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Aktueller Online-Flyer vom 24. Mai 2024  

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Krieg und Frieden
Eine APO-Analyse von Ingo Marks zum Videodossier der "KöAntifa" über ihn und das "Friedensbündnis NRW"
Wenn Kriegskuschler toben
Von APO Düsseldorf

Eine Gruppierung von angeblichen Antifaschisten, die sich unter Bezugnahme auf die Prachtstraße Düsseldorfs KöAntifa nennt, hat bei YouTube ein Video ins Netz gestellt, das Front macht gegen das Friedensbündnis NRW mit seiner Sprecherin Mona Aranea und vor allem seinem Versammlungsleiter und Anmelder Ingo Marks. Ingo Marks hat im telegram-Kanal der Außerparlamentarischen Opposition (APO) Düsseldorf, der er angehört, eine Entgegnung verfasst, die die NRhZ nachfolgend dokumentiert.

Das von der KöAntifa veröffentlichte Videodossier zu meiner politischen Entwicklung besteht hauptsächlich aus übler Nachrede und unbewiesenen Behauptungen, bestätigt aber meinen in langjähriger Erfahrung auf der Straße gewonnen Eindruck, dass Kräfte vom rechten Rand Protestbewegungen in Deutschland systematisch kapern und unterwandern. Von staatlicher Unterstützung profitierende selbsternannte „Antifaschisten“ bekämpfen paradoxerweise niemals die Unterwanderung selbst sondern verfolgen stattdessen jene, die sich ihr entgegenstellen.

Ich habe von mir nie behauptet, dass ich mich dem linken Spektrum zugehörig fühle, sondern zur Mitte der Gesellschaft. Leider fehlen im ausschließlich der Diffamierung des Friedensbündnis NRW dienenden Videodossier die unzähligen Friedensdemo, an denen ich bereits seit 2014 teilgenommen habe. Auch fehlen meine klaren und effektiven Strategien zur Verhinderung rechter Unterwanderung, welche die Landeszentrale für politische Bildung NRW bereits 2022 dokumentiert hat. Ein Video vom Juni 2023 zeigt zuletzt, wie ich mit anderen Ordnern auf der Stopp-Airbase-Ramstein-Demo gegen Flaggen des geschichtsrevisionistischen Compact-Magazins vorgehe. Dass meine klaren und effektiven Strategien gegen rechte Kaperungsversuche im Videodossier der KöAntifa nicht vorkommen, ist nicht verwunderlich. Ihr Aufzeigen würde deutlich machen, was ich auf allen Demos, die ich organisiere, immer mache: mich klar von rechtsextremem Gedankengut und der Reichsbürgerideologie nicht nur mit Worten abgrenzen, sondern auch aktiv gegen ihre Agitation vorgehen.

Das Dossier führt ausschließlich Demos auf, auf die ich durch Bekannte gekommen bin und welche hauptsächlich die sozialen Auswirkungen der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung kritisierten. Bei den entsprechenden Demos handelte es sich dem Anschein nach um von der bürgerlichen Mitte organisierte Veranstaltungen, die sich aber immer wieder als maßgeblich von Rechtsextremen organisiert und geprägt herausstellten. Diese Gruppen habe ich dann natürlich immer wieder verlassen und jegliche Zusammenarbeit mit ihnen eingestellt, wie auch zuletzt mit den Corona-Rebellen Düsseldorf, die nicht nur von Rechtsextremen, sondern auch von Reichsbürgern unterwandert wurden. Der Moment Ende 2020 als ich erkannte, dass sich hinter dem Label Corona-Rebellen Reichsbürger und Rechtsextreme verbergen war der Zeitpunkt zu dem mir klar wurde, dass ich selber aktiv Versammlungen organisieren muss, wenn ich die bürgerliche Mitte gegen die katastrophale Politik der Regierung mobilisieren möchte. Meine erste eigene maßnahmenkritische Demo am 06.12.2020 in Düsseldorf war dann auch direkt Ziel eines aggressiven Kaperungsversuchs durch Hunderte Hooligans und Rechtsextreme, die ich sofort mithilfe der Polizei von der Demo entfernen ließ. Seit diesem Tag werde ich permanent von Rechtsextremen angegriffen, vor allem mit übler Nachrede in Telegrammgruppen, aber auch mit Drohungen auf dem Platz, was mich aber nicht davon abhält, immer wieder auf den Versammlungen, auf denen ich Verantwortung als Ordner oder Versammlungsleiter übernehme, gegen diese Gruppen vorzugehen.

Die Schmierenkampagnen verschiedener Extremistengruppen gegen mich, die mich wahlweise als „Spalter“, oder als „Hooligan“ diffamieren, sind das übliche Vorgehen der extremistischen Ränder des politischen Spektrums mit dem Ziel, die Mitte der Gesellschaft von der Straße zu vertreiben. Ich werde mich nie für irgendein Lager vereinnahmen lassen, sondern immer in der politischen Mitte bleiben. Angesichts der weiter eskalierenden Kriegspolitik unserer Bundesregierung werde ich natürlich weiter Friedensdemos organisieren. Der kriegsoffenen KöAntifa oder sonst einer gewalttätigen Gruppe selbsternannter „Antifaschisten“ muss das nicht gefallen. Soll es auch gar nicht.

Ingo Marks, Versammlungsleiter und Anmelder des Friedensbündnis NRW, Düsseldorf, 18.9.2023

Quelle: telegram-Kanal der APO Düsseldorf (https://t.me/s/apoduesseldorf)


Die Stellungnahme von Ingo Marks nimmt Bezug auf das folgende Video "Friedensbündnis NRW - Der Hooligan" der so genannten "Kö-Antifa":




website des Friedensbündnis NRW:
http://friedensbuendnis-nrw.de/

Online-Flyer Nr. 819  vom 20.09.2023

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