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Aktueller Online-Flyer vom 24. Mai 2024  

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Krieg und Frieden
Ukraine-Krieg
Zunehmende Abnormität soll die neue Normalität sein
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Die ZDF-Sendung „Maybrit Illner“ am 15.06.2023 bringt nichts Neues. Auffällig ist, das diese Sendung die Botschaft verbreitet, es gehe darum, die Ukraine weiter sinnlos zu unterstützen, und dass kein Ende des Kriegs abzusehen sei. Maybrit Illner stellt treffend die Frage, die schon bei anderen Talkshows zum Thema in der Luft lag: Was geschieht, wenn die Offensive der Ukraine nicht den erwarteten Erfolg hat? Die von den russischen Militärs zerstörten deutschen und amerikanischen Panzer kamen aber nicht zur Sprache. Der SPD-Vorsitzende, Lars Klingbeil, spricht bei Maybrit Illner am 15.06.2023 irrsinnigerweise von „einer neuen Normalität“, anstatt die herrschende zunehmende Abnormität der gesamten politischen Lage zu erkennen. Die deutsche Bevölkerung aber erkennt diese Abnormität an der Spitze der Macht und weist sie entschieden zurück. Gerade weil sie von den traditionellen Parteien enttäuscht ist, gibt ein wachsender Anteil in Umfragen an, nächstens die AfD zu wählen.

Den Willen zum Krieg des Westens brechen

Nicht Putins Stärke wird unterschätzt, sondern die realen Kräfteverhältnisse sind absichtlich medial ignoriert worden, damit die westliche Desinformation freie Bahn bekommt. Der Westen unter dem Führer von US-Präsident Joe Biden mit seinen Vasallen ist nicht mehr tauglich, die politische und wirtschaftliche Ordnung und angebliche kulturelle Dominanz mit Gewalt durchzusetzen. Diese Umwälzung der Weltordnung hat sich den ganzen Kalten Krieg entlang entwickelt. Alles dies deutet auf eine Katastrophe großen Ausmaßes hin: Diese Tendenz des Westens zur Gewalt und Krieg birgt in sich die Gefahr, in den Dritten Weltkrieg abzugleiten. Es sind die Inkompetenz und Verantwortungslosigkeit der herrschenden Kreise im Westen, die sich zu einem ausgewachsenen Feuersturm ausweiten können.

Der Westen ist zu einem strategischen Rückzug oder zur Kapitulation zu zwingen

Russland muss seine Militäroperation fortsetzen, bis der Westen zu einem strategischen Rückzug oder sogar zur Kapitulation gezwungen ist und die USA ihren Versuch aufgeben, die Geschichte umzukehren und ihre Vorherrschaft über andere Länder durchzusetzen. Die NATO/USA müssen sich zurückziehen, damit Russland und die Welt ungehindert vorankommen können. Gerade gegen diese unzulässige Vorherrschaft der USA zu kämpfen, haben Russland und China miteinander vereinbart. Ebenso die BRICS-Staaten. 

Wille der US-Regierung für einen verlängerten Krieg in der Ukraine von Kanzler Scholz befolgt

Ein Vierteljahrhundert lang hat Russland gezögert, auf diejenigen zu hören, die davor gewarnt haben, dass eine NATO-Aggression zum Krieg führen würde. Der Kreml hat immer wieder versucht, zu verhandeln, erfolglos, bis er sich gezwungen sah, militärisch in der Ukraine einzumarschieren, um Russland zu verteidigen. Die Unentschlossenheit Russlands ist damit jetzt zu Ende. Der Wille der USA und NATO zum Krieg ist dokumentiert und bei dem Besuch des NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg in Berlin am 19.06.2023 wurde er sogar vom deutschen Kanzler Olaf Scholz selbst bestätigt, indem dieser sich gemäß dem Willen der US-Regierung für einen verlängerten Krieg in der Ukraine positionierte. (ZDF-Mittagsmagazin, 19.06.2023)

Russland bereit für einen Präventivschlag als Vergeltung für alle gegenwärtigen und früheren westlichen Aggressionsakte

Der feindliche Westen muss wissen, dass Russland bereit ist, einen Präventivschlag als Vergeltung für dessen gegenwärtige und frühere Aggressionsakte zu führen, um ein Abgleiten in einen nuklearen Krieg zu verhindern. Wenn Russland dies nicht tut, kann nicht nur Russland aufhören zu existieren, sondern höchstwahrscheinlich die gesamte menschliche Zivilisation. Auf einem politischen Forum in Moskau sagte Putin im Herbst 2018, Russland würde nur dann einen Atomschlag durchführen, wenn das Frühwarnsystem seines Militärs vor einem ankommenden Sprengkopf warnt. Reicht das dem Westen immer noch nicht als Warnung?

Jetzige Lage wie Kuba-Krise, aber verlängert und ohne verantwortungsvolle Gesprächspartner


Die wachsende Wahrscheinlichkeit eines nuklearen Konflikts, der die Geschichte der Menschheit beendet, ist für uns alle am meisten besorgniserregend. Wir erleben gerade eine verlängerte kubanische Raketenkrise. Und es gibt keine Menschen vom Kaliber Kennedys, die zu einem fairen Abkommen bereit wären. Mit anderen Worten, es gibt keine verantwortungsvollen westlichen Gesprächspartner. Wir sehen heute in der Biden-Administration, wie grenzenlose Feindseligkeit gegen Russland Vernunft und Fairness blockiert.

Im Westen keine verantwortungsvollen Staatsmänner und Außenpolitiker, unsouveräner SPD-Kanzler völlig unter Kontrolle der US-Regierung


Es muss sich umgehend ändern, dass es heute im Westen keine verantwortungsvollen Staatsmänner und Außenpolitiker gibt, die das Kaliber Kennedys hätten, um aus der jetzigen, brandgefährlichen Krise herauszukommen. Im Gegenteil. Man sieht an der Spitze der Macht Psychopathen wie Joe Biden und Victoria Nuland, die uns alle mit ihrem krankhaften Hass und widerwärtigen Kriegstreiberei gegen Russland in den Abgrund treiben, während sich ein deutscher SPD-Kanzler unsouverän und blind völlig unter ihre Kontrolle stellt und so irrational agiert, dass er die kriegerische Verbundenheit mit der USA mit einem Dokument zur angeblichen „nationalen Sicherheitsstrategie“ befestigt hat, und seine Pflicht, Deutschlands Sicherheit zu bewahren, aufgibt. Es sind unzurechnungsfähige Irre, die nicht wissen, wie sie aus dem Sumpf herauskommen sollen, oder es nicht wollen, ein Sumpf, in den sie sich selbst hineinbegeben haben und jetzt darin versinken.

Historische Katastrophe für USA/NATO in der Ukraine: Nutzlose NATO-Bewaffnung der Ukraine, aber keine Reaktion aus dem Kanzleramt

Man hört keine Reaktion aus dem Kanzleramt, kein Ton aus der SPD über die historische Katastrophe, die die USA/NATO jetzt an die Front der Ukraine erleben. Das Waffengeschick hat entschieden. Die ukrainische Gegenoffensive ist kläglich gescheitert. Die beträchtliche Bewaffnung der Ukraine durch die NATO war nutzlos. "Dieses 'Schachmatt' markiert nicht nur das Ende der Ukraine, wie wir sie kannten, sondern auch das Ende der Vorherrschaft des Westens, der auf seine Lügen gesetzt hatte." („Der Zusammenbruch von Kiew“ von Thierry Meyssan, voltairenet.org, 13.06.2023)

USA und NATO-Defender-Manöver: Im Ernstfall Weiterbestand Deutschlands aufs Spiel gesetzt

"Seit dem blutigen Staatsstreich in der Ukraine im Jahre 2014 erhält die ukrainische Armee ihre Befehle von den USA, die - wie man auch in anderen Teilen der Welt (Irak, Jugoslawien, Afghanistan, Libyen, Syrien) gesehen hat - zur Erreichung ihrer Weltherrschaftspläne bewusst die Bevölkerung dieser Staaten opfert. Das trifft auch auf Deutschland zu! Angesichts der bevorstehenden NATO-Defender-Militärübungen auf deutschem Boden, bei der wie 1989 eine Atomkriegsübung durchgeführt werden soll, sind die deutschen Bürger bestürzt, wie weit die deutschen Politiker nicht nur in der Ukraine, sondern auch auf deutschem Boden, zu gehen bereit sind! 1989 hat der damalige Kanzler Kohl die Wintex-Übung abgeblasen, weil diese im Ernstfall den Weiterbestand Deutschlands aufs Spiel gesetzt hätte. Diese Weitsicht fehlt den heutigen Politikern! Sie scheinen leider bereit zu sein, das deutsche Volk wieder mal 'auf dem Feld der Ehre' opfern zu wollen." („Bevölkerungen opfern?“ von Diplom-Staatswissenschaftlerin, Brigitte Queck, Neue Rheinische Zeitung, 14.06.2023)

Mit den Grünen forcierte aggressive, transatlantisch orientierte Außenpolitik
    Deutschland erlebt einen langsamen Tod durch das Handeln der "Grünen". ... "Die Grünen" in Deutschland sind als Mitglied der Regierungskoalition mit der Sozialdemokratischen Partei mittlerweile bekannt dafür, eine aggressive transatlantisch orientierte Außenpolitik zu forcieren. Nachdem sie sich ursprünglich im Jahr 1980 als Antikriegs- und Umwelt-Partei gegründet hatten, haben sich die politischen Ansichten inzwischen weitgehend gewandelt, so dass diese Partei heute die NATO und deren Osterweiterung unumwunden unterstützt, das Militärbündnis als entscheidend für die Verteidigung Europas betrachtet und sich gegen jegliche Abkommen mit Russland und China stemmt. Nachdem "Die Grünen" die Kontrolle über das Außenministerium des Landes übernommen haben, versuchen sie, auch noch die bisher äußerst vorteilhaften geopolitischen Beziehungen Deutschlands zu China abzubauen, während sie ohnehin bereits in der Konfrontation zu Russland Vollgas gaben und geben. Die Zeiten von Pragmatismus, Besonnenheit und gesundem Menschenverstand sind offenbar vorbei. Baerbock ist eine Katastrophe – und sie reißt Deutschland in den Abgrund.>> („Absurde Außen- und Energiepolitik – Grüne ziehen Deutschland in den Abgrund“ von Timur Fomenko, 26.4.23) Wenn man die eigene Vernunft aufgibt und sich von Irren leiten lässt, ist es sehr schwierig, den Weg zurück zur Normalität und Vernunft wiederzufinden. Die Hoffnung ruht deshalb auf Russland. Wenn Russland gegen die NATO/USA in der Ukraine triumphiert, wird der russische Sieg wie eine Katharsis bei den verkommenen Führungskräfte des Westens wirken, die sich viel zu lange den US-Einflussnetzwerken und ihren medialen Kampagnen ergeben haben durch eine Gehirnwäsche, die sie in den Propaganda-Maschen fesselt.

    Präsident Putin mit klaren Worten auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg im Juni 2023

    Wladimir Putin äußerte sich klar und realistisch auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg (14.-17. Juni 2023), wo er erklärte, <<der Westen setze alles daran, damit Russland eine „strategische Niederlage auf dem Schlachtfeld" erleide. ... Die Ablehnung einer friedlichen Lösung im Donbass durch die Ukraine habe Russland dazu gezwungen, die Militäroperation zu starten, um die Aggression zu stoppen. „Unsere Gegenpartner haben sich öffentlich geweigert, den Konflikt mit friedlichen Mitteln beizulegen. Und das hat uns dazu gezwungen, die Streitkräfte einzusetzen, um diesen Krieg zu beenden.“ Auch die NATO werde in den Konflikt hineingezogen. Die ukrainischen Streitkräfte haben da keine Chance, überhaupt keine. Die Ukraine habe bislang in keinem Bereich ihre Ziele erreicht, so Putin. „Was die Entmilitarisierung betrifft, so wird die Ukraine bald ihre eigene Ausrüstung überhaupt nicht mehr verwenden. Es wird nichts davon übrig bleiben. Alles, was sie benutzen, kommt von außen. Aber damit kann man auf lange Sicht keinen Krieg führen". Im Gegensatz dazu entwickle sich die russische Rüstungsindustrie "von Tag zu Tag" weiter. "Einige Fabriken arbeiten tagsüber und nachts." Die von der NATO versprochenen F-16-Kampfjets werden in der Ukraine genauso brennen wie die Leopard-Panzer. „Russland ist das Land, das im Kampf gegen den Nationalsozialismus am meisten gelitten hat. Das werden wir nie vergessen."

    („Putin: Die Ukraine kann mit fremden Waffen auf lange Sicht keinen Krieg führen“ von Ramil Sitdikow, 16.06.2023)

Keine Aussicht auf diplomatische Lösung des Ukraine-Krieges, nur auf dem Schlachtfeld wie damals gegen Nazi-Deutschland


"Die Aussichten auf eine diplomatische Lösung des Krieges in der Ukraine sind nach Ansicht des Ex-Geheimdienstoffiziers der US-Marineinfanterie und ehemaligen UN-Waffeninspekteurs Scott Ritter zunichte gemacht worden. Die Vereinigten Staaten und der Westen haben mittlerweile ihre politische Glaubwürdigkeit verloren, und Russland sieht nur noch in einem Sieg auf dem Schlachtfeld einen gangbaren Ausweg." („Russland wird mit niemandem über die Ukraine verhandeln, sondern siegen“. Scott Ritter, 09.01.2023)

Russland wird somit Europa zum zweiten Mal von dem gefährlichen Faschismus befreien. Auf dem Schlachtfeld, wie damals gegen Nazi-Deutschland.


Verfasst am 19.06.2023 unter Bezugnahme auf ZDF-Sendung „Maybrit Illner“ 15.06.2023: „Schwierige Offensive – Putins Stärke unterschätzt?“


Luz María de Stéfano Zuloaga de Lenkait ist chilenische Rechtsanwältin und Diplomatin (a.D.). Sie war tätig im Außenministerium und wurde unter der Militärdiktatur aus dem Auswärtigen Dienst entlassen. In Deutschland hat sie sich öffentlich engagiert für den friedlichen Übergang der chilenischen Militärdiktatur zum freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat, u.a. mit Erstellen von Gutachten für Mitglieder des Deutschen Bundestages und Pressearbeit, die Einheit beider deutschen Staaten als ein Akt der Souveränität in Selbstbestimmung der beiden UN-Mitglieder frei von fremden Truppen und Militärbündnissen, einen respektvollen rechtmäßigen Umgang mit dem vormaligen Staatsoberhaupt der Deutschen Demokratischen Republik Erich Honecker im vereinten Deutschland, für die deutsche Friedensbewegung, für bessere Kenntnis des Völkerrechts und seine Einhaltung, vor allem bei Politikern, ihren Mitarbeitern und in Redaktionen. Publikationen von ihr sind in chilenischen Tageszeitungen erschienen (El Mercurio, La Epoca), im südamerikanischen Magazin “Perfiles Liberales”, und im Internet, u.a. bei Attac, Portal Amerika 21, Palästina-Portal. Einige ihrer Gutachten (so zum Irak-Krieg 1991) befinden sich in der Bibliothek des Deutschen Bundestages.


Online-Flyer Nr. 814  vom 28.06.2023

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