NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung - Logo
SUCHE
Suchergebnis anzeigen!
RESSORTS
SERVICE
Unabhängige Nachrichten, Berichte & Meinungen
Aktueller Online-Flyer vom 18. Juni 2024  

zurück  
Druckversion

Kultur und Wissen
Bekenntnis zur allmenschlichen Solidarität hilft gegen negative psychische Auswirkungen von Lüge und Manipulation
Wann werden wir uns zur Einheit des Menschengeschlechtes bekennen?
Von Rudolf Hänsel

Es wird zunehmend schwieriger, sich im Dschungel von Lügen und Halbwahrheiten zurechtzufinden. Immer mehr Zeitgenossen wollen deshalb nichts mehr hören von Politikern. Mich persönlich halten die alternativen Medien „über Wasser“, weil sie wegen ihrer Regierungs-Unabhängigkeit der Wahrheit noch „die Ehre erweisen“. Da wir aber nicht davon ausgehen können, dass „freie Geister“ uns jeweils lehren, was Wahrheit und was Lüge ist, sollten wir selbst in die Lage kommen, sie voneinander zu unterscheiden. Wir müssen lernen, selbst zu denken (Kant). Deshalb der Versuch einer psychologischen Annäherung an die Thematik. Erwähnenswert ist auch der Artikel von Dr. Garcia „Lügen, verdammte Lügen und Elefanten“ (1). 

Der 20. Jahrestag des Beginns des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges der USA, Großbritanniens und einer „Koalition der Willigen“ gegen den Irak ist sicherlich ein geeigneter Anlass, um über die zerstörerischen Auswirkungen von politischen Lügen und Manipulation aufzuklären.

Doch im Folgenden wird es nicht nur um die Gewalt als ultima ratio der Politik gehen, sondern ganz generell um die zerstörerischen Auswirkungen von Lüge und Manipulation auf die menschliche Seele und die menschlichen Beziehungen sowie um die Wahrheit als „Gegenmittel“. 

Für den Aufbau von Vertrauen zum Mitmenschen sind die Informationen und kulturellen Werte, die Eltern und Erzieher täglich an das Kind herantragen, von großer Bedeutung.

Das Menschenbild der christlich-abendländischen Kultur besagt, dass der Mensch – auch schon das kleine Kind – schlechte Eigenschaften in sich trägt. Mit dieser Information – sei sie bewusst oder unbewusst – treten die Erzieher an das Kind heran. Immer vermuten sie einen bösen Willen beim Kind und sind deshalb oft unaufrichtig, streng und gewalttätig. Dadurch bekommt das Kind Angst vor dem anderen Menschen.

Wenn das Kind lernt, Angst zu haben, durchzieht dies sein ganzes Tun und Handeln, wie es sich in der Gemeinschaft bewegt und gibt. Die Gefühlsreaktion der Angst wird dann ein Bestandteil seines Charakters, den es bis ins Erwachsenenalter mehr oder weniger bewusst in jede zwischenmenschliche Beziehung hineinträgt.

Auch das Vertrauen zum Mitmenschen – das Fundament einer Persönlichkeit – entsteht in der Beziehung zu den Personen der Kindheit. Da der Mensch das Produkt der Erlebnisse, Erfahrungen und Eindrücke ist, die ihm Eltern, Lehrer und Erzieher von frühester Kindheit an vermitteln, ist entscheidend, welche Art von Informationen und welche kulturell vorherrschenden Werte sie an das Kind herantragen.

Wird das Kind durch unwahre Informationen und/oder verwirrende Lügen verunsichert und getäuscht, wird es sich von den Mitmenschen distanzieren. Das Vertrauen in den anderen kann nur entstehen, wenn es sich auf dessen Redlichkeit verlassen kann.

Liebe Leser, gestatten Sie mir, in diesem Zusammenhang auf ungünstige Auswirkungen der religiösen Erziehung auf die Kinder-Seele aufmerksam zu machen: es geht um nicht existente Geister, Teufel und Engel.

Kaum zeigen sich beim Kind die ersten seelischen Regungen und es lernt zu sprechen, wird es von den Eltern und der Kirche „in Obhut genommen“. Bildet sich einige Jahre später das Bewusstsein des „Ichs“, so schalten sich bereits Gott und Teufel der betreffenden Religion ein. Seinen Kristallisationspunkt findet der dem Kind beigebrachte Dämonenglaube in den Vorstellungen von Teufel und Hölle. Angstneurosen und schwere seelische Störungen sind nach Auffassung von Psychiatern bisweilen die Folge.

„Psychologische Operationen“ im gesamtgesellschaftlichen Raum

Die Lüge ist eine Aussage, von der der Lügner weiß oder vermutet, dass sie unwahr ist. Er äußert sie mit der Absicht, dass der Empfänger sie glaubt. Auch die Manipulation eines anderen Menschen ist ein Betrug. Sie dient dazu, einen Vorteil zu erlangen und bedeutet die gezielte und verdeckte Einflussnahme oder Steuerung des Erlebens und Verhaltens von Einzelnen oder Gruppen, die diesen verborgen bleiben soll.

Bereits vor 500 Jahren verfasste Niccolò Machiavelli (1469-1527) mit der Schrift „Der Fürst“ („Il Principe“) eines der ersten Werke der modernen politischen Philosophie. Hierzu schreibt die Schweizer Psychologin Dr. Barben:

„Für Machiavelli bedeuteten Macht und Ruhm alles, Güte und Menschlichkeit nichts. Er lobte diejenigen Despoten als mächtig und erfolgreich, ‚die es mit der Treue nicht genau nahmen und es verstanden, durch List die Menschen zu umgarnen‘. Ein Herrscher müsse, so schrieb er, ‚Milde, Treue, Menschlichkeit, Redlichkeit und Frömmigkeit zur Schau tragen‘, diese Eigenschaften aber wenn nötig brutal ‚in ihr Gegenteil verkehren‘. Auch dürfe er ‚vor dem Schlechten nicht zurückschrecken‘ und müsse fähig sein, ‚sich zu drehen und zu wenden nach dem Winde‘“ (2).

Doch diese uralten und groben Methoden des politischen Manipulators Machiavelli sollten mit der Zeit verschwinden. Deshalb setzten amerikanische „Spin-Doktors“ nach dem deutschen Mauerfall auf sanfte Gewalt („Soft Power“). Ein „Spin-Doktor“ ist ein Kommunikationsexperte, der dafür arbeitet, dass zum Beispiel die Öffentlichkeit eine Aussage oder einen Beschluss so verstehen, wie es für den Auftraggeber oder Politiker vorteilhaft ist (3).

Diese Form der Propaganda war im Vergleich zu den kommunistischen Methoden diskreter, subtiler und „gefälliger“. Joseph S. Ney, US-amerikanischer Regierungsberater und Harvard-Professor bezeichnete sie als „ein ausgezeichnetes Instrument, um die Welt dazu zu bringen, ‚freiwillig‘ das zu tun, was Amerika wolle“ (4). Mit “Soft Power“ war es möglich, die öffentliche Meinung in einer Weise zu formen, wie das bloße Propaganda nie konnte. Doch damit nicht genug!

Um die „Kommunikation“ zu verbessern, das heißt, die Meinung der Weltöffentlichkeit speziell in Kriegszeiten zu „optimieren“, wurde die „Psy-Op“-Gruppe der US-Armee um Zehntausende von Mitarbeitern verstärkt und die Zusammenarbeit mit Hollywood-Studios intensiviert. „Psy-Op“ soll „psychologische Operation“ heißen anstelle des ehemals hässlichen Begriffs „psychologische Kriegsführung“. Larry Dietz, ein hochrangiger, auf psychologische Kriegsführung spezialisierter US-Militär, definierte „PsyOp“ jedoch so:

„Psychologische Operationen sind ein zusätzliches Waffensystem, um eine Mission zu erfüllen, die ein militärischer Kommandant befiehlt. (…). Das Ziel von PsyOp besteht darin, das Verhalten (von Zielpersonen) im Sinne des militärischen Kommandos zu beeinflussen.“ (5) Siehe hierzu auch den Artikel von Alan Lash: „Psyops sind nicht neu, nur gefährlicher“ (6).

Zieht man noch einmal das berühmte Zitat von Leo Tolstoi (1828-1910) über den Charakter von Regierenden heran und erfährt, dass die Politiker „die verlogensten Menschen“ sind, dann fragt man sich, wieso wir Bürger ihnen so leichtfertig die Macht übergeben:

„Man könnte die Unterordnung eines ganzen Volkes unter wenige Leute noch rechtfertigen, wenn die Regierenden die besten Menschen wären; aber das ist nicht der Fall, war niemals der Fall und kann es nie sein. Es herrschen häufig die schlechtesten, unbedeutendsten, grausamsten, sittenlosesten und besonders die verlogensten Menschen. Und daß dem so ist, ist kein Zufall.“ (7)

Auch ist die Frage des Krieges eine allgemeine Kulturfrage, die daran erinnert, dass unsere gesamte Kultur vom Prinzip der Gewalttätigkeit durchdrungen ist und deshalb immer wieder auch auf den Irrtum verfällt, völkische Probleme durch die Methode der Gewalt, das heißt, den Krieg lösen zu können. Überall wird die Macht über die menschliche Solidarität und das Gemeinschaftsgefühl gestellt.

Psychologische Operation „Killerspiele“: harmlose „Unterhaltungsgewalt“?

Eine weitere Zielgruppe von ‚PsyOp‘ sind Kinder und Jugendliche – ein besonders finsteres Kapitel. Hierzu schreibt Dr. Barben:

„Um die Tötungsraten bei militärischen Einsätzen zu erhöhen, setzt das Pentagon Simulatoren ein, an denen das routinemäßige Töten geübt wird. Mit diesen wird den Soldaten die natürliche Tötungshemmung abtrainiert. Sie üben das schnelle und automatische Töten möglichst vieler Menschen. Vor einigen Jahren schloss das Pentagon Verträge mit Hollywood ab. Die Film- und Unterhaltungsindustrie versah die militärischen Mordsimulatoren mit einem ‚attraktiven‘ Design und vermarktete sie als ‚Kinderspiele‘“. (8)

In Wirklichkeit bewirken diese „Spiele“ bei Kindern und Jugendlichen genau das gleiche wie bei den Soldaten. Nach Auffassung des US-amerikanischen Militärpsychologen Dave Grossman gewöhnen sie ans Töten und verrohen das Gefühl (9).
 
Zur Thematik „Killerspiele“ verfasste der Autor zusammen mit anerkannten Universitätsprofessoren, Militärwissenschaftlern, Jugendpsychiatern, Heimleitern und betroffenen Gymnasiasten zwei Handreichungen für Eltern und Lehrer: „Da spiel ich nicht mit!“ (10) und „Game over!“ (11). Beide befassen sich mit den Auswirkungen dieser so genannten „Unterhaltungsgewalt“ in Fernsehen, Video- und Computerspielen – und was man dagegen unternehmen kann.

Wann wird sich das Menschheitsgewissen endgültig Gehör verschaffen?

Das wirksamste Gegenmittel gegen Lüge und Manipulation ist die Wahrheit beziehungsweise ihre Verbreitung. Doch noch können wir nicht sagen, wann sich das Menschheitsgewissen, dessen Mahnruf durch die Jahrhunderte gellt, endgültig Gehör verschaffen wird, um den schrecklichen Irrtum der Herrschsucht aufzuzeigen.

Auch wissen wir nicht, wann das Menschheitsgewissen die so genannte „absolute Wahrheit“ verkünden wird, wonach die Menschen zusammengehören und unter dem Gesetz stehen, zusammenzuwirken und einander die Hände zu reichen. Es besteht jedoch kein Zweifel, dass der Bestand des Menschengeschlechts davon abhängen wird, dass sich die Menschen in weit höherem Maße als bisher zur allmenschlichen Solidarität bekennen.

Bis zum heutigen Tag wird unter denen, die darauf angewiesen wären, sich gemeinsam gegen die Naturgewalten zu wenden und allen Menschen auf dieser Erde ein erträgliches Dasein zu sichern, Zwietracht gesät und auch werden sie nach „Strich und Faden belogen“.

Somit ermöglicht das Vorrecht der Regierenden und die Verblendung der Regierten immer wieder Rückfälle in die kriegerische Gesinnung, die im Leben des Einzelnen wie der Völker unsägliches Leiden verursacht. Gleichzeitig wird in schamloser Weise vom „Ethos des Krieges“ gesprochen, in dem sich die edelsten Tugenden des Menschen wie Mut und Entsagung, Pflichttreue und Opferwilligkeit entfalten würden.

Aufklärung und Erziehung als wichtigste Maßnahmen gegen Lüge, Manipulation und Krieg

Die Geschichte ist ein Werk des Menschen. Wenn man diese Welt ändern will, muss man den Menschen ändern. Demgemäß sind Aufklärung und Erziehung die erfolgversprechendsten Maßnahmen, die gegen den Krieg, die Manipulation und die Lüge ergriffen werden können.

Natürlich sollten Eltern und Erzieher die Kinder dazu anhalten, stets bei der Wahrheit zu bleiben. Und wenn man sie noch nicht kennt, sollte man den anderen dazu einladen, sie gemeinsam zu ergründen. Auch ist es von zentraler Bedeutung, dass die Erwachsenen den Kindern stets Vorbild an Redlichkeit und Wahrhaftigkeit sind.

Lüge und Manipulation achten weder die Würde noch die Gleichwertigkeit der Menschen. Sie verstoßen gegen das Gewissen und das Gebot der Brüderlichkeit. Indem sie den Mitmenschen zum Manipulationsobjekt herabwürdigen, respektieren sie ihn nicht als gleichwertigen Partner.

Wer die ehrliche Absicht hat zu informieren, kann sich zwar irren, aber er fühlt sich der Wahrheit verpflichtet. Er will dem anderen etwas Wahres mitteilen. Dabei verfolgt er keinen heimlichen Zweck, den er vor dem anderen verbirgt.


Fußnoten:

(1) https://www.globalresearch.ca/lies-damned-lies-elephants/5811493
(2) Barben, Judith (2009). Spin doctors im Bundeshaus. CH-5401 Baden
(3) https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/politiklexikon/296497/spin-doctor/
(4) Barben, Judith (2009). Spin doctors im Bundeshaus. CH-5401 Baden, S. 37
(5) A. a. O., S. 40
(6) https://www.globalresearch.ca/psyops-not-new-just-more-dangerous/5812602
(7) Tolstoi, Leo N. (1968). Rede gegen den Krieg. Frankfurt a. M., S. 74
(8) Barben, Judith (2009). Spin doctors im Bundeshaus. CH-5401 Baden, S. 41f.
(9) A. a. O., S. 42
(10) Hänsel, Rudolf und Renate (Hrsg) (2005). Da spiel ich nicht mit! Auswirkungen von „Unterhaltungsgewalt“ in Fernsehen, Video- und Computerspielen – und was man dagegen tun kann. Donauwörth
(11) Hänsel, Rudolf (2011). GAME OVER! Wie Killerspiele unsere Jugend manipulieren. Berlin



English version:
Confession of all-human solidarity helps against negative psychological effects of lies and manipulation
When Will We Profess the Unity of the Human Race?

By Dr Rudolf Hänsel

It is becoming increasingly difficult to find one's way through the jungle of lies and half-truths. More and more contemporaries therefore do not want to hear anything more from politicians. Personally, the alternative media keep me "afloat" because they still "pay tribute to the truth" due to their independence from government. But since we cannot assume that "free spirits" will teach us each what is truth and what is a lie, we should be able to distinguish between them ourselves. We must learn to think for ourselves (Kant). Hence the attempt at a psychological approach to the subject. Also worth mentioning is Dr Garcia's article "Lies, damned lies and elephants" (1). 

The 20th anniversary of the start of the war of aggression against Iraq by the USA, Great Britain and a "coalition of the willing" in violation of international law is certainly an appropriate occasion to raise awareness about the destructive effects of political lies and manipulation.

However, the following will not only deal with violence as the ultima ratio of politics, but more generally with the destructive effects of lies and manipulation on the human soul and human relationships, and with truth as an "antidote". 

The information and cultural values that parents and educators pass on to the child on a daily basis are of great importance for building trust in fellow human beings.

The image of man of the Christian occidental culture says that man – even the small child – carries bad qualities within himself. The educators approach the child with this information - whether consciously or unconsciously. They always suspect ill will in the child and are therefore often insincere, strict and violent. This makes the child afraid of the other person.

When the child learns to be afraid, this permeates all his actions, how he moves and gives himself in the community. The emotional reaction of fear then becomes a component of his character, which he carries into adulthood more or less consciously into every interpersonal relationship.

Trust in fellow human beings – the foundation of a personality – also develops in the relationship with the persons of childhood. Since the human being is the product of the experiences and impressions that parents, teachers and educators impart to him or her from earliest childhood, what kind of information and what culturally prevailing values they pass on to the child are decisive.

If the child is unsettled and deceived by untruthful information and/or confusing lies, it will distance itself from fellow human beings. Trust in the other person can only develop if he or she can rely on his or her honesty.

Dear readers, allow me to draw your attention in this context to the unfavourable effects of religious education on the child's soul: it is about non-existent spirits, devils and angels.

No sooner does the child show its first spiritual impulses and learn to speak than it is "taken into care" by the parents and the church. A few years later, when the consciousness of the "I" is formed, the god and devil of the respective religion already intervene. The child's belief in demons is crystallised in the ideas of the devil and hell. According to psychiatrists, anxiety neuroses and severe mental disorders are sometimes the result.

"Psychological operations" in the overall social space

A lie is a statement that the liar knows or suspects to be untrue. He utters it with the intention that the receiver will believe it. Manipulating another person is also a deception. It is used to gain an advantage and means the deliberate and covert influence or control of the experience and behaviour of individuals or groups, which is intended to remain hidden from them.

As early as 500 years ago, Niccolò Machiavelli (1469-1527) wrote "Il Principe", one of the first works of modern political philosophy. On this, the Swiss psychologist Dr Barben writes:

"For Machiavelli, power and fame meant everything, goodness and humanity meant nothing. He praised as powerful and successful those despots 'who were not scrupulous about loyalty and knew how to ensnare people by cunning'. A ruler, he wrote, must 'display mildness, loyalty, humanity, honesty and piety', but if necessary brutally 'turn these qualities into their opposite'. Nor should he 'shrink from evil' and must be able to 'twist and turn according to the wind'" (2).

But these ancient and crude methods of the political manipulator Machiavelli were to disappear with time. That is why American "spin-doctors" used soft power after the fall of the Berlin Wall. A "spin doctor" is a communications expert who works to ensure that, for example, the public understands a statement or decision in a way that is advantageous to the client or politician (3).

This form of propaganda was more discreet, subtle and "pleasing" compared to the communist methods. Joseph S. Ney, US government advisor and Harvard professor described it as "an excellent tool for getting the world to 'voluntarily' do what America wanted” (4). With soft power, it was possible to shape public opinion in a way that mere propaganda never could. But that was not enough!

In order to improve "communication", that is, to "optimise" the opinion of world public opinion especially in times of war, the "Psy-Op" group of the US Army was strengthened by tens of thousands of personnel and cooperation with Hollywood studios was intensified. "Psy-Op" is to be called "psychological operation" instead of the formerly ugly term "psychological warfare". However, Larry Dietz, a senior US military officer specialising in psychological warfare, defined "PsyOp" thus:

"Psychological operations are an additional weapon system to accomplish a mission ordered by a military commander. (...). The aim of PsyOp is to influence the behaviour (of targets) in the sense of the military command." (5) See also the article by Alan Lash: "Psyops are not new, just more dangerous" (6).

Drawing again on Leo Tolstoy's (1828-1910) famous quote about the character of rulers, and learning that politicians are "the most mendacious of men", one wonders why we citizens hand over power to them so lightly:

"One could still justify the subordination of an entire people to a few people if those in power were the best people; but that is not the case, has never been the case and can never be the case. The worst, most insignificant, most cruel, most immoral and especially the most mendacious people often rule. And that this is so is no accident." (7)

The question of war is also a general cultural question, which reminds us that our entire culture is permeated by the principle of violence and therefore also falls again and again into the error of being able to solve national problems by the method of violence, that is, war. Everywhere, power is placed above human solidarity and a sense of community.

Psychological Operation 'Killer Games': harmless 'entertainment violence'?

Another target group of 'PsyOp' are children and adolescents – a particularly sinister chapter. On this, Dr Barben writes:

"To increase kill rates in military operations, the Pentagon uses simulators on which routine killing is practised. These are used to train soldiers to overcome their natural inhibition to kill. They practise killing as many people as possible quickly and automatically. A few years ago, the Pentagon signed contracts with Hollywood. The film and entertainment industry gave the military killing simulators an 'attractive' design and marketed them as 'children's games' “. (8)

In reality, these 'games' have exactly the same effect on children and young people as they do on soldiers. According to the US military psychologist Dave Grossman, they get people used to killing and brutalise their feelings (9).
 
On the subject of "killer games", the author, together with recognised university professors, military scientists, youth psychiatrists, home directors and affected high school students, wrote two handouts for parents and teachers: "Da spiel ich nicht mit!" (I'm not playing!) (10) and "Game OVER!" (11). Both deal with the effects of this so-called "entertainment violence" in television, video and computer games – and what can be done about it.

When will the human conscience finally make itself heard?

The most effective antidote to lies and manipulation is the truth respectively its dissemination. But we cannot yet say when the human conscience, whose warning cry has rung through the centuries, will finally make itself heard in order to expose the terrible error of imperiousness.

Nor do we know when the conscience of humanity will proclaim the so-called "absolute truth" that human beings belong together and are under the law to work together and join hands. There is no doubt, however, that the existence of the human race will depend on people professing all-human solidarity to a far greater extent than they have done so far.

To this day, discord is sown among those who would depend on uniting against the forces of nature and ensuring a tolerable existence for all people on this earth, and they are also lied to "through their teeth".

Thus, the prerogative of the rulers and the delusion of the ruled make possible time and again relapses into the warlike mentality that causes unspeakable suffering in the lives of individuals and peoples alike. At the same time, there is shameless talk of the "ethos of war", in which the noblest virtues of man such as courage and renunciation, loyalty to duty and willingness to make sacrifices would unfold.

Enlightenment and education as the most important measures against lies, manipulation and war.

History is a work of man. If you want to change this world, you have to change man. Accordingly, enlightenment and education are the most promising measures that can be taken against war, manipulation and lies.

Of course, parents and educators should urge children to always stick to the truth. And if one does not yet know it, one should invite the other to explore it together. It is also essential that adults always set an example of honesty and truthfulness to the children.

Lies and manipulation respect neither the dignity nor the equality of human beings. They violate conscience and the commandment of brotherhood. By degrading fellow human beings to objects of manipulation, they do not respect them as equal partners.

Those who have the honest intention to inform may be mistaken, but they feel committed to the truth. He wants to communicate something true to the other person. In doing so, he does not pursue a secret purpose which he hides from the other.


Footnotes:

(1) https://www.globalresearch.ca/lies-damned-lies-elephants/5811493
(2) Barben, Judith (2009). Spin doctors in the Federal Parliament. CH-5401 Baden
(3) https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/politiklexikon/296497/spin-doctor/
(4) Barben, Judith (2009). Spin doctors in the Federal Parliament. CH-5401 Baden, p. 37
(5) op. cit., p. 40
(6) https://www.globalresearch.ca/psyops-not-new-just-more-dangerous/5812602
(7) Tolstoy, Leo N. (1968). Speech against war. Frankfurt a. M., p. 74
(8) Barben, Judith (2009). Spin doctors in the Federal Parliament. CH-5401 Baden, p. 41f.
(9) op. cit., p. 42
(10) Hänsel, Rudolf and Renate (eds.) (2005). I won't play along! Effects of "entertainment violence" in television, video and computer games – and what to do about it. Donauwörth
(11) Hänsel, Rudolf (2011). GAME OVER! How killer games manipulate our youth. Berlin



Dr. Rudolf Lothar Hänsel ist Schul-Rektor, Erziehungswissenschaftler und Diplom-Psychologe. Nach seinen Universitätsstudien wurde er wissenschaftlicher Lehrer in der Erwachsenenbildung. Als Pensionär arbeitete er als Psychotherapeut in eigener Praxis. In seinen Büchern und Fachartikeln fordert er eine bewusste ethisch-moralische Werteerziehung sowie eine Erziehung zu Gemeinsinn und Frieden. Für Verdienste um Serbien bekam er 2021 von den Universitäten Belgrad und Novi Sad den Republik-Preis „Kapitän Misa Anastasijevic“ verliehen.

Dr. Rudolf Lothar Hänsel is a school rector, educational scientist and graduate psychologist. After his university studies, he became an academic teacher in adult education. As a retiree he worked as a psychotherapist in his own practice. In his books and professional articles, he calls for a conscious ethical-moral education in values as well as an education for public spirit and peace. In 2021, he was awarded the Republic Prize "Captain Misa Anastasijevic" by the Universities of Belgrade and Novi Sad for services to Serbia.




Online-Flyer Nr. 809  vom 29.03.2023

Druckversion     



Startseite           nach oben

KÖLNER KLAGEMAUER


Für Frieden und Völkerverständigung
FOTOGALERIE