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Aktueller Online-Flyer vom 25. Mai 2024  

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Krieg und Frieden
Kanzler Scholz gegen die Interessen Deutschlands und Europas
Der perfiden US-Imperialpolitik den Wind aus den Segeln zu nehmen
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

In ihrer Außenpolitik entgleisen Deutschland und der Westen vollständig und handeln abwegig, indem sie dem Konfrontationskurs der USA/NATO gegen Russland und China folgen und nicht die Ein-China-Politik respektieren. Nicht der Ukraine-Krieg ist der Ausgangspunkt der Energie- und Wirtschaftskrise, sondern die kontraproduktive, völlig deplatzierte Zeitenwende, die Kanzler Scholz gegen den Wohlstand und gegen die Interessen Deutschlands und Europas unverantwortlicher Weise bestimmte. Die einzige große Gefahr für Deutschland und Europa schafft also die Berliner Regierung selbst, wenn sie sich den USA unterordnet und sich daran beteiligt, weiter einen NATO-Krieg gegen Russland zu führen, statt ihn zu beenden. Gerade der NATO-Krieg gegen Russland auf europäischem Boden zeigt, wie wichtig es ist, die mentale und politische Unabhängigkeit von den USA anzustreben; genau das fordert der Präsident Frankreichs.
 
Produktionsfaktor Energie mit seinen Kosten für jedes Industrieland von entscheidender Bedeutung

Wirtschaftliche Abhängigkeiten sind im Geschäftsleben immer gegeben, Geschäfte machen, heißt Risiken eingehen, die man vorher abzuwägen hat. Alles andere ist leeres Politologengeschwätz, von wegen der gefährlichen Abhängigkeit von Russland beim Erdgas. Jene so genannte wirtschaftliche Abhängigkeit von Russland, die jetzt mutwillig von der deutschen Regierung beendet wurde, war sehr vorteilhaft für Deutschland. Sich davon abzuwenden, war - geschäftlich und volkswirtschaftlich gesehen - eine völlig törichte Entscheidung, die wirtschaftlich ein Riesenschaden für Deutschland und den Rest Europas bedeutet. Der Produktionsfaktor Energie mit seinen Kosten ist für jedes Industrieland von entscheidender Bedeutung, um wirtschaftlich günstig zu produzieren. Mit seiner destruktiven Zeitenwende schaffte Berlin die Energie- und Wirtschaftskrise, die die Menschen im Land schwer belasten. Stellt sich die Berliner Regierung auch noch gegen Peking, wird die ganze Misere noch bedeutend schlimmer werden.

Frieden vom Westen nicht gewollt, sondern die Schwächung, der Ruin von Russland


Der Westen will keinen Frieden. Die USA/NATO/EU zeigen kein Interesse an einer friedlichen Lösung. Sie wollen Russland schwächen und ruinieren. "Der Konflikt wurde von der NATO ausgelöst. Es ist jetzt ein Konflikt, der von Russland gelöst werden wird." (Scott Ritter, ehemaliger Offizier für Aufklärung der US-Marineinfanterie und UN-Waffeninspekteur). Die westlichen Länder und insbesondere die USA sind allerdings de facto längst Kriegspartei. Und sie sind so blind und hochmütig, dass sie ihren Untergang als Folge davon nicht wahrhaben wollen.

Angelegenheiten anderer Länder und ihre Interessen respektieren lernen

Was hat Taiwan mit Deutschland zu tun? Es ist höchste Zeit, dass die Berliner Regierung und ihre Medien die Angelegenheiten anderer Länder und ihre Interessen respektieren lernen. Außenminister Qin Gang verbat sich die Belehrungen von Analena Baerbock. Am wenigsten braucht China den Westen als Lehrmeister. Ganz anders als der armselige Auftritt von Baerbock in Peking erfolgten früher die Reisen der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel nach China mit großen Delegationen und erfolgreichen Geschäftsabschlüssen der deutschen Industrie.

Im Interesse des Friedens Austritt aus der NATO samt Kündigung sämtlicher Truppenstationierungsverträge und sonstiger Genehmigungen

Im Interesse Deutschlands ist der Frieden in Europa sofort wieder herzustellen und zu wahren, statt den NATO-Krieg gegen Russland in der Ukraine weiter zu fördern. Der Austritt aus der NATO sollte auch deshalb für Deutschland angesagt sein samt Kündigung aller Verträge, die die Stationierung fremder Truppen und fremder Kommando- und Nachrichtenzentren auf deutschem Boden regeln. Sonst werden diese US- und NATO-Einrichtungen zum Ziel russischer Vergeltungsschläge mit Überschallraketen, vor denen es keinen Schutz gibt.

Sanktionen lösen keine Konflikte, Westen total marginalisiert

Sanktionen sind untauglich, einen Konflikt zu lösen. Eher dienen sie zur Kriegsvorbereitung. Sie verbreiten Kriegsstimmung und müssen aufgehoben werden. Deshalb fordert eine große Mehrheit im UN-Menschenrechtsrat ein Ende der Sanktionspolitik. Zu begrüßen ist diesbezüglich die Reaktion Chinas. Die weise chinesische Regierung wollte die Sanktionen nicht mitmachen. Im Gegenteil ist China dabei, der ganzen perfiden US-Imperialpolitik den Wind aus den Segeln zu nehmen. Was künftig in Europa, vor allem in der Ukraine, geschieht werden werden weder die Deutschen noch andere Europäer groß bestimmen oder beeinflussen können. Die Ereignisse hinsichtlich der Ukraine zeigen es schon. Dort werden andere Mächte ihren Einfluss geltend machen, um zum Ende des Blutvergießens zu kommen und zu einem dauerhaften Frieden. Der Präsident Brasiliens, Lula da Silva, nennt explizit China, auch die Türkei. Nicht zu vergessen Indien und Mexiko, dessen Präsident, Andrés Manuel López Obrador, den ersten Friedensvorschlag für die Ukraine den Vereinten Nationen zu ihrer Vollversammlung 2022vorlegte. Der Westen hat sich total marginalisiert.

Berliner Regierung in der Falle

Die Zeit der folgenlosen Lippenbekenntnisse ist vorbei. Der Ukraine-Konflikt wird künftig als Wendepunkt gelten. Die Berliner Regierung tappte in die Falle, die mit dem blutigen, verfassungswidrigen US-gelenkten Putsch in der Ukraine für sie ausgelegt war. Jetzt weiß sie nicht, wie sie aus dem Schlamassel, das sie zur quasi Kriegspartei gegen Russland gemacht hat, wieder herauskommen soll. Alarmiert stellten internationale Völkerrechtsexperten fest, dass die deutsche Außenministerin Russland de facto den Krieg erklärt hatte.

Jüngste NATO-Katastrophe in der Ukraine wahrgenommen? Sprecherin des russischen Außenministeriums warnt

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, sagte, dies sei ein weiterer Beweis dafür, dass die westlichen Verbündeten die ganze Zeit einen Krieg gegen Russland geplant hatten. "Wir sprechen hier von einem Krieg gegen Russland, der im Voraus geplant wurde. Sagen Sie später nicht, dass wir Sie nicht gewarnt haben." Haben deutsche Außenpolitiker und deutsche Medien die jüngste NATO-Katastrophe in der Ukraine wahrgenommen? Sind sie in der Lage, die natürlichen Konsequenzen daraus zu ziehen?

Alle Kommandobunker der NATO völlig ungeschützt
    Die USA, das Vereinigte Königreich, Polen und einige andere NATO-Länder ziehen es vor, kein Wort über das zu verlieren, was Anfang März in der Nähe von Lemberg geschah. Verschiedene Quellen der westlichen und ukrainischen Presse lassen aber zunehmend Informationen durchsickern, die ein glaubwürdiges Szenario eines äußerst schmerzhaften Dramas (sogar einer Tragödie) für die NATO und ihre Verbündeten enttarnen.

    Von russischer Seite ist offiziell bestätigt, dass Kinschal "eingesetzt wurden". Dass die Russen diese Waffe ausprobiert und ihre Wirkung der NATO demonstriert haben, kann als gesichert angesehen werden. Das bedeutet, dass alle Kommandobunker der NATO völlig ungeschützt sind. Jeder, der Russland angreifen will, muss sich auf etwas furchtbares gefasst machen.

    Gegen die Raketen „Kinschal“ keine Chance, auch nicht für US-Flugzeugträger

    Das gilt übrigens auch für alle Übersee-Schiffe aller Seestreitkräfte einschließlich der Flugzeugträger der US Navy - die haben gegen die Kinschal keine Chance. Man darf davon ausgehen, dass der chinesische Verteidigungsminister mit Putin und Schoigu auch über genau diese Waffe spricht. Die Russen werden sie den Chinesen zur Verfügung stellen und damit verschiebt sich das geopolitische Gewicht im Pazifik erheblich. Die Konsequenzen sind gewaltig.

    Bunker mit NATO-Personal in Ukraine zerstört

    Diese bei Lemberg gut geschützte und mit modernen Kommunikationssystemen ausgestattete geheime Einrichtung gefiel den NATO-Generälen und -Obersten sich in das ukrainische Hinterland zu begeben, wo es bequemer war, die Verbündeten in Kiew zu beraten und gemeinsam mit ihnen Operationspläne auszuarbeiten. Der geheime unterirdische Standort vermittelte den "Beratern" auch ein Gefühl der Sicherheit, selbst nachdem Moskau angekündigt hatte, mit dem Beginn seiner militärischen Sonderoperation kriegswichtige Systeme anzugreifen. Es handelte sich in der Tat um ein gemeinsames Kommando- und Kontrollhauptquartier, in dem sowohl Vertreter der NATO als auch Offiziere des ukrainischen Verteidigungsministeriums und des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte saßen. Darüber hinaus war dieses Hauptquartier sehr gut durch Luftabwehrsysteme geschützt, was seine "Insassen" noch sicherer machte. Dies umso mehr, als sie glaubten, unter der mehrere Meter dicken Stahlbetonhülle völlig unverwundbar zu sein.

    Hochpräzise russische Überschallraketen „Kinschal“ nicht abzufangen

    Es gibt kein Luftabwehrsystem auf der Welt, das sie abfangen könnte. Außerdem ist die Kinschal auch eine hochpräzise Waffe. Keiner der "Lehrer und Schüler" im Bunker hat überlebt. Und es waren mehr als 200 von ihnen. Darunter, nach Angaben einiger "sachkundiger" westlicher Journalisten, mehrere amerikanische Generäle und hohe Offiziere. Es waren auch Briten, Polen und Ukrainer darunter.

    Dem griechischen Portal „Pronews“ zufolge, das dem Verteidigungsministerium seines Landes nahesteht, „wurden Dutzende ausländischer Offiziere bei einem Angriff mit einer Hyperschallrakete des Typs Kinschal auf ein gemeinsames Kommando- und Kommunikationszentrum von Ukraine und NATO getötet". Dies sei „eine Katastrophe für die NATO-Kräfte in der Ukraine"... Das russische Verteidigungsministerium veröffentlichte am 9. März eine bescheidene Mitteilung, wonach die russische Armee als Reaktion auf die vom Kiewer Regime organisierten Terroranschläge vom 2. März in der Region Brjansk einen massiven "Vergeltungsschlag" durchgeführt hat. Die Agentur betonte, dass das Hyperschall-Raketensystem Kinschal eingesetzt worden sei.

    Schweigen in der NATO zum Kinschal-Schlag auf Geheimbunker in der Ukraine

    Aber warum schweigen die NATO-Hauptstädte zu diesem schrecklichen Vorfall? Wahrscheinlich, weil sie sich "schämen", die Ohrfeige aus Moskau zuzugeben. Oder weil es ein offenes Eingeständnis der aktiven Beteiligung der NATO-Truppen an den Feindseligkeiten gegen Russland sein könnte.

    ("NATO-Katastrophe in der Ukraine: Russland schlägt die Gegenoffensive der AFU mit einem Kinschal-Schlag auf einen Geheimbunker zurück. Russische Hyperschallraketen Kinschal zerstören geheimen Bunker von 200 NATO- und AFU-Offizieren“ von Victor Baranets, 15.04.2023 - übernommen von Prawda 17.04.2023, Subtitel d.A.)
Nicht mit Taiwan, sondern mit Frieden in Europa befassen

Anstatt sich mit Taiwan zu befassen, sollten sich deutsche Außenpolitiker und Medien damit beschäftigen, wie Frieden in Europa zu schaffen ist und aufhören, Öl ins Feuer zu gießen, sei es gegen Russland oder gegen China.

Der Ukraine-Konflikt, eine Weggabelung

Der Konflikt in der Ukraine wirkt wie eine Weggabelung, aber wohin will Deutschland gehen? "Das russische Vorgehen gegen die Ukraine hat die Gewalt offenbart, die der amerikanischen Macht zugrunde liegt. Diese US-Macht ist unhaltbar und in einer Welt, die angeblich auf der Charta der Vereinten Nationen beruht, inakzeptabel. Der Konflikt in der Ukraine ist ein Scheideweg." („Das Ende Von Amerikas Hegemonie“, Strategic Culture Foundation, 31.12.22)

Für Russland nur noch der Sieg auf dem Schlachtfeld der gangbare Ausweg

"Die Aussichten auf eine diplomatische Lösung des Krieges in der Ukraine sind nach Ansicht des Ex-Geheimdienstoffiziers der US-Marineinfanterie und ehemaligen UN-Waffeninspekteurs Scott Ritter zunichte gemacht worden. Die Vereinigten Staaten und der Westen haben mittlerweile ihre politische Glaubwürdigkeit verloren, und Russland sieht nur noch in einem Sieg auf dem Schlachtfeld einen gangbaren Ausweg." („Russland wird mit niemandem über die Ukraine verhandeln, sondern siegen“ Scott Ritter, 09.01.2023)

Europa zum zweiten Mal von gefährlichen Barbaren befreien

Der Krieg in der Ukraine betrifft besonders die Sicherheit Deutschlands und Europas, denn es handelt sich um die Aggressivität der USA und ihrer NATO gegen Europa und Russland. Russland kämpft für seine Existenz in Unabhängigkeit und für die Zivilisation. Es wird somit Europa zum zweiten Mal von gefährlichen Barbaren befreien, dieses Mal die US-Amerikaner mit ihren Vasallen. Auf dem Schlachtfeld, wie damals gegen Nazi-Deutschland.


Verfasst am 21.04.2023 unter Bezugnahme auf ARD-Fernsehsendung „Maischberger“ am 18.04.2023: „Deutschland und der Westen ringen um den richtigen Umgang mit China. Wie gefährlich ist die wirtschaftliche Abhängigkeit? Kann Peking im Ukraine-Krieg Frieden stiften? Wie wahrscheinlich ist eine Eskalation des Taiwan-Konflikts?“


Luz María de Stéfano Zuloaga de Lenkait ist chilenische Rechtsanwältin und Diplomatin (a.D.). Sie war tätig im Außenministerium und wurde unter der Militärdiktatur aus dem Auswärtigen Dienst entlassen. In Deutschland hat sie sich öffentlich engagiert für den friedlichen Übergang der chilenischen Militärdiktatur zum freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat, u.a. mit Erstellen von Gutachten für Mitglieder des Deutschen Bundestages und Pressearbeit, die Einheit beider deutschen Staaten als ein Akt der Souveränität in Selbstbestimmung der beiden UN-Mitglieder frei von fremden Truppen und Militärbündnissen, einen respektvollen rechtmäßigen Umgang mit dem vormaligen Staatsoberhaupt der Deutschen Demokratischen Republik Erich Honecker im vereinten Deutschland, für die deutsche Friedensbewegung, für bessere Kenntnis des Völkerrechts und seine Einhaltung, vor allem bei Politikern, ihren Mitarbeitern und in Redaktionen. Publikationen von ihr sind in chilenischen Tageszeitungen erschienen (El Mercurio, La Epoca), im südamerikanischen Magazin “Perfiles Liberales”, und im Internet, u.a. bei Attac, Portal Amerika 21, Palästina-Portal. Einige ihrer Gutachten (so zum Irak-Krieg 1991) befinden sich in der Bibliothek des Deutschen Bundestages.


Online-Flyer Nr. 810  vom 26.04.2023

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