wird von Dir umfassendes Misstrauen unterstellt und derart diagnostizierte Menschen werden diffamiert und lächerlich gemacht, es seien – so zwar nicht ausgesprochen aber nahegelegt - die ewigen Nörgler, die überall das Haar in der Suppe finden, die ganz in Richtung Paranoia und Verschwörungstheorie abdriften. Sind Menschen, die einer anderen wissenschaftlichen Meinung als der der Regierung „vertrauen“ alles chronisch Misstrauende?

Dagegen bleiben Menschen mit „epistemischem Vertrauen“ bei Dir „unanalysiert“, erscheinen als gesund, ohne Abwehr- und Verarbeitungsmechanismen. Ist denn tatsächlich „diese hohe Zustimmung zu den massiven Einschränkungen der Grundrechte“, keine Fragen mehr zu stellen, Vertrauen in die Anordnungen und Vorstellungen der Regierungen zu haben, „gesund“, „normal“? Dieses einfache Vertrauen in die Führenden oder in die Experten im Dienst der Führung, könnte man doch auch naive „Vertrauensseligkeit“ nennen, haben wir doch immer auch „autoritär“ genannt, als Gehorsamsbereitschaft kritisiert. Meine freie Assoziation bringt mir dazu die glücklichen Menschen in Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“ vor Augen.

Umgekehrt könnte dieses „Misstrauen“ doch, gerade im Politischen, realistische Wachsamkeit bedeuten, die Fähigkeit zum Hinterfragen, zum Zweifeln, was ja schließlich der Beginn aller Erkenntnis, erste Pflicht eines Bürgers, Prädikat eines Intellektuellen ist, aber auch die erste Aufgabe eines Psychoanalytikers. Wir fragen doch, was steht dahinter, wie kann man etwas verstehen, welche Zusammenhänge gibt es.

Dass dieser Protest in einer Hetzkampagne als Paranoia oder als Verschwörungstheorie diskreditiert werden kann, und von oberster Stelle pathologisiert wird – so auch von der Bundeskanzlerin - hängt natürlich mit der Bereitschaft der Mehrheit der Intellektuellen und der Linken zusammen, ihre Fähigkeiten abzugeben, alternativlos sich leiten zu lassen und vertrauensvoll dem Zerstörungswerk zuzusehen, das derzeit veranstaltet wird. Bert Brechts „TUI“ (in seinem „Turandot“) werden wieder lebendig, feiern Urstände: die kleinen (intellektuellen) Tuis bieten ihr Wissen und ihre Meinung als Ware an, verdienen damit ihr kleines Geld, die großen Tui, - das sind die Professoren und großen Ingenieure und Ideologen usw. die direkt im Dienst der Obrigkeit, bei Brecht des Kaisers stehen, erfüllen die Aufgabe, die jeweils besten Lügen und Ausreden zu finden, die das Volk von der Güte und Ehrlichkeit der Obrigkeit überzeugt. Das ist für mich das eigentliche Skandalon, das Totalversagen der Intellektuellen, das macht mir enorme Angst.

Ein Hintergrund Deiner Zurückweisung der Kritik an den Coronamaßnahmen, ist sicher, dass Du die Pandemie als „Naturkatastrophe“ bezeichnest - einer solchen wäre man dann ohnmächtig ausgesetzt. Wir haben es dagegen mit einer Kulturkatastrophe zu tun. „Natur“ ist das Virus, aber nicht die Pandemie. Das Auftreten des Virus ist als Pandemie erklärt worden, (wobei die Definition von Pandemie je nach Fall variiert) und mit solcher Erklärung ist planvoll eine ganze Reihe von Maßnahmen, Eingriffen verbunden. Diese Situation wurde seit 1998 weltweit einstudiert, zum letzten Mal im Oktober 2019 in Davos, wie uns Paul Schreyer eindrucksvoll berichtet (siehe Paul Schreyer 2020: Chronik einer angekündigten Krise, Westend). Die Auswirkungen der Maßnahmen können nicht anders als als Kahlschlag bezeichnet werden, politisch, ökonomisch, sozial, psychologisch, kulturell und zwar weltweit, mit einem Ausmaß an Elend und Tod, wie es das Virus niemals geschafft hätte. Diesen Epochenbruch kann man nicht mehr mit dem Virus, einer Naturkatastrophe, erklären und rechtfertigen, sondern mit den Eingriffen, die selbst Ziele verfolgen und Situationen genützt haben.

Die Kritiker der Corona-Politik stehen nicht einfach in trotziger „Frontstellung gegen den Staat“, sondern sie kritisieren konkretes staatliches Handeln in Bezug auf Corona. An erster Stelle stand der Protest gegen die Aufhebung der demokratischen Rechte a la der Notstandsgesetze, gegen die wir einst gekämpft hatten. Dann ging es zunehmend mehr um die Auswirkungen, um die Angemessenheit und Verhältnismäßigkeit der brachial und undifferenziert eingesetzten Eingriffe.

Wir haben es mit einer „Pandemie“ zu tun, bei der die alarmistischen Voraussagen von Drosten keineswegs eingetroffen sind – ganz ähnlich wie 2009 bei der Schweinegrippe, wo sich Drosten schon mal Verdienste erworben hatte.

Dagegen wurden Angstkampagnen in gekonnter Weise entfacht, Lockdowns immer wieder neu aufgelegt und immer weiter gesteigert, was wiederum geradezu zwingend die Angst steigert und die Überzeugung stärkt, es mit einem bösartigen, weil „unheimlichen, (s. Küchenhoff im gleichen Heft) „neuartigen“ Killer zu tun zu haben.

Es wurde/wird mit Infektionszahlen hantiert, die nichts aussagen, bzw. keine Krankheiten anzeigen. Es wurde ein Test verwendet, der selbst untauglich und unspezifisch ist, weil er nicht nur Infektion anzeigt. Das positive Testergebnis führte eher selten zu Krankheit und selten zu einem schweren Verlauf. Todesfälle waren moderat, - keine Übersterblichkeit - und diese Fälle galten ungeprüft als „im Zusammenhang“ oder „an“ oder „mit“ Covid gestorben, sie konnten also alle möglichen Krankheiten haben. Sie kamen vorwiegend in Alten- und Pflegeheimen vor, die vielfach miserable Bedingungen haben oder nicht wenige Kranke starben auch durch unsachgemäße medizinische Behandlung (Intubation). Eine erdrückende Fülle von Fakes. Das geht nun weiter bei der derzeitigen Mega-Impfkampagne, begleitet von Drohungen und Warnungen, aus der Angst der Regierenden heraus, dass zu viele das Impfen verweigern. Die KV Berlin hat ein online-Handbuch herausgegeben, das Politikern, Ärzten und weiteren Mitarbeitern in diesem Umfeld Argumente gegen Impfgegner und „Verschwörungstheoretiker“ an die Hand gibt – statt über die Gefahren des Impfens mit einem kaum geprüften Impfstoff aufzuklären.

Es war tatsächlich „eine der am wenigsten tödlichen Pandemien, die die Welt in den letzten 2000 Jahren erlebt hat“, wie der Meister aus Davos und des „Great Reset“, Klaus Schwab, schreibt (Covid-19: Der grosse Umbruch, 2020, S. 296). Aber so war das bereits 2009 bei der Schweinegrippe.

Von Anfang an haben sich international eine große, inzwischen überwältigend große Zahl von Wissenschaftlern, Virologen, Mediziner, Experten zu Wort gemeldet und alternative Einschätzungen vorgetragen und vor den offiziellen Einschätzungen gewarnt. In Deutschland war das in erster Linie Bhakdi (Corona Fehlalarm? 2020), Wodarg, dann Streeck und viele weitere. Meldungen und Warnungen vor den Folgen verstummen nicht. Diese Stimmen wurden und werden schlicht und einfach geleugnet, in den Hintergrund gedrängt bis massiv unterdrückt und diffamiert. Das ist nicht nur fahrlässig, das ist eine Ohrfeige gegen demokratische Wissenschafts – und Meinungsfreiheit.

Angesichts der Schwere der staatlichen Eingriffe und ihrer verheerenden Folgen finde ich es empörend, sich immer noch nicht darüber zu informieren. Das verstößt direkt gegen eine intellektuelle Redlichkeit und gegen die ethische Verpflichtung zur Information. Einmal täglich drosten oder „wir haben das nicht gewusst“ gilt in der heutigen Informationsgesellschaft nicht mehr.

Unter diesen Alternativ-Experten, im wesentlichen Medizinern, die sich kritisch zu Wort gemeldet haben und nicht gehört und ausgeschlossen wurden, sind zugegebenermaßen viele ältere. Spricht das gegen sie? Was Du, Hans-Jürgen, zu den Alten sagst, - unsere Generation im übrigen - ist schon ziemlich diffamierend, und, mit Verlaub, billig. Sie würden sich gegen diese Politik wehren, weil sie ihr Altwerden nicht verkraften könnten (narzisstische Kränkung), weil sie altersstarrsinnig wären, da sie frustriert sind. Sie seien so starrsinnig, dass sie sogar ihre Reputation aufs Spiel setzen (S. 22).

Das ist zynisch, wird ihnen doch diese Reputation gerade von den Führungsfiguren, und dann im Chor mit ihnen von der Öffentlichkeit, beschädigt, genommen. Das ist, wie der Kabarettist Wolfgang Neuss es einmal ausdrückte: kommt ein Kavalier, zieht die Frau aus und sagt: die Sau ist nackt.

Früher nannte man das Auftreten von Alten wenigstens noch anerkennend „den heiligen Zorn der Alten Männer“. Und es galt einmal als Tugend, sich um die Reputation nicht zu kümmern, wenn es um Wahrheit geht.

Dass es oft ältere Kritiker sind, die sich zu Wort melden, - das gibt es häufig auch bei älteren Politikern, - kann man sehr leicht erklären mit deren Wissen und Erfahrung, aber natürlich auch, weil sie es sich nun trauen können zu protestieren, da sie keinen Job, keine Karriere mehr zu verlieren haben, wenn sie Wahrheiten sagen. Kritik laut zu äußern wird inzwischen immer gefährlicher. Es gab manche ältere Kritiker, die ihre öffentliche Kritik unter massivem Druck zurückgezogen haben, einige der jüngeren Kritiker haben bereits ihren Job verloren oder werden, wie Henrik Streeck, - der ja nur sehr vorsichtig auftritt, - übel verfolgt. Dieser Befund ist ein Armutszeugnis bzgl. der Freiheit der Meinung und Demokratie.

Auf den Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen herrschen nicht die Pensionisten vor, sondern Bürger eher mittleren Alters, aus allen verschiedenen politischen Richtungen (gemessen am Wahlverhalten, s. Studie Nachwey), tatsächlich auch Leute, die noch etwas zu verlieren haben, ihre Existenz, ihre Freiheit, ihre Reputation.

Diese Demonstrationen würden - so Deine Sammelferndiagnose von mehreren Hunderttausenden - getragen von „philobatischen“ Persönlichkeiten (Balint) (S. 22), gekennzeichnet von Angstlust, Lust an der narzisstischen Unversehrtheit, Lust am Regelverstoß und grandioser Selbstermächtigung. Man erregt öffentliche Aufmerksamkeit, die man narzisstisch genießen kann - das geht bis zur „Diagnose“ des „Blödelns“. Wiederum pathologisierst Du, machst lächerlich – keine seriöse analytische Sozialpsychologie. Es mag sogar trotzdem so sein, dass solche Gefühle, auch Freude und Lust, bei Demonstrationen eine Rolle spielen, bei diesen jetzigen nicht mehr oder weniger als bei anderen. Das wirst Du selbst persönlich kennen, aus früheren Zeiten.

Eine ganz zentrale und besonders fiese Totschlagkeule, der Du Dich auch bedienst, ist der Vorwurf „Verschwörungstheorie“, der sofort auf den Plan tritt, wenn das Darstellen von Fakten und Zusammenhängen von der offiziellen Version abweicht, - und verständlicherweise den Herrschenden gefährlich erscheint. Fragen nach Interesse, Motiven, qui bono, Fragen nach wozu weshalb warum und wohin etwas führt, sind verboten. Ganz schlimm, wenn der Name Bill Gates im Zusammenhang mit WHO und der Impfkampagne – in dem Gates tatsächlich steht - ins Spiel kommt. Dazu kommt, dass der Vorwurf „Verschwörungstheorie“ fast regelmäßig mit dem des Antisemitismus verknüpft wird (hier in Deinem Text nicht) – eine besonders fiese Variante, die ich noch nie erklärt bekommen hatte und die ich für eine moralische und auch intellektuelle Zumutung halte.

In Deinem Text ist „Verschwörungstheorie“, -  die aber nicht definiert und nicht spezifiziert wird, - auch irgendwie gefährlich, absurd und spinnert, Ausdruck des allumfassenden „epistemischen Misstrauens“.

Dabei gibt es doch selbstverständlich Absprachen, Geheimdiplomatie, „Verschwörungs“praxis. Es ist doch (in einer parlamentarischen Demokratie) selbstverständlich, und kein Geheimnis, dass bilateral oder auf den vielen internationalen Konferenzen, natürlich Interessen besprochen, länger- oder kurzfristige Absprachen getroffen werden, auch solche, die die Bevölkerung vorerst nicht kennt oder notfalls auch gegen die Mehrheit der Bevölkerung gerichtet sind. Wo ist da das Problem? Seit wann wird die Welt von Philanthropen regiert? Natürlich sind im Fall von Corona-Maßnahmen kurz- und langfristige Absichten verbunden, oder wird Corona dazu benutzt.

Dazu gehört, die Finanzkrisen zu bewältigen, und die Digitalisierung mit allen ihren Folgen durchzudrücken. Es wird wenige Gewinner und viele Verlierer geben – zu den Gewinnern gehören z.B. die 5 IT-Großen (GAMFA) und es werden weitere Schritte auf dem Weg des Great Reset von Davos gegangen, weiter hin zur global governance.

Klaus Schwab prophezeit uns auf der ersten Seite seiner Einleitung des Great Reset: „Die durch die Coronavirus- Pandemie ausgelöste weltweite Krise“… beschwört „die schwierigsten Zeiten herauf…. wir werden jahrelang mit ihren Folgen zu tun haben und Vieles wird sich für immer ändern. Sie verursacht wirtschaftliche Schäden von monumentalem Ausmaß, versetzt uns an mehreren Fronten – politisch gesellschaftlich geopolitisch – in gefährliche und unbeständige Zeiten, weckt große Besorgnis hinsichtlich der Umwelt und erweitert die Technologiestiftung (ob bedrohlich oder nicht) unseres Lebens… Nichts wird jemals wieder so sein wie zuvor. Die Normalität in dem Sinne, wie wir sie kannten, ist zu Bruch gegangen.“ Es wird „eine 'neue Normalität' entstehen, die sich radikal von jener unterscheidet, die wir nach und nach hinter uns lassen werden.“ (Schwab 2020, S. 11f).

Diesen Vorhaben oder Voraussagen sollten wir gemeinsam entgegentreten und uns nicht weiter polarisieren lassen. Der Spuk ist im Neuen Jahr nicht vorbei.

Mit freundschaftlichen Grüßen,
Almuth Bruder-Bezzel, Berlin, 17.1.2021


Gegenrede zum Online-Vortrag: „Die Corona Pandemie als Herausforderung für Psyche und Gesellschaft. Überlegungen aus Sicht der psychoanalytischen Sozialpsychologie.“ Im Rahmen der WEB-basierten Fachveranstaltung der DGPT mit dem Titel „Psychoanalyse in Zeiten von Corona – Dynamik einer Bedrohung in Gesellschaft und Behandlungspraxis“ am 25.9.2020. Veröffentlicht im Mitgliederrundschreiben der DGPT 3/2020, S.15-25.

Online-Flyer Nr. 762  vom 24.02.2021

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