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Aktueller Online-Flyer vom 14. Juni 2024  

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Bauern-Protest-Woche vom 8. bis 15. Januar 2024 am Beispiel Köln und Berlin
Protest aus der Mitte der Gesellschaft
Von Arbeiterfotografie

„Unser Land wird nicht regiert, sondern ruiniert.“ „Im Handwerk gibt’s die Meisterpflicht, in der Regierung leider nicht! “ Und: „Die Abriss-Profis Berlin: zuverlässige, schnelle Demontage in Rekordzeit!“ Das sind drei von hunderten von Aussagen auf Transparenten und Schildern. Vom 8. bis 15. Januar 2024 haben Bauern und Kleinunternehmer bundesweit demonstriert – zunächst lokal wie z.B. in Köln und am 15. Januar zentral in Berlin. Die Proteste richten sich insbesondere gegen die geplante Streichung des Agrar-Diesels und der Kfz-Steuerbefreiung. "Alles Rechtsextreme oder was? Wer den Tausenden Bauern bei ihren Aktionen in Berlin zuhörte, wer sie sich selbst anschaute, der wusste: Das waren Bürger aus der immer wieder beschworenen Mitte der Gesellschaft. Anders als zum Beispiel die Tagesschau mit ihrer Warnung vor 'Rechtsextremisten' vorher unterstellte, waren Rechtsextreme nirgendwo zu sehen oder zu hören. Der Trick, die außerparlamentarische Opposition als 'rechts' zu diffamieren, – seit den Tagen des Corona-Regimes sattsam bekannt – hatte nicht verfangen. Auch die beschwörenden Töne des FDP-Finanzministers Lindner, der auf der Kundgebung reden durfte, nützten nichts: Die Bauern haben die Schnauze voll." So sieht es Ulrich Gellermann. Die ArbeiterfotografInnen Senne Glanschneider, Birgit Franke und Jean-Theo Jost waren bei den Protesten dabei. Die NRhZ zeigt einen Querschnitt ihrer fotografischen Dokumentation aus Köln und Berlin.


1. Berlin, Brandenburger Tor


2, Berlin


3. Köln


4. Köln – Unser Land wird nicht regiert, sondern ruiniert


5. Köln


6. Köln – Gemeinsam für eine bessere Zukunft!


7. Köln – Das beste Entlastungspaket wäre euer Rücktritt


8. Köln


9. Köln – Wir brauchen eine Zukunft


10. Köln – In Deutschland produzieren statt klimaschädlich importieren!


11, Köln


12. Köln – Ist der Bauer ruiniert, wird das Essen importiert


13. Köln


14. Köln – Ein Funken Hoffnung – No farmer, no food (Keine Bauern: kein Essen)


15. Köln – Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie wissen alles besser


16. Köln – No farmer, no food, no future (Keine Bauern: kein Essen, keine Zukunft)


17. Köln – Stirbt der Bauer, stirbt das Land


18. Köln


19. Köln


20. Köln


21. Köln – Ein Funken Hoffnung – Ohne Bauern geht es nicht


22. Köln – Sind wir Bauern alle weg, geht’s dem Volke an den Speck


23. Köln – Mit dieser Ampel stirbt Deutschland


24. Köln – How dare you – Ohne Bauern – No future


25. Köln – Heimische Landwirtschaft braucht Planungssicherheit, faire Bezahlung, Chancengleichheit, Zukunft


26. Köln – Wer den Bauern nicht ehrt, ist das Brot nicht wert


27. Köln – Finger weg vom Agrar-Diesel


28. Köln – Ohne uns kein Bier!


29. Köln – Stoppt die „Ampel“


30. Köln – Nicht nur beim Schach werden Bauern geopfert! Ein Fass, das überläuft, war schon vorher voll!


31. Köln – No farmers, no food, no future – Ohne Bauern geht es nicht


32. Köln – Niemand soll es je vergessen, Bauern sorgen für das Essen!


33. Köln – No farmers, no food, no future


34. Köln


35. Köln – [Bundeskanzler] Scholz nicht unser Stolz


36. Köln – Irrenanstalt


37. Köln – Eure Politik macht Bauen unbezahlbar! Preistreiberei stoppen, Kies-Abgabe Nein!


38. Köln


39. Köln – Karneval, Essen und Bier: nur mit mir! Deine deutschen Bauern


40. Köln – Mein Job hängt von der Landwirtschaft ab: Landmaschinen-Mechatroniker


41. Köln – Wir machen Euch satt!


42. Köln – Gesetze und Regeln ohne Verstand – Erst stirbt der Bauer, dann das Land!


43. Köln – CO2-Maut-Abzocke


44. Köln – Es reicht! Branchentot!


45. Köln – Die Abriss-Profis Berlin – Zuverlässige, schnelle Demontage in Rekordzeit!


46. Köln – Fachkräftemangel gibt es nur in der Politik!


47. Köln – Die „Ampel“ steuert uns alle in den Untergang


48. Köln – Die „Ampel“ muss weg!


49. Köln – Stop CO2-Maut


50. Köln – Landwirtschat ist bunt, nicht braun


51. Berlin


52. Berlin – Wer die Bauern quält, wird nicht mehr gewählt


53. Berlin


54. Berlin – Fair, demokratisch, respektvoll demonstrieren


55. Berlin


56. Berlin – Landfrauen in Aktion: In Deutschland sorgen die Bauern zu 89 Prozent für’s Essen, habt Ihr es vergessen? Die Bauern sorgen sich über die Zukunft ihrer Kinder, wollt Ihr diese mit Euren Sparpaketen verhindern?


57. Berlin – Bauern Hand in Hand für unser Land! Fachkräfte fehlen nur in der Regierung!


58. Berlin – Die jetzige Regierung ist genauso wenig dazu fähig, mit Geld umzugehen, wie eine Hund dazu fähig ist, einen Vorrat an Wurst anzulegen!


59. Berlin – Absolut friedlicher Mob – „Ampel“ ruiniert Landwirtschaft! Nicht mit uns! 60 Milliarden für’s Ausland, aber Deutsche sollen sparen. Nein! Lasst unser Geld hier. – Ohne uns bleibt der Teller leer


60. Berlin – Nein, ich bin kein Nazi


61. Berlin – Freiheit für Assange – Keine Abschiebung in die USA – Bauern und Brot statt Bomben und Not


62. Berlin – Schluss mit Rüstungs-, Pharma- und Klima-Lobbyismus!


63. Berlin – Du kannst die Leute um dich herum nicht ändern, aber du kannst ändern, wer um dich herum ist.


64. Berlin – Ist der Bauer ruiniert, wird dein Essen importiert!


65. Berlin – Sorry! Aber sonst werden wir nicht gehört


66. Berlin – Hüte dich vor Sturm und Wind und Ossis, die in Rage sind!


67. Berlin – Ohne uns wirst du lang nicht satt!


68. Berlin – Stoppt die „Ampel“ – Rettet den Mittelstand


69. Berlin – Im Handwerk gibt’s die Meisterpflicht, in der Regierung leider nicht!


70. Berlin – Ihr brecht das Rückgrat von diesem Land: Handwerker und Mittelstand – Volksentscheid für sofortige Neuwahlen


71. Berlin, Brandenburger Tor – No farmers, no food, no future (Keine Bauern: kein Essen, keine Zukunft)


Birgit Franke kommentiert den Protest so: "Es waren der bäuerliche Mittelstand, Selbstständige aus verschieden Branchen, Handwerker, Angestellte, der Querschnitt der Bevölkerung vor Ort. Und sie kamen aus allen Bundesländern der bunten Republik Deutschland. Rund um das Brandenburger Tor, die Straße des 17. Juni, das gesamte Viertel einschließlich Potsdamer Platz und Nebenstraßen waren voller Menschen, Traktoren, LKWs, Fahrzeuge von Selbstständigen wie Fahrschulen etc. Es war bitterkalt, der Stimmung hat es nichts ausgemacht. Gute Laune, solidarische Bekundungen untereinander, prägten diese Demonstration. Der deutsche Bauernverband, der ab 11:30 Uhr die Bühne am Brandenburger Tor bespielte, hatte als Redner Finanzminister Lindner eingeladen, der auf dem Podium zwar hofiert wurde, der friedliche 'Mob' lies ihn - nach einem starken Pfeifkonzert mit Buhrufen - gewähren. Herr Finanzminister Lindner erdreistete sich, von 'seinem' Geld zu sprechen, das er wohlüberlegt zu verteilen hätte. Auch fühle er sich den Landwirten sehr nahe, da er so manches Mal eine Pferdebox säubern müsse. Lautstarkes Pfeifen und Gelächter begleiteten seine Rede. Als er gegen Asylbewerber und Bürgergeldempfänger wetterte, gab es sowohl auf der Bühne als auch bei den Demonstranten diesbezüglich Missbilligungsäußerungen. Diese verbale Ausgrenzung und Demütigung anderer durch Herrn Lindner werden vielleicht vom RBB oder dem ZDF-Team genutzt, um die Demonstranten zu diskreditieren, die diesen Äußerungen keinen Beifall spendeten. 'Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen' war eher zu hören. Während der Veranstaltung gab es immer wieder Sprechchöre mit den Rufen 'Wir sind das Volk', 'Die Ampel muss weg'. Nach dem Deutschen Bauernverband, der seine Kundgebung gegen 14:30 beendete, hatten die 'Freien Bauern' zu einer weiteren Veranstaltung geladen. Die 'Freien' haben sich zu einem eigenen Verbund zusammen getan. Nicht wenige Demonstranten sind sich bewusst, dass die Politik der kleinen Zugeständnisse an sie nur einer Zermürbungs- und Erschöpfungstaktik dienen sollen."

Online-Flyer Nr. 824  vom 17.01.2024

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