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Krieg und Frieden
Ukrainischer Terroranschlag auf Krimbrücke am 08.10.2022 und die Folgen
Harte Antworten Russlands
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Sendungen, Nachrichten, Kommentare zum Ukraine-Konflikt haben außer bekannter propagierter Narrative im Sinne Londons und Washingtons und dazu passende sensationalistische Bilder der Zerstörung in der Ukraine nichts zu bieten. Niemals berichteten die Medien über Zerstörung und Mord in den Donbas-Republiken, noch zeigten sie Bilder darüber. Eine sachgemäße Berichterstattung über alle Seiten des Konflikts erfolgt nicht, entsprechend unausgewogen ist die mediale Berichterstattung von ARD und ZDF. Zugunsten perfider Narrative gegen Russland werden Fakten einfach ignoriert oder absichtlich verschwiegen.

Moskau reagiert mit derselben Rücksichtslosigkeit seines Feindes.

Der Terroranschlag auf die Krimbrücke am 08.10.2022 wurde auch weitgehend verschwiegen. Weder Regierungsvertreter noch die großen Medien haben diesen abscheulichen, barbarischen Akt verurteilt, der – außer des materiellen Schadens – auch ziviles Menschenleben kostete. Moskau bewertet den dreisten terroristischen Angriff als eine unverhüllte „Kriegserklärung“. Er ist in der Tat ein Angriff auf Russland. Der Kreml reagierte prompt darauf, und zwar mit massiven Angriffen, unter anderem auf Entscheidungszentren in der Ukraine. Ebenso werden materielle und immaterielle Vermögenswerte und Ressourcen zerstört, die sich auf feindlichem Territorium befinden, und somit diese Ziele nach Möglichkeit buchstäblich in Asche gelegt.

Um 13 Uhr Moskauer Zeit bestätigte und kommentierte Russlands Präsident Wladimir am 10.10.2022 die Raketenangriffe schließlich höchstselbst: "Das Kiewer Regime hat sich durch sein Tun faktisch auf das Niveau internationaler terroristischer Formierungen begeben, mit den verruchtesten dieser Gruppierungen. Verbrechen dieser Art ohne Antwort zu belassen ist mittlerweile schlicht unmöglich. Heute Morgen wurde auf Anraten des Verteidigungsministeriums und nach Plan des Generalstabs Russlands ein intensiver Angriff mit Luft-, See- und bodengestützten Präzisionslenkflugkörpern großer Reichweite gegen Objekte der Energieversorgung, militärische Befehlsstände und Objekte der Kommunikationsinfrastruktur der Ukraine geführt. Im Falle, dass Versuche fortgesetzt werden, auf unserem Staatsgebiet Terroranschläge zu verüben, werden Russlands Antworten hart ausfallen und ihre Ausmaße dem Niveau der Bedrohungen entsprechen, die der russischen Föderation geschaffen werden. Niemand darf irgendwelche Zweifel daran haben."

Nichts davon ist bei deutschen Medien, noch bei der Kriegsclique in Berlin und Brüssel zu vernehmen. Die deutsche Führung, de facto Kriegspartei auf der Seite der Ukraine, widerspiegelt ihre gegenwärtige Elend und stellt ihre Friedensunfähigkeit, Realitätsverweigerung, Arroganz und gleichlautende Medien bloß. Höchste Zeit, dass genügend anständige Journalisten, den ukrainischen Terror entschlossen verurteilen, wie es sich gehört. und nicht weiter dabei mitmachen, ihn zu zelebrieren, weil er von der Ukraine gegen Russland ausgeht.

Obrigkeitsgläubigkeit wie zu Preußens Zeiten

Hinzu kommt Panik-Mache in den Medien, die dort auf Geheiß von höchster Stelle ohne Bedenken orchestriert wird, eine einfache Sache in Deutschland, wo die Obrigkeitsgläubigkeit und Loyalität gegenüber einer Regierung seit Preußens Zeiten von Generation zu Generation weitergegeben wurde, ganz im Gegensatz zu den USA, wo Intellektuelle und aufgeklärte Medien, wie New York Times, beginnen, die wahnsinnige Feindseligkeit gegen Russland zu kritisieren und auf Auswege hinzuweisen.

Dienste jeder US-Regierung können fast die ganze Welt von einer Falschheit überzeugen

Seit dem ersten Irak-Krieg 1990/1991 wissen die Dienste jeder US-Regierung, die CIA und die vielen anderen, fast die ganze Welt von einer Falschheit zu überzeugen und sie erfolgreich weltweit zu verbreiten. Das Attentat von New York 9/11 (11. September 2001) hat damals schon ein weiteres Mal bewiesen, wie einfach es für die USA ist, eine Lüge, und zwar die größte Lüge aller Zeiten, erfolgreich medial zu propagieren, um weltweit Krieg zu führen und Terror zu verbreiten.

Sicherheit Europas

Auf substantielle Fragen nach der Sicherheit Europas gibt es keine Antwort, weder aus den Vereinigten Staaten von Amerika, noch aus der Europäischen Union, noch aus ihren gelenkten Medien. Deutsche, EU-Außenpolitiker und Journalisten verstecken sich hinter der US-Dominanz, hinter der Atomwaffen-Angst und verstummen.

Am 04.10.2022 machte Maischberger in ihrer Sendung auf eine erforderliche gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsordnung aufmerksam und zitierte diesbezüglich die jüngste, treffende Ansicht der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel: <<Gleichzeitig muss aus meiner Sicht klar sein, dass wir - auch wenn es eines sehr langen Atems bedarf – und heute vielleicht genauso unwahrscheinlich klingt, wie Konrad Adenauers Rede über die deutsche Einheit im Jahr 1950, dass wir also im Rahmen der völkerrechtlichen Prinzipien an einer gesamteuropäischen Sicherheitsarchitektur unter Einbeziehung Russlands arbeiten müssen.>> Angelsächsische Kreise waren nach dieser Erklärung von Angela Merkel sehr irritiert und veranlassten eine EU-Konferenz, wobei eine Sicherheitsordnung Europas ohne Russland gefordert wurde. (Phoenix 07.10.2022). Der Außenminister Russlands, Sergej Lawrow, reagierte sofort auf die EU-Dreistigkeit und sagte treffend: Die europäischen Staaten tanzen nach der Pfeife Selenskis. Der russische Außenminister rief auch die USA auf, aufzuhören, Konfliktpartei zu sein. (Phoenix 07.10.2022)

US-Dominanz nicht zu dulden

Russland, das größte, souveräne und politisch gebildetste Land Europas, ist entschlossen, die US-Dominanz nicht zu dulden und warnt vor weiteren Provokationen. „Die Osterweiterung der NATO ist für Russland nicht hinnehmbar“. Russland sei von der NATO „dreist getäuscht“ worden, sagte der russische Präsident Wladimir Putin.

Aus Europa, aus dem Westen, ist in der Tat nichts Gutes zu erwarten. Die Erfahrung belegt wiederholte Male seine Handlungsunfähigkeit und Null-Außenpolitik. Leider. Russlands zuverlässige Partner sind die BRICS-Staaten: Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika und alle Staaten, die in der Shanghai-Organisation zusammengeschlossen sind. Da sind die unterstützenden Kräfte für den Kreml, und zwar in einer Allianz für den Frieden und Verteidigung, nicht für Konfrontation und Krieg. Die überwältigende Staatenmehrheit in den Vereinten Nationen unterstützen den Ansatz Russlands zum Frieden. Isoliert, ohne Verbindung zur Weltstaatengemeinschaft bleibt lediglich der Block USA/UK/EU/Israel.

„Anti-Russland“- Projekt Ukraine

Es gibt eine historische Einheit von Russen und Ukrainern, die immer ein Volk gewesen sind. Die Ukraine hat sich auf Kosten des historischen Russlands als Staat gebildet und verfolgt heute unter der Steuerung der USA und ihren Vasallenstaaten in der Europäischen Union quasi willenlos ein „Anti-Russland“-Projekt. Vor dieser Tatsache bleibt Deutschland und die EU wirkungslos, null und nichtig.

„Wir werden niemals zulassen, dass unsere historischen Territorien und unsere dort lebenden Nächsten gegen Russland benutzt werden“, sagte Wladimir Putin.

Einheit der Ukraine mit Russland durch Vertrag legitimiert - Jeder Vertrag ist Gesetz für die Vertragspartner.

KP-Generalsekretär Nikita Chruschtschow ließ 1954 den 300. Jahrestag der „Wiedervereinigung“ der Ukraine und Russland durch den Bündnisvertrag zwischen beiden Ländern in Pereslaw im Jahr 1654 mit großem Pomp feiern. Jeder Vertrag ist Gesetz für die Vertragspartner. So der Bündnisvertrag von Pereslaw, der die Einheit der Ukraine mit Russland legitimiert. Diese Legitimationsgrundlage ist historisch belegt. Daher zelebrierte Wladimir Putin am 4. November 2016 auch „die Fortführung unserer 1000-jährigen Geschichte“ und pries den Heiligen, Frommen Großfürsten von Kiew und ganz Rus, den ersten Autokraten, Wolodimir, als „Sammler und Beschützer russischer Länder und vorausschauenden Staatsmann, der die Grundlagen eines starken, vereinigten, zentralisierten Staates legte“.

Vertrauensvolle Beziehung Russlands zur Ukraine im russischen Sicherheitsinteresse

Als der ukrainische Präsident Wiktor Juschtschenko im Frühjahr 2008 in die NATO strebte, reagierte Wladimir Putin auf dem NATO-Gipfel in Bukarest am 4. April 2008 stark und eindeutig gegenüber US-Präsident George W. Bush: „Versteh doch, George, dass die Ukraine nicht einmal ein funktionierender Staat ist. Eine Aufnahme in die NATO kann die Ukraine als Staat, „an den Rand seiner Existenz bringen“. Präsident Wladimir Putin sah eine enge, vertrauensvolle Beziehung zur Ukraine immer als zentrales Anliegen an, allein schon aus Gründen der nationalen Sicherheit.

Im Widerstand zum US-geförderten Putsch-Regime in Kiew

Die Donbass-Republiken Lugansk und Donezk entstanden 2014 im Widerstand zum US-geförderten Putsch-Regime in Kiew. Anstatt mit Vertretern der Donbass-Republiken zu reden, führt das Kiew-Regime Krieg gegen sie. US-Waffenlieferungen fachen diesen Krieg weiter an und verursachen große Flüchtlingswellen nach Deutschland, Polen und andere EU-Länder. Gegen solche anmaßende US-Einmischung in einen inneren ukrainischen Konflikt wäre es angebracht gewesen, sich energisch auszusprechen, aber der damalige deutsche SPD-Außenminister, Frank-Walter Steinmeier, machte sich lieber zum US-Vasall als Echo der US-Regierung und wollte UN-Truppen an der Grenze zu Russland sehen. Ein größerer Irrsinn ist kaum vorstellbar. Natürlich war dieses Vorhaben für den Kreml inakzeptabel. Die Donbass-Republiken waren Realität, die sich wie die Krim auf den Willen ihrer Bewohner stützten und sich als unabhängig von der Ukraine abtrennten. Der Donbass war für Kiew sowieso seit dem Moment verloren, als das faschistische Regime unter Poroschenko seine eigenen Landsleute dort angriff, gleich nachdem sie sich als unabhängige Republiken erklärten (11.05.2014). Eine Regierung, die verbrecherische Aktionen veranlasst und ihre eigene Bevölkerung als Terroristen stigmatisiert, weil sie sich gegen sie positioniert, wie im Referendum am 11.05.2014 in den Gebieten von Lugansk und Donezk der Ostukraine, kann nicht gut geheißen werden. Auf keinen Fall kann sie als zuverlässiger Gesprächspartner gelten, erst recht nicht für die überwältigende Mehrheit, die sich im Donbass-Gebiet eindeutig gegen die Kiew-Willkürherrschaft manifestierte. Eigentlich sprachen sich schon beide Regionen der Städte Donezk und Lugansk für den Beitritt zur Russischen Föderation aus, nachdem sie sich am 11.05.2014 als unabhängig erklärt hatten.

Es gibt keinen Krieg vom Kreml gegen die Ukraine, sondern einen Krieg der USA gegen Russland zusammen mit ihren EU-Vasallenregierungen in Kollaboration mit Faschisten und Extremisten innerhalb der Ukraine. Das Gegenteil zu behaupten ist nicht nur eine groteske Lüge, sondern auch eine groteske krasse Desinformation zugunsten der anti-russischen Kriegstreiber und Faschisten.


Verfasst am 08.10.2022


Luz María de Stéfano Zuloaga de Lenkait ist chilenische Rechtsanwältin und Diplomatin (a.D.). Sie war tätig im Außenministerium und wurde unter der Militärdiktatur aus dem Auswärtigen Dienst entlassen. In Deutschland hat sie sich öffentlich engagiert für den friedlichen Übergang der chilenischen Militärdiktatur zum freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat, u.a. mit Erstellen von Gutachten für Mitglieder des Deutschen Bundestages und Pressearbeit, die Einheit beider deutschen Staaten als ein Akt der Souveränität in Selbstbestimmung der beiden UN-Mitglieder frei von fremden Truppen und Militärbündnissen, einen respektvollen rechtmäßigen Umgang mit dem vormaligen Staatsoberhaupt der Deutschen Demokratischen Republik Erich Honecker im vereinten Deutschland, für die deutsche Friedensbewegung, für bessere Kenntnis des Völkerrechts und seine Einhaltung, vor allem bei Politikern, ihren Mitarbeitern und in Redaktionen. Publikationen von ihr sind in chilenischen Tageszeitungen erschienen (El Mercurio, La Epoca), im südamerikanischen Magazin “Perfiles Liberales”, und im Internet, u.a. bei Attac, Portal Amerika 21, Palästina-Portal. Einige ihrer Gutachten (so zum Irak-Krieg 1991) befinden sich in der Bibliothek des Deutschen Bundestages.


Online-Flyer Nr. 799  vom 19.10.2022

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